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Onlinehandel: Amazon wiederholt Versprechen von 1.500 Vollzeitstellen

Amazons Deutschlandchef redet wieder über mehr Vollzeitstellen. Vom Standort Brieselang bei Berlin wurde berichtet, dass fast die Hälfte der Beschäftigten nur befristete Verträge habe.

Artikel veröffentlicht am ,
Werbung von Amazon in Berlin
Werbung von Amazon in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Amazon will in Deutschland in diesem Jahr 1.500 neue, unbefristete Vollzeitarbeitsplätze schaffen. Das sagte Landeschef Ralf Kleber im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Derzeit habe Amazon in Deutschland rund 13.000 festangestellte Mitarbeiter. Der Nettoumsatz betrug demnach auf dem weltweit zweitstärksten Markt nach den USA im vergangenen Jahr 11,8 Milliarden Dollar.

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Die Ankündigung ist nicht neu, bereits im Januar 2016 war von 1.500 Vollzeitstellen die Rede. Angaben dazu, wie viele befristete Beschäftigte Amazon in Deutschland hat, macht der US-Konzern nicht. Vom Standort Brieselang bei Berlin wurde berichtet, dass fast die Hälfte der Beschäftigten nur befristete Verträge habe. Laut Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aus dem Jahr 2015 gab es in der Niederlassung 550 Beschäftigte, davon waren nur rund 285 fest angestellt. Eine große Anzahl von Zeitverträgen wurde nicht verlängert und dafür aber wieder neue Befristete eingestellt. So mussten im Dezember 2014 über 900 Befristete gehen, während ab Februar 2015 wieder neue eingestellt würden.

Ausbau bei Cloud

Laut Kleber wachse Amazon weiter und investiere, ein neues Versandzentrum werde in Werne errichtet. "Geplant ist auch der Ausbau der europäischen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, sowie weiterer Infrastrukturen, unter anderem für das Cloud-Computing", sagte Kleber.

"Seit 2010 hat Amazon mehr als 5,8 Milliarden Euro in hiesige Infrastrukturen und Anlagen investiert", rechnete der Manager vor. Wachstumsfaktoren seien gegenwärtig die Amazon Web Services. Dieser Dienst gewinne Kunden, von "traditionellen Unternehmen wie Kärcher über Startups wie Mytaxi bis zu großen Online-Händlern wie Zalando", erklärte Kleber.

Im Mai hatte Amazon mit Prime Now in Deutschland begonnen, die erste Stadt war Berlin. Der deutsche Amazon-Chef zog eine positive Startbilanz des Tests in Berlin. "Das Geschäft läuft sehr gut und macht uns viel Spaß", sagte Kleber.

Kürzlich hatte Amazon die Audiorechte der 1. Fußball-Bundesliga ab der Saison 2017/2018 für seinen Prime-Musikdienst erworben. "Darüber freuen wir uns, weil es ein Genre ist, das unseren Kunden am Herzen liegt, das wir aber bisher noch nicht so gut abgedeckt hatten. Bei Literatur und Musik sind wir einer der Stärksten, jetzt kommt Sport dazu. Damit haben wir drei sehr gute Felder abgedeckt, und dann schauen wir mal weiter." Auf die Frage nach Streaming sagte Kleber der Neuen Osnabrücker Zeitung, "man sollte nichts ausschließen".

Verdi-Sprecherin Eva Völpel sagte Golem.de: "Wenn unbefristete Vollzeitarbeitsplätze entstehen, ist das positiv. Aber wir kritisieren, dass Amazon sich weiterhin standhaft weigert, Gespräche über einen Tarifvertrag zu führen." Das Unternehmen wolle willkürlich und einseitig die Arbeitsbedingungen diktieren. Die Zahl der Befristungen schwanke je nach Standort deutlich.

Amazon-Sprecherin Anette Nachbar sagte Golem.de: "Derzeit sind in Deutschland insgesamt etwas über 13.000 Mitarbeiter bei Amazon unbefristet beschäftigt, davon über 11.000 in den 9 deutschen Logistikzentren."



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SusanneW 20. Jul 2016

Es gibt eine Webseite, die nennt sich the FaceofAmazon. Dort wird beschrieben wie Amazon...

dabbes 19. Jul 2016

das ewige amazon bashing auf heise durch verdi nervt ja schon. Berichtet doch mal über...


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