Onlinehandel: Amazon will mit Behörden gegen Produktpiraterie vorgehen
Amazon hat eine breitere Kooperation zwischen Behörden und Unternehmen im Kampf gegen Produktpiraterie angeregt. Nötig seien unter anderem bessere Grenzkontrollen sowie ein härteres Vorgehen gegen Produktfälscher in der Einzelhandelsbranche, betonte der weltgrößte Online-Händler in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) am 18. Oktober 2021.
Als positive Beispiele für bisherige Zusammenarbeit nannte Amazon den Austausch mit der US-Grenzschutzbehörde. So seien im Herbst vergangenen Jahres dank Hinweisen des Handelskonzerns acht Sattelschlepperladungen mit gefälschten Kühlergrills mit Logos bekannter Automarken beschlagnahmt worden.
Im Gegenzug habe Amazon nach Informationen der amerikanischen Grenzbehörde einen Anbieter gefälschter Ohrhörer-Hüllen von seiner Plattform verbannen und verklagen können. Insgesamt gebe Amazon jedes Quartal eine Liste entdeckter Produktfälscher an Behörden weiter.
Sicherheitsteam soll Fälschungen ermitteln
Der Verkauf von Produktfälschungen durch Händler über die Amazon-Plattform ist seit Jahren ein großes Problem. Der Konzern richtete eine Gruppe aus rund 20 Experten wie zum Beispiel früheren Staatsanwälten ein, die weltweit gegen Produktfälscher ermittelt.
2020 waren insgesamt über 10.000 Mitarbeiter damit beschäftigt, Betrug und Fälschungen auf Amazon zu unterbinden. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge über 700 Millionen US-Dollar in die Bekämpfung von Produktpiraterie investiert. Weniger als 0,01 Prozent der über Amazon verkauften Güter sollen Fälschungen sein.
Amazon ging 2021 zudem verstärkt gegen Bewertungsbetrug vor. Zahlreiche beliebte Marken, vor allem aus dem Zubehörbereich für Smartphones, wurden von Amazon verbannt , da sie ihren Kunden Gutscheine für gute Bewertungen angeboten haben. Teilweise werden die Produkte aber einfach unter neuen Namen wieder angeboten.
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