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Onlinehandel: Google kauft Anteil an chinesischer JD.com

Googles Alphabet beteiligt sich an dem führenden chinesischen Onlinehändler JD.com. Die Partnerschaft wird Google Shopping um die Produkte des Anbieters erweitern.
/ Achim Sawall
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Das Logo von JD.com (Bild: JD.com)
Das Logo von JD.com Bild: JD.com

Der Google Dachkonzern Alphabet investiert 550 Millionen US-Dollar in den chinesischen Onlinehändler JD.com. Das gab das Unternehmen am 18. Juni 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Im Rahmen des Geschäfts kaufte Google 27 Millionen neu ausgegebene Aktien des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens JD.com zu je 40,58 US-Dollar. Laut einem JD.com-Sprecher erhöht Google damit seine Beteiligung an JD auf ein Prozent.

Nunmehr wird JD damit beginnen, Produkte bei Google Shopping zu verkaufen, um Kunden in den USA und Europa besser zu erreichen.

Googles Suchmaschine wird seit dem Jahr 2010 in China blockiert, weil der Betreiber die staatliche Zensur und Falschinformation nicht mehr mittragen wollte. Dennoch hat Google weiter etwa 600 Beschäftigte in drei Niederlassungen im Bereich Anzeigenverkauf und Entwicklung in China.

JD mit Hauptsitz in Peking kontrollierte nach Angaben der Analysten Analysys im ersten Quartal 2018 rund 25 Prozent des B2C-Onlnehandels in China und liegt damit hinter Alibabas Tmall mit 60 Prozent.

Walmart hält schon Anteile an chinesischer JD.com

Zu den Investoren von JD.com gehören das chinesische Social-Media-Unternehmen Tencent und der US-Einzelhändler Walmart.

Die Vereinbarung wird in Zeiten angespannter Beziehungen zwischen den USA und China geschlossen: US-Präsident Donald Trump verhängte gegen China Strafzölle auf Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar. Als Reaktion kündigte die chinesische Regierung Zölle auf US-amerikanische Waren im Wert von ebenfalls 50 Milliarden Dollar an.

Nach Angaben des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sind 1.102 Produkte aus China betroffen, auf die ab dem 6. Juli ein zusätzlicher Zoll von 25 Prozent erhoben werden soll.


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