Abo
  • Services:

Online-Banking: Number26 lässt Kunden im Login-Bereich intensiv tracken

Die Login-Seiten von Banken sind für Nutzer besonders sensible Bereiche. Manche Banken schrecken aber nicht davor zurück, ihre Kunden dort durch Drittanbieter tracken zu lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Startup N26 lässt die Nutzerdaten umfangreich analysieren.
Das Startup N26 lässt die Nutzerdaten umfangreich analysieren. (Bild: N26.com)

Das Fintech-Startup Number26 (neuerdings N26) lässt seine Kunden auch im Login-Bereich durch mehrere Drittanbieter tracken. Das ergab eine Untersuchung durch die Browser-Erweiterung Cliqz, bei der mehrere deutsche Banken auf ihr Nutzertracking hin geprüft wurden. Demnach erlaubt Number26 Javascripts oder Tracking-Pixel mehrerer Dritter wie Facebook, Google (Doubleclick, Analytics), Amazon (Cloudfront) oder TrackJS. Die übrigen untersuchten deutschen Banken sind hingegen meist wesentlich zurückhaltender.

Stellenmarkt
  1. MT AG, Großraum Düsseldorf-Köln-Dortmund
  2. FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main

Die Studie ist alles andere als repräsentativ, da nur zwölf Banken getestet wurden. Immerhin fünf von ihnen geben bei einem typischen Online-Banking-Vorgang keinerlei Daten an Dritte weiter. Dazu gehören die Hypo-Vereinsbank, die Postbank, die Stadtsparkasse München, die DAB-Bank und die Volksbank Mittelhessen. Nach erfolgtem Login erlauben zudem die Commerzbank, Comdirect, Ing-Diba und die Deutsche Bank kein Tracking. Die Consorsbank und Number26 binden im Login-Bereich über Javascript zudem ein Widget für den Chat-Support ein. Die DKB wiederum zeigt ein Sicherheitssiegel von Verisign an, das über JavaScript eines Drittanbieters auf die Seite geladen wird.

Vermehrtes Tracking nach Logout

Vor dem Login lassen Comdirect und die DKB die Kunden mit einem Pixel der Anbieter Adform beziehungsweise Webtrekk tracken. Diese setzen der Untersuchung zufolge Cookies sowie Browser-Fingerprinting ein, um Nutzer zu verfolgen. Nach dem Logout erlauben zudem die Commerzbank sowie die Ing-Diba ein solches Tracking. Die DKB habe gleich mehrere Tracking-Pixel von Google, Advertising.com, Adition, MathTag, Eyeota, Turn, Semasio, Webtrekk und Netzeffekt in ihrer Logout-Seite eingebunden.

Nach Darstellung der Studie setzen die Banken solche Tracking-Verfahren ein, "um zu verhindern, dass die Bank Neukunden-Werbung an bereits bestehende Kunden schickt, oder um zu ermitteln, wie viele Neukunden eine bestimmte Werbekampagne generiert". Die Chat-Support-Systeme von Drittanbietern erlaubten es den Banken, ihren Online-Support auszulagern.

Gefahr durch Javascript und Fingerprinting

Für Nutzer bestehe dabei die Gefahr, dass durch die Einbindung von Drittanbietern die Angriffsfläche vergrößert werde. Über kompromittierte Javascript-Anwendungen könnten sich Angreifer "Zugriff auf tausende Bankkonten verschaffen". Aus Datenschutzgründen sei es bedenklich, wenn Drittanbieter über Browser-Fingerprinting genaue Nutzerprofile erstellen könnten. Wenn das Tracking während der eingeloggten Sitzung erfolge, könnten sich sogar Informationen über den Finanzstatus des Nutzers ableiten lassen. "Wir möchten darauf hinweisen, dass wir nicht glauben, dass die Daten für derartige Zwecke genutzt werden - die technischen Mittel, die eingesetzt werden, würden den Drittanbietern aber die Möglichkeit dazu geben", heißt es in der Studie.

Bedenklich sei zudem, dass große Tracking-Anbieter wie Google oder Facebook über eine Reichweite von teilweise mehr als 40 Prozent der besuchten Webseiten verfügten. Selbst bei einer Reichweite von nur einem Prozent könnten solche Dienste umfangreiche Nutzerprofile erstellen. Dies könne durch den Einsatz von Anti-Tracking-Tools verhindert werden.

N26 analysiert App-Nutzung im Detail

N26 weist in seiner Datenschutzerklärung auf die umfangreiche Einbindung von Drittanbietern hin. Neben den bereits genannten Firmen nutzt N26 zudem die Dienste von Twitter, Adjust, Snowplow, Livechat und Crashlytics. Adjust sammelt beispielsweise Installierungs- und Event-Daten für die Nutzung der Apps. Mit Hilfe von Crashlytics lassen sich Systemabstürze und Fehler in den Apps verfolgen. Snowplow wiederum analysiert das Navigationsverhalten der mobilen Nutzer.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Jetzt für 150 EUR kaufen und 75 EUR sparen
  2. (u. a. 4 Blu-rays für 20€, 2 TV-Serien für 20€)

M.P. 12. Aug 2016

Das letzte Mal habe ich das gemacht, als ich mit InterRail-Ticket und Rucksack in...

Spawn182 05. Aug 2016

Komisch, wenn ich in meinen Supermarkt gehe und vor mir 5 Leute habe, die alle ihr...

LaLeLu2016 05. Aug 2016

Ich hab ihn mir heute auch installiert und finde ihn echt nicht schlecht. Was mich...

SeppKrautinger 04. Aug 2016

R.I.P. Chip. Ich habs früher frequent genutzt, aber seitdem Installer, den Clickbait...

foo01 04. Aug 2016

Alle Logins sind gleich, nur manche sind gleicher!


Folgen Sie uns
       


Tolino Shine 3 - Hands on

Der Shine 3 ist der neue E-Book-Reader der Tolino-Allianz. Das neue Modell bietet einen kapazitiven Touchscreen und erhält die Möglichkeit, die Farbtemperatur des Displaylichts zu verändern. Der Shine 3 ist für 120 Euro verfügbar.

Tolino Shine 3 - Hands on Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

    •  /