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Onlinehandel: Amazon will Einzelhändler zu Paketboten machen

Bald könnte der örtliche Blumenhändler Amazon-Pakete liefern. Zunächst wird das Ganze in den USA erprobt.
/ Ingo Pakalski
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Amazon will Einzelhändler zu Paketboten machen. (Bild: Julien Helaine / Hans Lucas via Reuters Connect)
Amazon will Einzelhändler zu Paketboten machen. Bild: Julien Helaine / Hans Lucas via Reuters Connect

Amazon hat ein neues Programm für die Zustellung von Paketen gestartet, das als Hub Delivery bezeichnet wird. Damit soll die Zustellung von Amazons Bestellungen verändert werden. Künftig könnten kleine Einzelhändler zusätzlich als Paketboten agieren. Pakete würden dann nicht mehr von Amazon-Fahrern oder Logistikunternehmen zugestellt. Zunächst startet diese Art der Zustellung in den USA.

Amazons Hub Delivery(öffnet im neuen Fenster) soll für Einzelhändler eine zusätzliche Einnahmequelle bedeuten. Das Onlinekaufhaus gibt an, dass damit ein Zusatzverdienst von bis zu 27.000 US-Dollar möglich sei. In einem ersten Schritt sucht Amazon nach 2.500 Einzelhändlern, die sich bis Ende 2023 bereit erklären, Amazon-Pakete auszuliefern.

Der Einzelhändler erhielte dann bestellte Pakete von Amazon, um diese in seinem Geschäftsgebiet noch am gleichen Tag an die einzelnen Haushalte auszuliefern. Laut einem Bericht von Axios(öffnet im neuen Fenster) zahlt Amazon pro zugestelltem Paket 2,50 US-Dollar. Amazon geht davon aus, dass teilnehmende Einzelhändler pro Tag durchschnittlich 30 Pakete zustellten.

Einzelhändler muss Platz für Pakete haben

Diese Geschäfte müssten dafür die nötige Lagerfläche bereithalten. Die Kosten für die Miete der Lagerräume müsste der Einzelhändler tragen. Aus Sicht von Amazon kommen alle möglichen Einzelhändler in Betracht – beispielsweise Blumenläden, Cafés, Lebensmittelläden und Bekleidungsgeschäfte.

Hub Delivery soll in den USA in mehr als 20 Großstädten und ländlichen Regionen angeboten werden. Amazon hätte den Vorteil, die Zustellung auf der letzten Meile anders als bisher abwickeln zu können. Amazon setzt seit langem verstärkt auf eine Zustellung mit einem eigenen Logistiknetzwerk.

Für das eigene Logistiknetzwerk sind Personen und Fahrzeuge nötig. Durch Hub Delivery müsste all das der Einzelhändler stellen. Wenn ein Einzelhändler einen anderen für Hub Delivery empfiehlt, lockt Amazon mit einer Vermittlungsprämie von 1.000 US-Dollar. Der Konzern machte noch keine Angaben dazu, ob diese Art der Zustellung auch außerhalb der USA angeboten werde.


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