Online-Modehändler: Zalando duldet laut mehreren Beschäftigten Rassismus

Beschäftigte und Ehemalige werfen dem Modehändler Zalando Rassismus vor. Das Unternehmen kündigt eine interne Untersuchung an.

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Zalando: Der Konzern sitzt mitten in Berlin.
Zalando: Der Konzern sitzt mitten in Berlin. (Bild: Zalando)

Bei dem Online-Modehändler Zalando wird laut mehreren internen Kritikern Rassismus geduldet. Das berichtet Business Insider unter Berufung auf den ehemaligen Zalando-Art-Director Fernando Torres und weitere Zalando-Beschäftigte. Torres hatte bei Instagram kritisiert, dass Zalando sich dort gegen Rassismus ausspreche, aber weiterhin eine rassistische Model-Bookerin beschäftige.

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Sie habe Torres, der für Herrenmode zuständig war, gesagt: "Es gibt zu viele schwarze Models auf der Webseite." Doch tatsächlich habe es deutlich mehr weiße Modelle gegeben. Die gleiche Bookerin habe auch den Hautton der Models mit "Milchschokolade" und "dunkler Schokolade" verglichen. Als Torres sich bei seinem Manager beschwert habe, sei ihm gesagt worden: "Sie benimmt sich einfach deutsch." Ein versprochenes Gespräch mit der Personalabteilung habe nie stattgefunden.

Es gebe viele, die den offensichtlichen Rassismus in der Modebranche kritisierten. "Zalando ist da nicht der einzige Ort, wo ich das erlebt habe, aber definitiv der schlimmste und das Unternehmen, das mich ernsthaft das Vertrauen in die Modebranche verlieren ließ", erklärte Torres bei Instagram.

Die Bookerin sei in den Studios bekannt für ihre rassistischen Aussagen, was auch die Studioführung wisse, sagte Torres Business Insider. Sie habe sich auch geweigert, nicht-weiße Zalando-Beschäftigte zu grüßen und sei regelmäßig mit geschmacklosen bis offen rassistischen Witzen und Kommentaren über Menschen anderer Hautfarbe aufgefallen, sagen zahlreiche Ex-Beschäftigte laut Business Insider.

Weitere ehemalige Zalado-Beschäftigte berichtet von Rassismus

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Bei Instagram erklärte Zalando, dieses Verhalten sei inakzeptabel. "Wir nehmen das, was Sie gesagt haben, sehr ernst, und können bestätigen, dass wir eine interne Untersuchung der Vorwürfe eingeleitet haben und geeignete Maßnahmen ergreifen werden." Zudem gibt es eine offizielle Unternehmensstellungnahme, die sich gegen Rassismus ausspricht und Beispiele für Diversität bei Zalando nennt, das Problem im Unternehmen aber ausblendet: "70 Prozent der Models, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten, haben einen diversen Hintergrund. Schon ein Blick auf unsere Webseite macht das deutlich."

Update vom 10. August 2020

Golem.de hatte in dem Bericht auch einige Aussagen von Businessinsider zitiert. In der Folge hat Zalando dies beanstandet, weil der Bericht angeblich "unwahre Tatsachen beinhalte, die nicht zitiert und weiterverbreitet werden dürften." Wir haben die Aussagen daraufhin ohne Anerkennung einer Rechtspflicht vorerst entfernt.

Das Unternehmen nahm auf mehrfache Anfrage von Golem.de nicht zu den Vorwürfen Stellung. Wie Golem.de aus dem Unternehmen erfahren hat, nimmt Zalando die Vorwürfe, die geäußert wurden, aber durchaus sehr ernst und hat unverzüglich interne Untersuchungen unter der Leitung des Compliance-Teams eingeleitet.

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Anonymer Nutzer 12. Jun 2020

Nicht nur das... Im Thread "Mal unabhängig" wurde kommentarlos einfach die hälfte...

Dwalinn 12. Jun 2020

Am besten mit einem HTML Farbcode. Nichts ist wertschätzender als eine schöne Nummer

Rut+Burger 12. Jun 2020

Genau. Und wenn der Arbeitgeber sagt, dass man als internationales Unternehmen keinen...

Rut+Burger 12. Jun 2020

Ja. Die ganzen Menschen die hier auf sowas reagieren und direkt den Untergang des...



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