Onlinehandel: DHL braucht wegen E-Commerce 10.000 Zusteller mehr
Die Deutsche Post DHL wird wegen starker Zuwächse beim E-Commerce in den kommenden Jahren mehrere Tausend neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Das gab der Logistikkonzern am 22. Januar 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Bis 2020 rechnet der Konzern im Paketgeschäft mit einem Mehrbedarf an 10.000 Arbeitskräften bei der Paketzustellung. Bis 2025 könnten es 20.000 neue Arbeitsplätze sein.
DHL-Sprecher Dirk Klasen sagte Golem.de: "Das ist wesentlich getragen durch den Onlinehandel. Das wirkt sich erfreulicherweise direkt auf unser Geschäft aus. Wir haben schon 2011 angefangen, in unsere Paketinfrastruktur rund 750 Millionen Euro zu investieren. Auch in Zukunft müssen wir weiter ausbauen, weil die Mengen so rasant angestiegen sind. Wir brauchen also nicht nur neue Paketzentren, sondern auch neue Leute." Mehr als die Hälfte der 2,1 Milliarden Pakete, die 2014 in Deutschland verschickt wurden, kommen aus dem Onlinehandel und von anderen Versendern. Die Paketmenge – und damit auch die Berge des Verpackungsmülls – sind um elf Prozent gewachsen. Mit 21 Prozent ist die Bekleidung die größte Warengruppe, 246 Millionen Pakete kamen aus dem Bereich.
Kein Haustarifvertrag in neuen Gesellschaften
Mit "der vorhandenen Tarifstruktur" sei dies jedoch nicht zu erreichen. Deshalb gründet die DHL neue Gesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH für die Paketzustellung. Die Bezahlung erfolgt dort nicht nach dem Haustarifvertrag der Post, sondern nach den meist günstigeren regionalen Tarifverträgen der Speditions- und Logistikbranche.
Die ersten Gesellschaften werden ab sofort neue Mitarbeiter einstellen.
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