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Onlinehandel: Amazon droht nach vier Rücksendungen mit Kontensperrung

Amazon macht Kunden bereits nach wenigen Rücksendungen Druck. Bleibe das "Retourenverhalten" so hoch, werde das Konto geschlossen. Doch was genau ist hoch?

Artikel veröffentlicht am ,
Einkauf bei Amazon: Nicht für jeden
Einkauf bei Amazon: Nicht für jeden (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Einem Amazon-Kunden ist offenbar nach vier Rücksendungen aus 19 Bestellungen eine Kontensperrung angedroht worden. Das berichtet das Onlinemagazin Teltarif.de unter Berufung auf die E-Mail-Korrespondenz des Betroffenen. Der Warenwert der Einkäufe lag in diesem Jahr bei 1.100 Euro.

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Im Jahr 2014 kaufte der Kunde 15 Mal für rund 600 Euro bei Amazon ein, hier gab es keine Rücksendungen. Im folgenden Jahr erwarb der Kunde 19 Artikel für ebenfalls 600 Euro und sandte viermal Waren zurück.

Im Februar 2016 erhielt der Kunde eine E-Mail von Amazon. Darin hieß es: "In den letzten Monaten haben Sie jedoch eine außergewöhnlich hohe Anzahl der bestellten Artikel wieder an uns zurückgesendet." Diese könne darauf hindeuten, dass Kunden mit dem Einkauf unzufrieden seien, weshalb der Konzern um Feedback zu den Gründen für die Rücksendungen bat.

Eine ausführliche Antwort wurde bei Amazon offenbar nicht registriert, denn einige Zeit später folgte eine weitere E-Mail: "Da Sie weiterhin eine außergewöhnlich hohe Anzahl Ihrer bestellten Artikel zurückschicken, sind Sie offenbar nicht mit unserem Angebot zufrieden. Leider haben Sie uns bisher nicht über die Gründe hierfür informiert." Bleibe das "derzeitige Retourenverhalten so außergewöhnlich wie bisher", ohne dass eine Begründung mitgeteilt werde, bittet Amazon um Verständnis, dass "wir uns das Recht vorbehalten, Ihr Amazon.de-Konto zu schließen. Über eine Schließung würden Sie per E-Mail informiert." Derzeit seien Bestellungen über das Konto noch möglich.

Amazon kommentierte den Bericht auf Anfrage von Golem.de nicht.

Amazon darf das, aber in Grenzen

Der IT-Anwalt Christian Solmecke hatte Golem.de zu ähnlichen Fällen im Jahr 2013 erklärt, dass auch beim Onlineshopping der Grundsatz der Privatautonomie gelte. Damit kann Amazon selbst entscheiden, mit welchen Kunden Verträge abgeschlossen werden.

Andererseits dürfe Kunden, die von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machten, nicht ohne weiteres das Konto gesperrt werden, selbst wenn sie übermäßig viele Artikel zurückschickten. "Dies hätte sonst eine Aushöhlung des gesetzlichen Widerrufsrechts zur Folge. So könnten Kunden aus Sorge vor Sperrung des Accounts von der Rücksendung von Artikeln abgehalten werden, obwohl ihnen dieses Recht gesetzlich zusteht. Eine solche Situation würde nicht dem Willen des Gesetzgebers entsprechen."

Zu berücksichtigen sei jedoch, dass Amazon über das gesetzliche Widerrufsrecht hinaus freiwillig ein weitergehendes Rückgaberecht einräume. So dürften Artikel im Rahmen der sogenannten Rücksendegarantie innerhalb von 30 Tagen zurückgeschickt werden.

Golem.de bittet seine Leser, die von Kontensperrungen betroffen sind, uns Informationen dazu zuzusenden. Wir behandeln dies auf Wunsch streng vertraulich.



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Gravensberger 08. Jul 2017

Hier ist auch mal ein Beispiel: "Doch dass auch ganz normale Kunden gesperrt werden...

Gravensberger 08. Jul 2017

"Re: Keine Begründung Autor: Chris77 29.06.16 - 12:13 Es gibt auch Kunden, die mehrere...

Gravensberger 08. Jul 2017

Ja, es ist sind meist Elektroartikel, die teurer sind so ab 200 Euro. Die 1...

SusanneW 24. Jul 2016

Amazon ist meiner Meinung nach total neben der Spur. Selbst findet Amazon sich...

tribal-sunrise 02. Jul 2016

Wie esquilax auch schon geschrieben hat. So einfach ist es bei Kamera mit...


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