Abo
  • Services:
Anzeige
Holiday Check gewinnt vor dem Bundesgerichtshof.
Holiday Check gewinnt vor dem Bundesgerichtshof. (Bild: Screenshot Golem.de)

Onlinebewertungen: Portal muss negative Beiträge nicht vorab inhaltlich prüfen

Holiday Check gewinnt vor dem Bundesgerichtshof.
Holiday Check gewinnt vor dem Bundesgerichtshof. (Bild: Screenshot Golem.de)

Onlinebewertungen müssen von den Betreibern nicht vor der Veröffentlichung inhaltlich geprüft werden. Ein Hostel wollte das erreichen, ist damit aber vor dem Bundesgerichtshof gescheitert.

Anzeige

Onlinebewertungen können einen erheblichen Einfluss auf das Kauf- oder Bestellverhalten des Kunden haben. Dennoch müssen die Betreiber von Online-Bewertungsportalen schlechte Kritiken in der Regel nicht vorab inhaltlich prüfen, entschied der Bundesgerichtshof. Die Richter wiesen die Klage von Betreibern eines Hostels in Berlin-Mitte ab, die das Onlinereisebüro Holiday Check verklagt hatten (Az.: I ZR 94/13).

Negative Bewertung wurde nachträglich entfernt

Grund war eine negative Bewertung auf Holiday Check. In einer im Juli 2010 veröffentlichten Bewertung hatte ein Nutzer behauptet, im Hotel seien Bettwanzen gewesen. Das soll falsch gewesen sein und Holiday Check entfernte die Bewertung nach einer Abmahnung.

Das Hostel wollte jedoch erreichen, dass derartige Einträge erst gar nicht online erscheinen und die Plattformbetreiber schlechte Anmerkungen vor dem Einstellen genauer prüfen. Dem erteilte der Bundesgerichtshof eine Absage: Eine inhaltliche Prüfung vorab sei nicht zumutbar, hieß es. Für schlechte Kritiken hafte ein Plattformbetreiber daher erst, wenn diese Rechte verletzten, er das wisse und sie dennoch nicht beseitige.

Hostel-Anwalt sieht hochgradig gefährliches Geschäftsmodell

Nach Ansicht des Anwalts des Hostels stellen Plattformen wie Holiday Check ein "hochgradig gefährliches Geschäftsmodell" mit besonderen Prüfungspflichten dar. Das sah das Gericht nicht so.

Die für die Internetseite abgegebenen Bewertungen werden vom Betreiber vor ihrer Freischaltung durch eine Software vorab auf Beleidigungen, Schmähkritik oder Eigenbewertungen anderer Hotelbetreiber geprüft. Ausgefilterte Bewertungen werden von Mitarbeitern noch einmal geprüft. Es findet danach keine Kontrolle statt, ob der Inhalt richtig ist. Aus den Bewertungen errechnet das Portal für das jeweilige Hotel eine Durchschnittsbewertung.

Internetkritiken spiegelten aber nur einen kleinen Ausschnitt der Kundenmeinungen wider, hatte der Anwalt des Hostels argumentiert. Außerdem sei die Missbrauchsgefahr immens: Rachsüchtige Kunden und deren Freunde, Konkurrenzunternehmen - niemand wisse, was an einer Bewertung wirklich dran sei. Die Betriebe müssten jedoch mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Nachteilen leben.


eye home zur Startseite
berritorre 24. Mär 2015

Du schreibst einmal so, dann wieder was anderes, zumdem alles sehr wirr. Da wird es...

crazypsycho 21. Mär 2015

Es ist ein Unding das die Bewertungsportale überhaupt gezwungen werden können einzelne...

Kleba 21. Mär 2015

In der Regel erkennt man solche "dumm-dreisten"-Bewertungen aber am Schreibstil oder...

genussge 20. Mär 2015

Wichtig ist es sich nicht auf ein Portal zu verlassen sondern, nach Möglichkeit, mehrere...

Anonymer Nutzer 20. Mär 2015

"Die Betriebe müssten jedoch mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Nachteilen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TAIFUN Software AG, Raum Bayern
  2. IKEA IT Germany GmbH, Hofheim-Diedenbergen
  3. M-net Telekommunikations GmbH, München
  4. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. ab 453,17€

Folgen Sie uns
       


  1. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  2. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  3. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  4. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  5. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  6. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  7. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa

  8. Kabel und DSL

    Vodafone gewinnt 100.000 neue Festnetzkunden

  9. New Technologies Group

    Intel macht Wearables-Sparte dicht

  10. Elektromobilität

    Staatliche Finanzhilfen elektrisieren Norwegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Handyortung: Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
Handyortung
Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
  1. Bundestrojaner BKA will bald Messengerdienste hacken können
  2. Bundestrojaner Österreich will Staatshackern Wohnungseinbrüche erlauben
  3. Staatstrojaner Finfishers Schnüffelsoftware ist noch nicht einsatzbereit

48-Volt-Systeme: Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
48-Volt-Systeme
Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
  1. Elektromobilität Shell stellt Ladesäulen an Tankstellen auf
  2. Ifo-Studie Autoindustrie durch Verbrennungsmotorverbot in Gefahr
  3. Mobilität Elektroautos deutscher Start-ups fordern Autobauer heraus

Anwendungen für Quantencomputer: Der Spuk in Ihrem Computer
Anwendungen für Quantencomputer
Der Spuk in Ihrem Computer
  1. Quantencomputer Ein Forscher in den unergründlichen Weiten des Hilbertraums
  2. Quantenprogrammierung "Die physikalische Welt kann kreativer sein als wir selbst"
  3. Quantenoptik Vom Batman-Fan zum Quantenphysiker

  1. Artikelfehler: Synchro und iOS Spielstände

    MaxZeigert | 06:54

  2. Re: "mehr Rätsel als in bisherigen Teilen"

    My1 | 06:29

  3. Re: Globalisierung ist schon toll

    sofries | 03:25

  4. Re: Total verrückt

    Proctrap | 02:35

  5. Re: vergleich gegen Guetzli?

    ad (Golem.de) | 02:29


  1. 16:55

  2. 16:33

  3. 16:10

  4. 15:56

  5. 15:21

  6. 14:10

  7. 14:00

  8. 12:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel