Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Kunde von Base soll von Bankbetrügern um 10.000 Euro erleichtert worden sein.
Ein Kunde von Base soll von Bankbetrügern um 10.000 Euro erleichtert worden sein. (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Onlinebanking: Neue Betrugsmasche betrifft offenbar auch Telefónica

Ein Kunde von Base soll von Bankbetrügern um 10.000 Euro erleichtert worden sein.
Ein Kunde von Base soll von Bankbetrügern um 10.000 Euro erleichtert worden sein. (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Nicht nur Kunden der Deutschen Telekom sind von neuen Betrügereien beim Onlinebanking betroffen. In einem weiteren Fall liefen die Transaktionen über einen Zahlungsdienstleister.

Anzeige

Von den jüngst bekanntgewordenen Betrugsfällen beim Online-Banking mit dem mTAN-Verfahren sind offenbar nicht nur Kunden der Deutschen Telekom betroffen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, dass Betrüger bei einem Kunden des Mobilfunkanbieters Telefónica mehr als 10.000 Euro abgebucht hätten. Die Buchungen seien dabei über den Finanzdienstleister Transact gelaufen. Das bei München ansässige Unternehmen bietet Dienstleistungen rund um Geldautomaten an, mit Epay aber auch aufladbares Mobilfunkguthaben, Debitkarten mit Prepaid-Guthaben, Cyberwallets, Geschenkkarten und Guthaben für digitale Musik, beispielsweise für iTunes von Apple.

Inwieweit dabei das Verfahren mit SMS-TANs eine Rolle spielte, konnte das Unternehmen auf Nachfrage von Golem.de zunächst nicht erklären. Der Süddeutschen Zeitung zufolge handelt es sich bei dem Betroffenen um einen 74 Jahre alten Rentner, der den Tarif "Base" von E-Plus genutzt habe. E-Plus wurde inzwischen von Telefónica übernommen. Das Unternehmen habe dem Sohn des Rentners die Auskunft gegeben, dass im Base-Shop am Frankfurter Flughafen eine zweite Sim-Karte für ihn freigeschaltet worden sei. Im Shop selbst wolle man eine solche Freischaltung nicht registriert haben. Telefónica betonte laut SZ, dass der Fall anders gelagert sei als jene bei der Telekom, habe sich aber nicht weiter dazu äußern wollen.

Betrüger geben sich als Händler aus

Auch in diesem Fall mussten die Betrüger wohl zunächst den Computer des Bankkunden ausspionieren, um an dessen Online-Konto und dessen Handy-Nummer zu gelangen. Anschließend besorgten sie sich eine zweite Sim-Karte für die Nummer des Kunden, um die SMS mit den mTAN-Nummern abfangen zu können.

Nach früheren Betrugswellen hatten die Mobilfunkanbieter Möglichkeiten erschwert, eine neue Sim-Karte zu bekommen. So müssen Kunden einen Personalausweis vorlegen, wenn sie in einem Shop eine neue Karte verlangen. Per Telefon sei ein vorher festgelegtes Passwort nötig. Um diese Schritte zu umgehen, geben sich die Betrüger nun offenbar gegenüber den Mobilfunkunternehmen als Mitarbeiter eines Mobilfunk-Shops aus. Sie melden den angeblichen Verlust der Sim-Karte eines Kunden und teilten mit, eine Ersatz-Karte aktivieren zu wollen. Die Telekom hat nach eigenen Angaben inzwischen ihre Maßnahmen zur Händleridentifikation verschärft.

Anwalt empfiehlt Nutzung alter Handys

Aber damit lässt sich das mTAN-Verfahren immer noch nicht als sicher bezeichnen. Denn die Betrüger haben daneben die Möglichkeit, das Smartphone des Benutzers zu hacken, um auf diese Weise die Tan-Nummern abzugreifen. Der Kölner Anwalt für IT-Recht, Christian Solmecke, empfiehlt daher: "Um wirklich sicher zu sein, müsste das mTAN-Verfahren am besten nur mit einem alten Mobiltelefon verwendet werden, welches weder fähig ist, Drittprogramme zu installieren, noch generell auf das Internet zugreifen kann."

Problematisch für den Kunden könnte es werden, wenn ihm die Bank fahrlässiges Handeln vorwerfen könne. Ob dieses bereits angenommen werden könne, wenn der Computer des Kunden keine aktuelle Virensoftware aufweise, sei "noch nicht höchstrichterlich geklärt und nach derartigen Vorfällen ein großer Streitpunkt zwischen der Bank und dem Kunden".


eye home zur Startseite
Youssarian 26. Okt 2015

Tun sie nicht. Aber darum geht es ja nicht, sondern darum, dass sich die Verbrecher bei...

robinx999 22. Okt 2015

Kommt drauf an wenn man die SIM noch hat und es nur um einen SIM Karten Tausch geht...

Salzbretzel 22. Okt 2015

Es sollte nur mit Legitimationspapiere gehen. Soweit die Anordnung. Der Händler muss...

Scorcher24 22. Okt 2015

Ich habe eben Klarmobil angerufen und eine Nachricht im Account hinterlegen lassen, dass...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ERWIN HYMER GROUP AG & Co. KG, Bad Waldsee
  2. Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach bei Düsseldorf
  3. Nash Direct GmbH, Köln
  4. Robert Bosch GmbH, Abstatt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 19,99€
  3. ab 129,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Google Wifi im Test

    Google mischt mit im Mesh

  2. United-Internet-Übernahme

    Drillisch will weg von Billigangeboten

  3. Video

    Facebook will teure und "saubere" Serien

  4. Wegen Wanna Cry

    Australische Polizei nimmt Strafen gegen Raser zurück

  5. Gaming-Bildschirme

    Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

  6. Umfrage

    Frauen in Startups werden häufig sexuell belästigt

  7. Mobile-Games-Auslese

    Ninjas, Pyramiden und epische kleine Kämpfe

  8. APS-C

    Tamron stellt 18-400-mm-Objektiv vor

  9. Dateien

    iOS-Dateimanager erhält Zugriff auf weitere Clouddienste

  10. Lucidcam

    3D-Kamera mit 180-Grad-Sicht kommt in den Handel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Five im Test: Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen
Oneplus Five im Test
Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen

Amateur-Hörspiele: Drei Fragezeichen, TKKG - und jetzt komm' ich!
Amateur-Hörspiele
Drei Fragezeichen, TKKG - und jetzt komm' ich!
  1. Internet Lädt noch
  2. NetzDG EU-Kommission will Hate-Speech-Gesetz nicht stoppen
  3. Equal Rating Innovation Challenge Mozilla will indische Dörfer ins Netz holen

Mieten bei Ottonow und Media Markt: Miet mich!
Mieten bei Ottonow und Media Markt
Miet mich!
  1. Prime Reading Amazon startet dritte Lese-Flatrate in Deutschland
  2. Elektronikkonzern Toshiba kann Geschäftsbericht nicht vorlegen
  3. Übernahmen Extreme Networks will eine Branchengröße werden

  1. Re: 18 ... 400 mm

    Der Spatz | 12:20

  2. Re: Daten durchballern ohne Ende!

    Karstelengro | 12:19

  3. Re: Besser Flipper und Daktari wiederholen

    FABRIK7 | 12:17

  4. Re: Sofort verbieten

    Karstelengro | 12:15

  5. Re: Zielgruppe?

    FABRIK7 | 12:14


  1. 12:04

  2. 12:03

  3. 11:30

  4. 11:10

  5. 10:50

  6. 10:31

  7. 09:00

  8. 07:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel