Onlinehandel: Getgoods.de ist insolvent

Am 21. Oktober 2013 teilte Getgoods.de mit, man befinde sich "mit frischem Geld auf Einkaufstour" – heute erklärte(öffnet im neuen Fenster) das nach eigenen Angaben zweitgrößte Onlinehandelshaus, dass die "Rettungsversuche zur Abwendung der Insolvenz gescheitert" seien. Getgoods.de habe deshalb kurzfristig die Insolvenz beantragt.
Grund für den Insolvenzantrag sind der Verlust des halben Stammkapitals und die Zahlungsunfähigkeit von Getgoods.de. Vor dem Insolvenzantrag geführte Investorengespräche hätten zu keinem positiven Ergebnis geführt. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollen die Gespräche aber fortgeführt werden. Der Geschäftsbetrieb soll aufrechterhalten werden. Außerdem soll laut dem Unternehmen der enorme Konkurrenzdruck im Bereich E-Commerce für die Pleite verantwortlich sein.

Auf dem Deutschen Eigenkapitalforum wurde gestern eine Unternehmenspräsentation ohne Angabe von Gründen abgesagt. Danach rutschte der Aktienpreis von Getgoods.de um bis zu 60 Prozent ab(öffnet im neuen Fenster) .
Vergangene Woche gab das Onlinehandelshaus ein Umsatzplus im dritten Quartal dieses Jahres(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Allerdings ist nicht bekannt, ob das Unternehmen einen Gewinn oder Verlust erzielen konnte.
Das Unternehmen verkauft Handys, Smartphones, Festnetztelefone, Notebooks, Tablet-PCs, Unterhaltungselektronik, Spielzeuge sowie Freizeit- und Baumarktartikel. Derzeit sind 210 Mitarbeiter in Frankfurt (Oder) und Berlin beschäftigt. Zu Getgoods.de gehören auch die Marken Home of Hardware (HoH.de) und Handyshop.de.
Im Oktober hatte Getgoods.de die 004 Trading sowie deren Tochtergesellschaften Technikwelt und Vertixx übernommen. Im September 2013 wurde zudem die Betreibergesellschaft des Shopping-Clubs Pauldirekt übernommen.