Online-Marktplatz: FBI nimmt Betreiber von Silk Road 2.0 fest

Die US-Behörden haben auch Version 2.0 des Online-Marktplatzes Silk Road dicht gemacht. Betreiber Blake "Defcon" Benthall wurde festgenommen.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Das FBI nahm den Online-Marktplatz Silk Road 2.0 vom Netz.
Das FBI nahm den Online-Marktplatz Silk Road 2.0 vom Netz. (Bild: Screenshot)

Rund ein Jahr nachdem die US-Behörden Silk Road 1.0 geschlossen und Gründer Ross Ulbricht festgenommen haben, ist nun auch mit Version 2.0 Schluss. Am Mittwoch schaltete das FBI den kriminellen Onlinemarktplatz ab und nahm Betreiber Blake Benthall fest, wie die US-Bundesbehörde am Donnerstag mitteilte.

Stellenmarkt
  1. Business Process Engineer (w/m/d)
    ZDF Studios GmbH, Mainz
  2. IT Inhouse Consultant (m/w/d) Collaboration
    MTU Aero Engines AG, München
Detailsuche

Benthall wurde demnach in San Francisco festgenommen und am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Laut Anklage hatte Benthall versucht, Silk Road in nahezu identischer Weise wiederaufleben zu lassen. "Lassen Sie uns eines deutlich machen: Diese Silk Road ist der direkte Weg ins Gefängnis", sagte Staatsanwalt Preet Bharara. Der Onlinemarktplatz wird vor allem für den Handel mit illegalen Waffen und Drogen verwendet und war zwischenzeitlich der beliebteste Umschlagsplatz im Netz.

Wer auch immer versuche, in die Fußstapfen von bekannten Cyberkriminellen zu treten, müsse verstehen, "dass wir entsprechende Seiten so oft schließen, wie wir eben müssen. Wir werden nicht müde werden", sagte Bharara.

Vorwurf des Drogenhandels und der Geldwäsche

Vor rund einem Jahr hatten die US-Behörden den Betreiber der ersten Version von Silk Road, Ross Ulbricht, festgenommen und die Seite vom Netz genommen. Benthall droht nun unter anderem eine Verurteilung wegen Beteiligung am Medikamentenschmuggel, Computerhacking, Dokumentenfälschung und Geldwäsche. Sollte er in allen Punkten schuldig gesprochen werden, droht Benthall eine Haftstrafe von bis zu 50 Jahren.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, hunderte Kilogramm an Drogen an hunderttausende von Käufern vertrieben zu haben. Zur Zeit der Festnahme sollen sich die Bitcoin-Verkäufe auf mehr als acht Millionen US-Dollar im Monat belaufen haben.

Nach Angaben der Behörden war Silk Road 2.0 zunächst von einem Mitverschwörer von Ulbricht mit dem Nickname Dread Pirate Roberts gestartet worden. Denselben Namen hatte bereits Ulbricht verwendet. Im Dezember 2013 übernahm dann Benthall unter dem Namen Defcon die Leitung der Seite. Seitdem sei er unter anderem verantwortlich gewesen für die Infrastruktur, den Code sowie die Geschäftsbedingungen für Käufer und Verkäufer.

Benthall arbeitete unter anderem für Spacex

Laut seinem Linkedin-Profil arbeitete Benthall zuletzt als "Web construction worker" für den in San Francisco ansässigen Incubator Codespike. Zuvor hatte Benthall als Software-Ingenieur auch bei Elon Musks Raumfahrtfirma Spacex gearbeitet.

Das FBI soll laut Anklage bereits vor November vergangenen Jahres mindestens einen Undercovermitarbeiter in das Team von Silk Road eingeschleust haben. Im Mai war es den Ermittlern gelungen, die ausländischen Server ausfindig zu machen, auf denen die Webseite gehostet wurde, obwohl die Betreiber die genaue Lage mit Hilfe der Tor-Software versteckt hatten. Darauf sollen sich Informationen befunden haben, mit denen Benthall schließlich identifiziert werden konnte.

Wired berichtete am Donnerstag, dass bei der FBI-Operation auch zwei weitere Seiten vom Netz genommen worden seien. Um welche Webseiten es sich genau handelt, ist noch unklar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Teslas auf Behörden- und Firmengelände
Wächtermodus steht unter Beobachtung

Die Berliner Polizei wollte Teslas den Zugang zu ihren Liegenschaften verwehren. Wie machen es andere Behörden oder auch Unternehmen? Wir haben nachgefragt.
Eine Recherche von Werner Pluta

Teslas auf Behörden- und Firmengelände: Wächtermodus steht unter Beobachtung
Artikel
  1. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

  2. Apple Macbook Pro mit über 370 Euro Rabatt bei Amazon
     
    Apple Macbook Pro mit über 370 Euro Rabatt bei Amazon

    Zurzeit sind bei Amazon verschiedene Versionen des Macbook Pro sowie des Macbook Air günstig zu Sonderkonditionen erhältlich.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /