Onlinehandel: Amazon macht Dash-Bestellknöpfe funktionslos

Mit Amazons Dash-Bestellknöpfen werden bald keine Bestellungen mehr möglich sein. Die einzige verbleibende Funktion der vom Markt genommenen Bestellknöpfe verschwindet damit - die Geräte werden zu Elektroschrott.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Amazon deaktiviert die Bestellungen über Dash-Buttons.
Amazon deaktiviert die Bestellungen über Dash-Buttons. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Amazons Dash-Bestellknöpfe zum schnellen Nachbestellen von Alltagsartikeln werden in wenigen Wochen zu einem wertlosen Stück Plastik. Der Onlinehändler deaktiviert zum 31. August 2019 weltweit die Bestellfunktionen mittels Dash-Knopf. Die Dash-Bestellknöpfe erinnern an eine Türklingel und wurden im Sommer 2016 in Deutschland auf den Markt gebracht.

Stellenmarkt
  1. Specialist (m/w/d) Software Support 3rd Level
    Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. IT-Netzwerkadministrator*in
    Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe, Ettlingen
Detailsuche

Die virtuellen Dash-Buttons werden weiterhin nutzbar sein. Diese werden auf der Amazon-Website oder in einer App eingerichtet und konfiguriert. Nachbestellungen werden dann dort vorgenommen. Anders als bei den physischen Knöpfen zeigen die virtuellen Dash Buttons vor der Bestellung den Produktpreis an. Auch der automatische Dash-Nachbestelldienst in Geräten bleibt laut Amazon aktiv.

Amazon stellte den Verkauf neuer Dash-Buttons bereits im März 2019 ein. Damals hieß es noch: "Wenn man jetzt einen Dash-Button zu Hause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig." Nun erklärte Amazon aber, seit dem Verkaufsstopp habe die Nutzung der Hardware-Buttons "signifikant nachgelassen".

Die Abschaltung der physischen Knöpfe sei die "natürliche Weiterentwicklung" des Dash-Programms: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen."

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Für Deutschland hat die Entscheidung eine zusätzliche Brisanz. Amazon verlor im Januar 2019 in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen um die Bestellknöpfe. Bereits Anfang März 2018 hatte das Landgericht München den Dash-Button für rechtswidrig erklärt, das Unternehmen ging in Berufung und verlor erneut vor Gericht.

Dash-Button war in Deutschland rechtswidrig

Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Onlinehandel verstoße, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt und Preis sowie der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten. Die Buttons in Form einer Türklingel haben nur das Logo des Anbieters eines Produkts und den Knopf, der eine Bestellung auslöst.

Als der Bestellknopf vom Markt genommen wurde, gab es rund 70 Varianten davon. Damit konnten diverse Artikel wie Waschmittel, Windeln, Kondome, Kaffee oder Kosmetik bestellt werden. Ein Dash Button kostete 4,99 Euro. Die Kaufsumme wurde bei der ersten Bestellung verrechnet, so dass die Knöpfe letztlich kostenlos waren.

Bastler funktionierten die Knöpfe zum Teil auch um, so dass sie damit zum Beispiel vernetzte Lampen im smarten Zuhause steuern konnten. Die speziell für solche Anwendungen gedachte Version des Knopfs für Entwickler - der AWS IoT Button - wird weiter angeboten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Probefahrt mit EQS
Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
Artikel
  1. Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
    Loongson 3A5000
    Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

    50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

  2. E-Scooter: Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt
    E-Scooter
    Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt

    Mit einer Tages- oder Monatskarte des E-Scooter-Anbieters Voi sollen Nutzer so viel fahren können, wie sie wollen - können sie aber nicht.

  3. Datenbank: Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update
    Datenbank
    Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update

    Das Update von MySQL 5.6 auf das aktuelle 8.0 laufe bei Facebook wegen vieler Probleme schon seit "einigen Jahren" und ist noch nicht fertig.

Phill 05. Aug 2019

Nicht schlecht.

Garius 04. Aug 2019

Na jetzt gehts los. Seit wann sind Unternehmen dazu angehalten dir Handwerkszeug zur...

Anonymer Nutzer 03. Aug 2019

ich dachte amazon macht die untauglich, auch dafür? ich hab mal die anleitung...

Labbm 02. Aug 2019

Eben, außerdem ist es die freie Entscheidung des Kunden gewesen das zu nutzen. Leider...

Peter Brülls 02. Aug 2019

Ist also an sich ein dummes Gerät, dass nur sagen kann hier bin ich, irgendwas...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /