Onlinehandel: Amazon verdoppelt den Mindestlohn in den USA

Amazon hat in einer überraschenden Ankündigung die Löhne seiner Lagerarbeiter erhöht. Der Konzern hatte Anfang September bei seiner Marktkapitalisierung die Marke von 1 Billion US-Dollar überschritten.

Artikel veröffentlicht am ,
Arbeiter bei Amazon USA
Arbeiter bei Amazon USA (Bild: Amazon)

Amazon wird den Mindestlohn in den USA auf 15 US-Dollar pro Stunde erhöhen. Das gab das Unternehmen am 2. Oktober 2018 bekannt. Der neue Mindestlohn wird am 1. November in Kraft treten und mehr als 250.000 Beschäftigte und 100.000 Saisonarbeiter betreffen. Der Mindestlohn liegt derzeit in den USA bei 7,25 US-Dollar pro Stunde.

Stellenmarkt
  1. Product Manager:in Manufacturing (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg
  2. Projektleiter (w/m/d) für IT Systeme in der Energieversorgung
    PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg, Berlin, Oldenburg
Detailsuche

"Wir haben unseren Kritikern zugehört, überlegt, was wir tun wollen und entschieden, dass wir die Führung übernehmen wollen", teilte Jeff Bezos, Vorstandschef von Amazon, in einer Erklärung mit. "Wir freuen uns über diese Veränderung und ermutigen unsere Konkurrenten und andere große Arbeitgeber, sich uns anzuschließen."

Senator Bernie Sanders hatte vor kurzem einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der darauf abzielt, große Unternehmen zu besteuern, deren Beschäftigte auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Der Senator von Vermont nannte den Gesetzentwurf den Bezos Act.

Der Konzern hatte Anfang September bei seiner Marktkapitalisierung die Marke von 1 Billion US-Dollar überschritten. Amazon hatte im zweiten Geschäftsquartal 2018 einen Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar erzielt. Der Umsatz wuchs um 39 Prozent auf 52,9 Milliarden US-Dollar.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Amazon hatte im Juni 2017 für 13,7 Milliarden US-Dollar den Biosupermarkt Whole Foods Market gekauft. Am 6. September sandte eine Gruppe von Beschäftigten laut einem Bericht des britischen Guardian einen Brief an Whole-Foods-Filialen im ganzen Land. Sie äußerten die Sorge, dass Amazon versuche, sie zu "Robotern" zu machen. Sie kündigten an, Gewerkschaftsgruppen zu gründen, um ihre Arbeitsplätze zu schützen. Die Arbeiter sagen, dass das Management versuche, Arbeitsplätze zu streichen und die Löhne zu senken, um die 38 Jahre alte Lebensmittelkette im Sinne von Amazon umzugestalten.

Beschäftigte von Amazon Deutschland kämpfen seit Mai 2013 für eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag sowie für bessere Arbeitsbedingungen. Urlaubsgeld fehlt laut Verdi bei Amazon komplett, das Weihnachtsgeld ist deutlich niedriger als das tarifliche. Amazon verweigert bis heute jegliche Gespräche mit Verdi. Amazon Deutschland erklärte Golem.de auf Anfrage: "Jedes Land ist anders. Wir haben aktuell diese Ankündigung in Großbritannien und in den USA gemacht. Und in allen anderen Ländern werden wir die Situation weiter prüfen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Frau_Holle 04. Okt 2018

So funktionieren Steuerstufen eben nicht. Wenn man mehr verdient kann es sein dass...

Brainfreeze 04. Okt 2018

Ich habe dich aus so verstanden, dass beide Elternteile in Vollzeit arbeiten. In deinem...

quineloe 03. Okt 2018

Ach so, der plot von Breaking Bad war also frei erfunden. Medicare deckt nur einen Teil...

recluce 03. Okt 2018

Amazon sitzt in Seattle, dort gilt ein Mindestlohn von $ 15 mit Krankenversicherung...

quineloe 03. Okt 2018

Du darfst nicht zu erwähnen vergessen, dass 10 Tage Urlaub für salaried Employees (was...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
4700S Desktop Kit im Test
AMDs Playstation-5-Platine ist eine vertane Chance

Mit dem 4700S Desktop Kit bietet AMD höchstselbst die Hardware der Playstation 5 für den PC an. Das Board ist aber eine Sache für sich.
Ein Test von Marc Sauter

4700S Desktop Kit im Test: AMDs Playstation-5-Platine ist eine vertane Chance
Artikel
  1. Ransomware: Gezahltes Lösesgeld könnte sich 2021 vervielfachen
    Ransomware
    Gezahltes Lösesgeld könnte sich 2021 vervielfachen

    Eine Behörde hat die Ransomware-Zahlungen in den USA ermittelt. Im ersten Halbjahr 2021 waren es mehr als im gesamten letzten Jahr.

  2. SUV mit Elektroantrieb: Tesla liefert neues Model X mit eckigem Lenkrad aus
    SUV mit Elektroantrieb
    Tesla liefert neues Model X mit eckigem Lenkrad aus

    Tesla hat die ersten Model X mit dem neuen Lenkrad, quer eingebautem Display und Falcon-Wings-Türen ausgeliefert.

  3. 4K-Monitor von LG um über 210 Euro bei Amazon reduziert
     
    4K-Monitor von LG um über 210 Euro bei Amazon reduziert

    Diese Woche finden sich bei Amazon viele spannende Schnäppchen von LG. Besonders Monitore, auch mit 4K, gibt es zum Bestpreis.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger • Dell-Monitore günstiger • Horror-Filme reduziert • MwSt-Aktion bei MM: Rabatte auf viele Produkte [Werbung]
    •  /