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Online Payment Platform: Ebay Kleinanzeigen führt erstmals eine Bezahlfunktion ein

Die bisherige Unsicherheit beim Bezahlen bei Ebay Kleinanzeigen wird massiv reduziert. Doch das kostet eine Gebühr.
/ Achim Sawall
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Bezahlen konnte man bisher nicht absichern. (Bild: Ebay Kleinanzeigen)
Bezahlen konnte man bisher nicht absichern. Bild: Ebay Kleinanzeigen

Der Onlinemarkt Ebay Kleinanzeigen führt eine Bezahlfunktion ein. Das gab das Unternehmen am 29. Oktober 2020 bekannt. Für die Sicher-bezahlen-Funktion verlangt der Betreiber eine Gebühr in Abhängigkeit von der vereinbarten Kaufsumme, die der Käufer bezahlen muss. Die Höhe wird vom Betreiber bisher nicht angegeben.

Verkäufer müssen den Artikel dazu mit Nachweis versichert an den Käufer schicken. Bisher sind in dem kostenlosen Ebay-Kleinanzeigenmarkt Barzahlungen bei Abholung der Ware im Haushalt des Verkäufers üblich. Ein Versand wird oft nur auf Nachfrage angeboten. Wer sich etwa gebrauchte Designer-Stühle aus Detmold bestellt, muss Vorkasse leisten und läuft Gefahr, dass die Ware nicht geliefert wird. Golem.de hat bei Käufen über die Plattform seine Waren bisher immer erhalten.

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnte am 28. Oktober vor Kriminellen, die mit Betrugsmaschen versuchen, Privatverkäufer bei Transportkosten finanziell zu schädigen. Der Verkäufer soll Speditionskosten mit Transferwise an ein angebliches Transportunternehmen im Ausland schicken.

Die neue Bezahlfunktion wird von der niederländischen Online Payment Platform (OPP) bereitgestellt. Sie bietet Zahlungsabwicklung für Plattformen und Marktplätze an. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Delft wurde 2012 gegründet und ermöglicht Zahlungen für rund 170 Plattformen in Europa. Marktplaats, das niederländische Schwesterportal von Ebay Kleinanzeigen, nutzt seit dem Jahr 2017 OPP als Partner für Zahlungsabwicklung und Käuferschutz.

Als Zahlungsmethoden stehen neben der klassischen Überweisung auch Sofort-Überweisung sowie die Zahlung per Kreditkarte zur Verfügung. Paypal gibt es nicht. Die neue Funktion ist zunächst nur in den Kategorien Spielzeug, Handy & Telefon sowie PCs und Notebooks verfügbar und soll schrittweise auf weitere Kategorien ausgeweitet werden. Zum Start können nur Artikel mit einem Angebotspreis bis zu 1.000 Euro abgesichert werden.

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Ebay hatte im Juli 2020 sein Online-Kleinanzeigengeschäft für 9,2 Milliarden US-Dollar an den norwegischen Konkurrenten Adevinta verkauft. Zur Ebay Classifieds Group gehört in Deutschland auch der Automarkt Mobile.de. Ebay finanziert die für den Nutzer kostenlosen Kleinanzeigen über Google-Adsense-Werbung und kostenpflichtige Zusatzangebote wie bessere Platzierungen und Hervorhebungen.

Weitere Marken von Ebay Classifieds sind Kijiji, das in Kanada und Italien betrieben wird – Kijiji ist Swahili für Dorf und wird Ki dschi dschi ausgesprochen – und Gumtree, das in Australien, Südafrika und Großbritannien aktiv ist. Bilbasen und Dba sind digitale Marktplätze in Dänemark, Marktplaats bietet Kleinanzeigen in den Niederlanden. In Belgien betreibt Ebay die Marken 2dehands und 2ememain. Zudem gibt es in Mexiko die Plattform Vivanuncios und in Argentinien den Kleinanzeigenmarkt Alamaula.


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