Onlinehandel: Berlin-Brandenburg bekommt DHL-Pakete bald schneller

Die Deutsche Post DHL Group will ihr neues Mega-Paketzentrum im brandenburgischen Ludwigsfelde bei Berlin Mitte 2022 ans Netz bringen. Das sagte Deutsche-Post-DHL-Sprecherin Anke Blenn Golem.de auf Anfrage. Der neue Standort soll die beiden bestehenden Paketzentren im Berliner Umland in Rüdersdorf und Börnicke deutlich verstärken.
Es soll zusätzliche Kapazitäten für die Metropolregion Berlin-Brandenburg mit einem "besonders ausgeprägten Paketwachstum" durch das Onlineshopping bereitstellen. In den beiden bestehenden Paketzentren können stündlich jeweils bis zu 32.000 Sendungen bearbeitet werden. Durch Ludwigsfelde können Sendungen zu noch späteren Tageszeiten abgeholt und deutschlandweit bereits am Folgetag zugestellt werden.
Ähnliche Mega-Paketzentren werden bereits zuvor in Obertshausen im südhessischen Landkreis Offenbach und in Bochum in Nordrhein-Westfalen errichtet.
Grundstück im Industriepark Ludwigsfelde
"DHL hat das Grundstück im Industriepark Ludwigsfelde mit rund 165.000 Quadratmetern Fläche Ende 2017 erworben. Allein das Gebäude des Paketzentrums entspricht dabei mit rund 37.000 Quadratmetern der Größe von fünf Fußballfeldern. Um das Gebäude möglichst energieeffizient zu betreiben, wurde ein wärmegeführtes Blockheizkraftwerk errichtet. Die Beleuchtung übernehmen LED-Lampen. Am Standort bietet der Konzern rund 600 sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Arbeitsplätze" , erklärte Blenn.
Das neue Paketzentrum in Ludwigsfelde wird nach der vollständigen Inbetriebnahme eine Bearbeitungskapazität von 50.000 Paketen pro Stunde haben. Ein weiteres neues Paketzentrum am Standort Aschheim ist für eine Kapazität von 40.000 Paketen geplant, das bestehende dortige Zentrum kann bereits bis zu 32.000 Pakete stündlich bearbeiten. Beide sind durch Tunnel verbunden. Dadurch werde in Summe eine Bearbeitungskapazität von 72.000 Sendungen pro Stunde erreicht.



