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Onlinehandel: Geburtstagsstreik bei Amazon

Der seit Jahren dauernde Streik bei Amazon sorgt für Verbesserungen. "Der starke Druck der Belegschaft hat dazu geführt, dass sich die Arbeitsbedingungen zumindest teilweise verbessert haben", sagte eine Verdi-Sprecherin.
/ Achim Sawall
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Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern (Bild: Verdi)
Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern Bild: Verdi

Zum fünfjährigen Bestehen des Amazon-Standorts Rheinberg streiken die Beschäftigten an dem Standort Rheinberg und Werne. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 19. September 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Das fünfjährige Bestehen des Standorts Rheinberg bedeutet auch fünf Jahre ohne Tarifvertrag und fünf Jahre schlechte Arbeitsbedingungen. Deshalb haben wir zum Jubiläum in Rheinberg heute zum Streik aufgerufen", sagte die Verdi-Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer.

In weiteren Standorten werde heute nicht gestreikt, sagte Eva Völpel, Sprecherin des Verdi-Bundesvorstands, Golem.de auf Anfrage.

Der Kampf dauert bereits seit rund drei Jahren. Amazon lehnt jedes Gespräch mit der Gewerkschaft ab. "Die vielen Streiktage bei Amazon sorgen für Verbesserungen. Der starke Druck der Belegschaft hat dazu geführt, dass sich die Arbeitsbedingungen zumindest teilweise verbessert haben", erklärte Zimmer.

Es geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.

Nachtrag vom 19. September 2016, 15:10 Uhr

Ein Sprecher von Verdi sagte Golem.de auf Anfrage, dass es in Rheinberg über 400 Streikende gebe.


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