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Onlinehandel: Amazon und Gopro reichen Klage gegen Fälscher ein

Bei Amazon wurde gefälschtes Zubehör für Gopro -Kameras verkauft - der Onlinehändler und der Kamerahersteller setzen sich zur Wehr.
/ Tobias Költzsch
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Amazon geht gegen mutmaßliche Fälscher vor. (Bild: Stefano Guidi/Getty Images)
Amazon geht gegen mutmaßliche Fälscher vor. Bild: Stefano Guidi/Getty Images

Zusammen mit dem Kamerahersteller Gopro hat Amazon Klage gegen sieben Einzelpersonen und zwei Unternehmen eingereicht. Wie der Online-Händler in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) mitteilte, hatten die Beschuldigten gefälschtes Zubehör für Gopro-Kameras verkauft. Dabei sollen sie die Marke Gopro ohne Einverständnis des Rechteinhabers verwendet haben.

Zu den nachgemachten Artikeln gehören der schwimmfähige Griff The Handler, der 3-Way-Griff, ein Verlängerungsarm und eine Stativhalterung. Mit dem Angebot bei Amazon verstießen die Beschuldigten nicht nur gegen die Richtlinien des Onlinehändlers, sondern verletzten auch die Markenrechte von Gopro.

Amazon hat eigenen Angaben zufolge die Verkäuferkonten der Beschuldigten bereits geschlossen. Kunden, die ein mutmaßlich gefälschtes Produkt gekauft haben, wird eine Erstattung angeboten. Grundsätzlich dürfen bei Amazon keine Produkte angeboten werden, die Markennamen rechtswidrig verwenden.

Eigene Abteilung beschäftigt sich mit gefälschten Produkten

Amazon zufolge werden pro Jahr weniger als 0,01 Prozent der verkauften Artikel als Fälschungen gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte höher sein: Der Sinn einer Fälschung ist schließlich, dass sie nicht erkannt wird. Amazon hat eine eigene Abteilung, die sich mit nachgemachten Artikeln beschäftigt, die Counterfeit Crimes Unit.

Insgesamt sollen rund 10.000 Mitarbeiter sicherstellen, dass auf Amazon kein Betrug stattfindet und keine gefälschten Produkte verkauft werden. Dabei wird auch Software verwendet, die die Identität von Kontenbesitzern überprüfen soll. 2020 überstanden insgesamt nur sechs Prozent der Neuregistrierungen die Überprüfungen.

Amazon geht nicht nur gegen gefälschte Artikel vor: Seit kurzem greift das Unternehmen auch streng gegen Händler und Hersteller durch , die sich positive Bewertungen erkaufen wollen. Dabei werden oftmals Gutscheine verwendet. Marken wie Mpow, Aukey und Ravpower dürfen ihre Produkte mittlerweile nicht mehr über Amazons Onlineshop vertreiben.


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