Online-Shopping und Videostreaming: Amazon macht Prime-Abo teurer

Mit der Preiserhöhung des Prime-Abos durch Amazon steigen automatisch auch die Gebühren für die Nutzung von Prime Video.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon macht das Prime-Abo teurer.
Amazon macht das Prime-Abo teurer. (Bild: Marco Bertorello/AFP/Getty Images)

Wie erwartet, hat Amazon eine Preiserhöhung für das Prime-Abo bekanntgegeben. Die Preiserhöhung gilt ab dem 15. September 2022. Künftig kostet das Prime-Abo bei monatlicher Zahlungsweise 8,99 Euro, bisher waren es 7,99 Euro pro Monat. Das Jahresabo für Prime steigt im Preis von 69 Euro auf 89,90 Euro.

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Im Vergleich zur monatlichen Zahlung sparen Prime-Abonnenten bei der jährlichen Abrechnung knapp 18 Euro. Bisher lag die Ersparnis im Vergleich zur monatlichen Abrechnung bei knapp 27 Euro. Wer noch kein Prime-Abo gebucht hat, kann dieses 30 Tage kostenlos ausprobieren. Neukunden erhalten das Abo noch zu den bisherigen Preisen, wer also das Jahresabo vor dem 15. September 2022 bucht, erhält es zum niedriegeren Preis.

Für Studenten, Personen in der Ausbildung und Kunden, die eine Befreiung von der Rundfunkgebühr haben, erhöhen sich die Preise für Prime ebenfalls. Weiterhin gilt, dass diese Kundengruppe einen Rabatt von 50 Prozent auf die Prime-Gebühren erhält. Prime Student kostet somit künftig 4,49 Euro pro Monat statt bisher 3,99 Euro monatlich. Der Preis für das Jahresabo steigt von 34 Euro auf 44,95 Euro. Im Laufe des Tages will Amazon Prime-Abonnenten über die bevorstehende Preiserhöhung informieren. Golem.de liegt bereits eine entsprechende E-Mail vor.

Amazon begründet Preiserhöhung mit Inflation

Die Preiserhöhung erfolgt in "Anbetracht von generellen und wesentlichen Kostenänderungen aufgrund von Inflation, die auf von uns nicht beeinflussbaren äußeren Umständen beruhen", sagte eine Amazon-Sprecherin Golem.de. "Prime bietet das Beste aus Shopping und Unterhaltung. Wir erweitern stets unser Sortiment an Produkten, die mit unbegrenzter Prime-Lieferung schnell und bequem nach Hause geliefert werden können."

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In verfügbaren Gebieten biete Amazon mit Prime die ultraschnelle Lieferung frischer Lebensmittel. Zudem wolle Amazon diesen Dienst weiter verbessern. Das gleiche gelte für "unser Angebot qualitativ hochwertiger digitaler Unterhaltung in den Bereichen TV, Film, Musik, Gaming und Büchern". "Wir werden kontinuierlich daran arbeiten, unseren Prime-Mitgliedern ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten", sagte eine Amazon-Sprecherin. Außer in Deutschland werden die Preise für das Prime-Abo auch in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien erhöht.

Das gehört zum Prime-Abo

Die vorherige Preiserhöhung für Prime erfolgte durch Amazon in Deutschland Ende 2016. Damals wurde eine monatliche Bezahlung für das Prime-Abo eingeführt, das es zuvor nur als Jahrestarif gegeben hatte. Amazon macht keine Angaben dazu, wie viele Kunden in Deutschland ein Prime-Abo abgeschlossen haben.

Mit der Preiserhöhung bleibt der Leistungsumfang des Prime-Abos unverändert. Amazon bewirbt das Abo vor allem damit, dass für viele Bestellungen keine Versandkosten anfallen, auch wenn diese unterhalb eines Wertes von 29 Euro liegen. Solche Bestellungen haben im Amazon-Sortiment eine Prime-Markierung. Außerdem werden diese Bestellungen vorrangig behandelt und sollen meist spätestens am nächsten Tag geliefert werden. Wer kein Prime-Abo hat, muss möglicherweise einen Tag länger auf die Lieferung warten.

Prime-Kunden erhalten eine halbe Stunde früher Zugang zu Blitzangeboten und in einigen Großstädten respektive Ballungsgebieten gibt es für ausgewählte Artikel eine kostenlose Lieferung noch am selben Tag.

Prime Video ist bei Amazon Prime dabei

Im Prime-Abo ist weiterhin das Videostramingabo Prime Video enthalten. Amazon konkurriert in diesem Segment gegen Konkurrenzdienste wie Disney+, Netflix und Wow. Bei Buchung des Abos kann eine Auswahl an Filmen und Serien geschaut werden, ohne dass dafür weitere Gebühren anfallen. Anders als etwa bei Netflix oder Disney+ sind in der App von Prime Video auch Leih- und Kauftitel zu finden.

Auf den meisten Geräten werden die Inhalte innerhalb des Prime-Abos mit einer Prime-Banderole markiert. Das gilt allerdings nicht für Amazons Fire-TV-Produkte, nachdem Amazon die Prime-Markierung im Herbst 2016 entfernt hatte.

Zum Prime-Abo gehört auch das eingeschränkte Musikstreamingabo Prime Music, das zwei Millionen Songs umfasst, während das Musikstreamingabo Amazon Music Unlimited eine Auswahl von 90 Millionen Musikstücken liefert. Ferner gehört Prime Reading zum Prime-Abo, um kostenlos auf eine wechselnde Auswahl an E-Books, E-Magazinen oder E-Comics zugreifen zu können. Diese sind vor allem auf den Konsum mit Kindle-E-Book-Readern oder der passenden Kindle-App zugeschnitten. Mit Prime Photo gibt es unbegrenzten Cloud-Speicher für Fotos sowie 5 GByte Cloud-Speicher für Videos.

Nachtrag vom 26. Juli 2022, 6:45 Uhr

Golem.de liegt bereits eine E-Mail von Amazon vor, in der Prime-Abonnenten auf die bevorstehende Preiserhöhung hingewiesen werden. Wir haben das im Artikel entsprechend ergänzt.

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Celsi 01. Aug 2022 / Themenstart

Nicht so sehr, aber auch wegen der Preiserhöhung von diesen Gierlappen. Oder der...

Kilpikonna 29. Jul 2022 / Themenstart

Und dazu krieg ich noch die 47-fache Menge an unpassenden Artikeln vorgeschlagen...

Clown 29. Jul 2022 / Themenstart

Ist das das übliche Geseier, dass jede noch so kleine (aber notwendige) Einschränkung...

blitzbirne 28. Jul 2022 / Themenstart

Dazu muss man im Verhältnis die enormen Kosten in Deutschland für Energie, Sprit, CO2...

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