Online Enzyklopädie: Große Tech-Unternehmen sollen für Wikipedia bezahlen

Sprachassistenten, Suchmaschinen oder Kartenanbieter nutzen alle Wikipedia. Mit einer Enterprise API sollen diese nun dafür bezahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Große Unternehmen sollen künftig für ihre Wikipedia-Nutzung  bezahlen.
Große Unternehmen sollen künftig für ihre Wikipedia-Nutzung bezahlen. (Bild: Jonatan Svensson Glad (Josve05a)/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Wikimedia Foundation startet ein extrem ambitioniertes Projekt, das die Finanzierung der Online-Enzyklopädie Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte künftig komplett anders aufstellen könnte: eine Enterprise-API. Diese soll einerseits die maschinelle Wieder- und Weiterverwendung von Inhalten der Enzyklopädie durch große Unternehmen vereinfachen. Anderseits sollen die Unternehmen dann auch für die Nutzung der API zahlen. Damit will die Wikimedia Foundation eigenen Angaben zufolge nicht nur die Entwicklung der API selbst finanzieren, sondern auch einen zweiten Einkommensweg zusätzlich zu den bisherigen Spenden aufbauen.

Stellenmarkt
  1. Senior Projektleiter (w/m/d)
    BAS Kundenservice GmbH & Co. KG, Berlin
  2. Business Developer "Connected Car" (w/m/d)
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
Detailsuche

Den Beteiligten ist dabei durchaus klar, dass diese niemanden zwingen können, die neue Enterprise-API zu benutzen. Immerhin sollen die freie Verfügbarkeit und Nutzung der Wikipedia-Inhalte wie bisher auch aufrechterhalten werden. Und diese werden ja auch schon jetzt von Unternehmen für ihre Angebote genutzt. Die neu zu erstellende API soll aber besonders auf die Bedürfnisse großer Unternehmen zugeschnitten sein und einen besseren Zugang zu den Inhalten bieten, um diese maschinell zu verarbeiten.

Als konkrete Beispiele, auf die sich das Team bezieht, zählen die Beteiligten etwa die Kacheln mit Informationen aus der Wikipedia auf, die in Suchmaschinen neben anderen Ergebnissen gezeigt werden. Hinzu kommen die Nutzung in digitalen Sprachassistenten wie Siri und Alexa, die mit Informationen aus der Wikipedia auf Fragen der Nutzer antworten oder auch Kartenanbieter, die Wikipedia-Inhalte in integrieren.

All sei natürlich im Sinne der angestrebten Weiterverbreitung der Inhalte. Bisher müssten Unternehmen dafür aber oft eigene Teams anstellen, die dann intern entsprechende Werkzeuge für die Unternehmensdienste erstellen. Die nun geplante Enterprise-API soll das bestenfalls überflüssig machen und die Unternehmen damit zum Wechsel auf das neue Angebot bewegen.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.12.2022, virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Konkret geplant sind vorerst Schnittstellen für einen komprimierten vollständigen Daten-Export, der täglich den kompletten Textkorpus der Wikipedia aktualisiert. Hinzu kommen sollen Echtzeit-APIs zum Zugriff auf die eigentliche Text-Inhalte sowie ein HTTP-Push-Stream für die Veränderungen. Im Vergleich zu den bisher verfügbaren APIs soll die Enterprise-API vor allem eine Hochverfügbarkeit bieten und komplett auf Rate-Limiting verzichten. Das Enterprise-Angebot soll künftig ebenfalls weiter ausgebaut werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


neocron 18. Mär 2021

nur dass du das "in ihrer jetzigen Form" nun hier dazuspinnst ... genau diese...

freebyte 17. Mär 2021

Der "Medienschaffende Nachwuchs" in DE ist überwiegend Grün-Links, das sollte sich...

Schattenwerk 17. Mär 2021

Nein, ich meine z.B. Google ;)

kayozz 17. Mär 2021

Deshalb: Als Enterprise Kunde wäre doch eine denkbare API eventgesteuert, so dass bei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesarbeitsgericht
Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten zwingend erfassen

Das vollständige Urteil des BAG zur Arbeitszeiterfassung liegt nun vor. Diese muss zwingend erfolgen, aber nicht unbedingt elektronisch.

Bundesarbeitsgericht: Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten zwingend erfassen
Artikel
  1. Cyberkriminalität: Jeder vierte Jugendliche ist ein Internettroll
    Cyberkriminalität
    Jeder vierte Jugendliche ist ein Internettroll

    Einer Umfrage zufolge ist bedenkliches bis illegales Verhalten von Jugendlichen im Internet zur Normalität geworden. In Deutschland ist der Anteil sehr hoch.

  2. I am Jesus Christ angespielt: Der Jesus-Simulator lässt uns vom Glauben abfallen
    I am Jesus Christ angespielt
    Der Jesus-Simulator lässt uns vom Glauben abfallen

    Kein Scherz, keine geplante Gotteslästerung: In I am Jesus Christ treten wir als Heiland an. Golem.de hat den kostenlosen Prolog ausprobiert.
    Von Peter Steinlechner

  3. ChatGPT: Der geniale Bösewicht-Chatbot mit Stackoverflow-Bann
    ChatGPT
    Der geniale Bösewicht-Chatbot mit Stackoverflow-Bann

    ChatGPT scheint zu gut, um wahr zu sein. Der Chatbot wird von Nutzern an die (legalen) Grenzen getrieben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • NBB: Samsung Odyssey G5 WQHD/165 Hz 203,89€ u. Odyssey G9 49"/DQHD/240Hz 849,90€ • ViewSonic VX3258 WQHD/144 Hz 229,90€ • Elgato Cam Link Pro 146,89€ • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€ • Alternate: Tt eSPORTS Ventus X Plus 31,98€ • 4x Philips Hue White Ambiance 49,99€ [Werbung]
    •  /