Abo
  • Services:

Onlinehandel: Amazon will Lieferdiensten Konkurrenz machen

Amazon will einen Lieferdienst starten, der auch von anderen Unternehmen genutzt werden kann. Damit tritt der Onlinehändler stärker in Konkurrenz zu etablierten Zustelldiensten - und will günstiger sein. Der Start klingt aber erst mal bescheiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon plant eigenen Lieferdienst - auch für Marktetplace-Händler.
Amazon plant eigenen Lieferdienst - auch für Marktetplace-Händler. (Bild: Matthew Lloyd/Getty Images)

In einer US-Stadt will Amazon einen Zustelldienst anbieten, der nicht nur die Pakete des eigenen Unternehmens austrägt. In Los Angeles startet in den kommenden Wochen der Dienst "Shipping with Amazon", wie das Wall Street Journal mit Verweis auf Personen berichtet, die mit den Plänen vertraut sind. Das Besondere an dem neuen Dienst ist, dass er gegen Bezahlung auch von anderen Unternehmen gebucht werden kann.

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. Bosch Gruppe, Hildesheim

In den USA liefert Amazon bereits länger als in Deutschland Pakete über ein eigenes Logistiknetzwerk aus - und das in 37 US-Städten. Diese Zustellmöglichkeit steht bislang aber nur für eigene Lieferungen und für Marketplace-Händler bereit, die über Amazon versenden. Das will das Unternehmen zunächst in den USA ändern. Shipping with Amazon (SWA) wird Marketplace-Händlern angeboten, die ihre Produkte nicht über die Amazon-Warenlager verschicken.

Diese können gegen Bezahlung ihre Produkte in den Warenlagern von Amazon lagern und das Online-Kaufhaus kümmert sich dann auch um den Versand. In diesem Fall kann auch der bereits von Amazon betriebene Lieferdienst zum Einsatz kommen. Die neue Option richtet sich an Händler, die eigene Warenlager betreiben. Diese können ihre Produkte mit Prime-Vorteilen anbieten. Die SWA-Flotte holt das Paket dann im Warenlager des Händlers ab und liefert es direkt an die Kunden aus.

Vorteile für Marketplace-Händler

Bisher nutzt Amazon für diesen Zustellweg in den USA etablierte Anbieter wie UPS oder Fedex. Mit dem Lieferdienst soll es für Händler preisgünstiger werden - der Bericht geht davon aus, dass Amazon die Preise von UPS und Fedex unterbieten wird. Während aber UPS und Fedex überall in die USA ausliefern, ist Amazons Lieferdienst zunächst auf das Stadtgebiet von Los Angeles beschränkt. Schon länger soll Amazon diesen Lieferdienst dort testen.

Möglicherweise wird Shipping with Amazon irgendwann einmal für Händler geöffnet, die ihre Waren nicht bei Amazon verkaufen. Und damit könnten auch Kunden den Lieferdienst nutzen, die kein Amazon-Konto haben. Mit diesem Schritt würde Amazon direkter in Konkurrenz zu etablierten Anbietern treten. Amazon wollte den Bericht nicht weiter kommentieren.

Amazon Key will Lieferung für Kunden komfortabler machen

Generell will Amazon die Zustellung von Paketen an Kunden möglichst komfortabel machen. Seit Oktober 2017 steht Amazon Key in den USA bereit. Boten können die Haus- oder Wohnungstüren der Kunden öffnen und dann Pakete abstellen. Kunden müssen nicht mehr daheim sein, um Pakete in Empfang zu nehmen. Technisch muss die Wohnung oder das Haus dafür aufgerüstet werden der Kunden. Die Kosten tragen die Kunden - und der finanzielle Aufwand ist mit 250 US-Dollar ziemlich hoch.

Die Kosten fallen für ein smartes Türschloss und eine Überwachungskamera an. Auf der Key-Produktseite beklagen sich einige Kunden über die Technik. Einige bemängeln eine schlechte Qualität der Überwachungskamera. Andere stören sich daran, dass die Batterien des Türschlosses alle paar Monate mühsam ausgetauscht werden müssen. Zudem soll nur für wenige Produkte aus dem Amazon-Sortiment die Möglichkeit bestehen, eine Bestellung an einen Key-Haushalt zu schicken.

Die Key-Technik wird wohl nur von wenigen Kunden genutzt. Gerade mal 66 Kundenrezensionen gibt es bislang auf der US-Webseite. Zum Vergleich: Für alle bisher verkauften Fire-TV-Geräte gibt 410.000 Rezensionen und auf die Echo-Geräte entfallen 300.000 Rezensionen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. ab je 2,49€ kaufen

plutoniumsulfat 12. Feb 2018

Irgendjemand muss den Wohlstand ja erwirtschaften.

mnementh 12. Feb 2018

Danke, keine schlechte Idee.

Anonymer Nutzer 12. Feb 2018

Amazon hat schon die Packstation der Deutschen Post in Übersee kopiert und Amazon Locker...

Icestorm 12. Feb 2018

Wenn man auf Amazon gelistet ist, darf man woanders nicht günstiger anbieten. Hier...

Icestorm 12. Feb 2018

Eben! Die Personalkostenzitrone ist ausgequetscht, da geht nicht viel mehr, außer dass...


Folgen Sie uns
       


OLKB Planck - Test

Die Planck von OLKB ist eine ortholineare Tastatur mit nur 47 Tasten. Im Test stellen wir aber fest, dass wir trotzdem problemlos mit dem Gerät arbeiten können - nachdem wir uns in die Programmierung eingearbeitet haben.

OLKB Planck - Test Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Cybercrime Bayern rüstet auf im Kampf gegen Anonymität im Netz
  2. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping
  3. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

    •  /