Abo
  • Services:

Onlinehandel: Bundesweite Streiks bei Amazon und Prime Instant Video

Auch beim DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon in Elmshorn wird heute erneut gestreikt. Bei den Streiks legte laut den Angaben rund ein Drittel bis rund die Hälfte der Beschäftigten einer Schicht die Arbeit nieder.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon-Beschäftigte im Streik
Amazon-Beschäftigte im Streik (Bild: Tim Schmidt/Verdi)

Die Beschäftigten Amazons sind wieder im Streik. Arbeitskämpfe finden in den Versandzentren Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, Bad Hersfeld in Hessen, Leipzig in Sachsen, Koblenz in Rheinland-Pfalz und beim DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Instant Video in Elmshorn, Schleswig-Holstein, statt. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 28. September 2016 bekannt. Die Streiks haben mit der Frühschicht begonnen, dauern bis zum Ende der Spätschicht an und fallen nach den Angaben auf einen Tag, der hohes Auftragsvolumen verzeichnet.

Stellenmarkt
  1. awinia gmbh, Freiburg im Breisgau
  2. Heimerle + Meule GmbH, Pforzheim

"Die Beschäftigten verlangen, dass Amazon seine Blockadehaltung gegenüber Tarifverhandlungen aufgibt. Sie treten für ihr legitimes Recht auf einen Tarifvertrag ein, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Streiks zeigen Wirkung

Amazon behauptet immer wieder, die Streiks zeigten keine Wirkung und erklärt, dass die Zahl der Streikenden gering sei im Vergleich mit der Gesamtzahl der Beschäftigten, die für das Unternehmen arbeiten. Doch laut Verdi sei das Unternehmerpropaganda, weil im Schichtmodell gearbeitet werde, die Krankenquoten mit bis über 20 Prozent hoch und ein Teil der Belegschaft durch Urlaub abwesend sei. Daher sei ein wesentlich kleinerer Teil der Beschäftigten täglich für Amazon im Einsatz. Bei den Streiks lege somit rund ein Drittel bis rund die Hälfte der Beschäftigten einer Schicht die Arbeit nieder. Dies verursache deutliche Lieferprobleme. Zudem müsse Amazon immer mehr Geld ausgeben, um sich auf die flexibler gestalteten und kurzfristiger angesetzten Streiks einzustellen.

Es geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.

Nachtrag vom 28. September 2016, 14:20 Uhr

"In den Frühschichten waren zusammen über 1.100 Beschäftigte draußen, an den einzelnen Standorten haben zwischen einem Viertel und über 30 Prozent der Belegschaft die Arbeit niedergelegt", sagte Verdi-Sprecherin Eva Völpel Golem.de auf Nachfrage.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 5,99€
  3. (u. a. Diablo 3 Ultimate Evil Edition, Gear Club Unlimited, HP-Notebooks)
  4. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€

Rheanx 29. Sep 2016

Warum sollte das auch Auswirkungen haben? Wenn 10...20% der Mitarbeiter streiken...dann...

Rheanx 29. Sep 2016

An den ostdeutschen Standorten gibt es 10Euro im ersten Jahr. An den westdeutschen...

Yash 29. Sep 2016

Ich sollte nach meinem Studium, weil ich nicht direkt einen Job bekommen habe, bei...

robinx999 28. Sep 2016

Ob der DVD / Bluray verleih Zukunft hat dürfte stark vom Verhalten der Filmindustrie...

x-beliebig 28. Sep 2016

äh, was? Wie kann Verdi Passagiergefährdung hervorrufen? Das musst du mir mal erklären.


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7390 - Test

Das Latitude 7390 sieht aus wie eine Mischung aus Lenovo Thinkpad und Dell XPS 13. Das merken wir am stabilen Gehäuse und an der sehr guten Tastatur. Aber auch in anderen Punkten kann uns das Gerät überzeugen - eine würdige Alternative für das XPS 13.

Dell Latitude 7390 - Test Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
    3D-Druck on Demand
    Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

    Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
    Ein Praxistest von Achim Sawall


      BMW i3s im Test: Teure Rennpappe à la Karbonara
      BMW i3s im Test
      Teure Rennpappe à la Karbonara

      Mit dem neuen BMW i3s ist man zügig in der Stadt unterwegs. Zwar ist der Kleinwagen gut vernetzt, doch die Assistenzsysteme lassen immer noch zu wünschen übrig. Trotz des hohen Preises.
      Ein Praxistest von Friedhelm Greis

      1. R71-Seitenwagen BMW-Motorrad aus den 30er Jahren soll elektrifiziert werden
      2. SUV Concept iX3 zeigt BMWs elektrische Zukunft
      3. BMW Mini-Oldtimer mit E-Antrieb ausgerüstet

        •  /