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Onlinehändler: Notebooksbilliger.de entlässt Chef mit sofortiger Wirkung

Der Chef von Notebooksbilliger.de, Oliver Ahrens, muss das Unternehmen verlassen. Die missglückte Fusion mit Medimax soll jedoch nicht der Grund für die Entlassung sein.
/ Achim Sawall
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Filiale von Notebooksbilliger.de (Bild: Notebooksbilliger.de)
Filiale von Notebooksbilliger.de Bild: Notebooksbilliger.de

Notebooksbilliger.de hat Firmenchef Oliver Ahrens mit sofortiger Wirkung abgelöst. Wie das Unternehmen bekannt gab(öffnet im neuen Fenster), wird Finanzchef Oliver Hellmold den Posten übernehmen. Haupteigner und Vorstandsmitglied Arnd von Wedemeyer und Einkaufsvorstand Daniel Oharek übernehmen zugleich im Vorstand die strategischen Einkaufsbeziehungen, habe der Aufsichtsrat entschieden.

Die Trennung erfolge aufgrund "unterschiedlicher strategischer Vorstellungen", sagte Marketing-Chef Zoltan Maklary dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster). Die missglückte Fusion mit Medimax sei jedoch nicht der Grund für die Personalentscheidung. Ahrens Kündigung bedeute keinen Strategieschwenk, sagte Maklary. Notebooksbilliger.de beabsichtige auch in Zukunft, jährlich drei bis vier Filialen unter eigenem Namen zu eröffnen und so stationär zu wachsen.

Fusion war offenbar wenig durchdacht

Notebooksbilliger.de hatte im September 2018 die Gründung einer Holding mit dem Händler Medimax angekündigt, um sein stationäres Geschäft erheblich zu erweitern. Notebooksbilliger.de verkauft vor allem Elektronik, Medimax vertreibt Unterhaltungselektronik, Mobilfunkprodukte und auch Haushaltsgeräte. Mit der Fusion sollten dominierende Elektronikfachhändler wie Mediamarkt-Saturn, Euronics und Expert angegriffen werden.

Jedoch erfolgte bereits wenige Wochen später die Absage: Die Unternehmensmentalitäten seien einfach zu unterschiedlich, als dass eine Kooperation sinnvoll umsetzbar wäre. Daher werde das Vorhaben nicht weiter verfolgt.

Seit dem Jahr 2012 ist die Medimax-Mutter Electronic Partner Anteilsinhaber bei Notebooksbilliger.de. Gegenwärtig hat der Onlinehändler nach eigenen Angaben 900 Beschäftigte.


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