Onlinehandel: Amazon plant eigenen Lieferdienst

Mehr Kontrolle über das Versandnetz und kürzere Lieferzeiten: Amazon will offenbar in Konkurrenz zu UPS und DHL treten und dem Kunden seine Waren künftig selbst bringen. In den USA und in Europa laufen erste Versuche.

Artikel veröffentlicht am ,
Trucks von Amazon Fresh bei Los Angeles
Trucks von Amazon Fresh bei Los Angeles (Bild: Kevork Djansezian/Getty Image News)

Es könnte sein, dass künftig neben Lieferautos von UPS, DHL oder Fedex auch Wagen von Amazon durch Städte in aller Welt rollen. Laut einem Bericht des Wall Street Journals testet der Onlinehändler derzeit in großen US-Städten wie San Francisco und Los Angeles, aber auch in London die Auslieferung bis zum Endkunden. Nach Angaben des Magazins sind die von Auftragsfahrern gesteuerten Trucks bereits in San Francisco gesehen worden.

Kunden berichten, dass die von Amazon ausgelieferten Päckchen mit den Labels "AMZL" und "AMZN_US." versehen sind und dass der Trackingprozess anders als sonst und ohne Links zu Drittfirmen organisiert sei. Der neue Lieferservice hat übrigens nicht direkt etwas mit Amazon Fresh zu tun: Im Rahmen dieses Angebots liefert der Onlinehändler in und um Seattle, Los Angeles und San Francisco Lebensmittel aus.

Mit dem neuen Lieferservice soll Amazon deutlich größere Ziele haben: Nach Angaben von ehemaligen Angestellten plane Amazon als ultimatives Ziel den Aufbau eines eigenen Lieferdienstes, der auch für andere Absender Waren zustellt. Bis es so weit ist, dürften allerdings noch Jahre vergehen, so die Quellen. Kürzlich soll die Firma nach ersten Mitarbeitern für den neuen Geschäftsbereich gesucht haben.

Mit dem Lieferservice wolle Amazon laut Wall Street Journal die steigenden Kosten für den Versand seiner Waren besser kontrollieren sowie mehr Service und kürzere Lieferzeiten bieten - idealerweise mit einer Zustellung noch am gleichen Tag, und das auch ohne die kürzlich vorgestellten Drohnen. Amazon könnte aber auch besser auf Lieferengpässe etwa rund um Weihnachten herum reagieren, die auch aufgrund des vergangenen harten Winters in den USA mit teils schwierigen Straßenverhältnissen ein größeres Problem gewesen seien.

Dass Amazon in Großbritannien bereits die Auslieferung auch innerhalb der "letzten Meile", also bis zum Endkunden, testet, habe Firmenchef Jeff Bezos kürzlich selbst in einem Schreiben an Aktionäre bestätigt, so das Wall Street Journal. Ein Manager habe außerdem angekündigt, dass Amazon selbst künftig in London an Sonntagen Waren zustellen will.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


BadAmazon 13. Dez 2014

Das Problem ist nicht Amazon sondern der Konsument, der Geiz ist Geil = Amazon denkt. Es...

BadAmazon 13. Dez 2014

Weise Voraussicht, die Matrix heißt Amazon Fire TV

BadAmazon 13. Dez 2014

Interessante Meinung; In Möbel ist Amazon gerade nicht so gut; Schuhe? Kleidung? So macht...

BadAmazon 13. Dez 2014

Ich gehe im Übrigen davon aus, das auch dieser Beitrag nicht lange Online sein wird. :-)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streamer
Rocket Beans muss in Kurzarbeit

Der Gaming-Kanal Rocket Beans hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit, einige Sendungen entfallen.

Streamer: Rocket Beans muss in Kurzarbeit
Artikel
  1. Künstliche Intelligenz: So funktioniert ChatGPT
    Künstliche Intelligenz
    So funktioniert ChatGPT

    Das mächtige Sprachmodell ChatGPT erzeugt Texte, die sich kaum von denen menschlicher Autoren unterscheiden lassen. Wir erklären die Technologie hinter dem Hype.
    Ein Deep Dive von Helmut Linde

  2. Reviews: Hogwarts Legacy mit PC-Problemen und Detailreichtum
    Reviews
    Hogwarts Legacy mit PC-Problemen und Detailreichtum

    Die ersten Tests von Hogwarts Legacy loben Welt und Kampfsystem. Probleme gibt's wohl mit der PC-Technik - und Unwohlsein wegen J.K. Rowling.

  3. Volker Wissing: Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau
    Volker Wissing
    Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau

    Für den Güterverkehr sollte vermehrt auf die Bahn gesetzt werden und nicht auf mehr LKW. Für die gebe es eh nicht genug Fahrer, meinen Verbände.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 329€ • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • Lenovo Tab P11 Plus 249€ • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /