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Onimusha im Test: Samurai trifft Slapstick

Katana plus Krümelmonster: Onimusha – Way of the Sword von Capcom verbindet Humor mit toller Grafik und einem anspruchsvollen Kampfsystem.
/ Peter Steinlechner
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Szene aus Onimusha - Way of the Sword (Bild: Bild: Capcom / Screenshot: Gole)
Szene aus Onimusha - Way of the Sword Bild: Bild: Capcom / Screenshot: Gole
Inhalt
  1. Onimusha im Test: Samurai trifft Slapstick
  2. Onimusha – Way of the Sword: Verfügbarkeit und Fazit

Wir haben in unserem Leben als Spieleheld schon Tausende Monster erledigt. Aber warum haben die eigentlich ständig etwas gegen uns? In Onimusha – Way of the Sword verplappert sich endlich eines: "Ich wollte doch nur ein Menschlein fressen", jammert die hungrige Kreatur. Wenig später fällt sie auseinander. Der Länge nach, sauber durch die Mitte.

Miyamoto Musashi kämpft sich im Japan der frühen Edo-Zeit durch Horden von Dämonen, die sogenannten Genma. Seine Aufgabe nimmt der legendäre Samurai durchaus ernst, den Wahnsinn um ihn herum dagegen weniger.

Als ihm eine mysteriöse Frau einen magischen Oni-Handschuh überlässt, nennt Musashi sie fortan konsequent "Handschuh-Dame" – was diese gar nicht lustig findet. Noch schräger sind viele Gegner. Der schon angesprochene Daidara etwa ist ein gewaltiger Dämon, der im Wesentlichen aus Bauch, Beinen und unstillbarem Hunger besteht: ein Krümelmonster aus der Hölle.

Überhaupt reden die Genma erstaunlich viel. Sie beschimpfen uns, jammern und liefern sich absurde Wortwechsel mit Musashi. Der kontert gerne passend flapsig. "Du kommst auf den Grill, Schweinebacke", gehört noch zu seinen harmloseren Ansagen.

Das funktioniert, weil Onimusha trotzdem keine reine Comedy ist. Die Geschichte bleibt ein ernsthaftes Fantasy-Samurai-Abenteuer, erlaubt sich zwischendurch aber wunderbar alberne Momente.

Musashi selbst ist ein ausgesprochen sympathischer Held: selbstbewusst, manchmal großmäulig, aber weit entfernt vom schweigsamen Schwertkämpfer, der nur bedeutungsschwer in die Ferne blickt.

Trotz aller Albernheiten: Onimusha bietet ein komplexes Kampfsystem. Wir schlagen leicht oder schwer zu, blocken, weichen aus und parieren. Besonders wichtig ist Issen, eine traditionelle Mechanik der Reihe.

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Dabei schlagen wir im letzten Moment in einen gegnerischen Angriff hinein und kontern ihn mit einem extrem mächtigen Treffer. Das Timing ist enger und riskanter als bei einer normalen Parade.

Dazu kommt die Widerstandskraft der Gegner. Mit bestimmten Angriffen bringen wir Genma aus dem Gleichgewicht und schaffen Gelegenheiten für besonders heftige Treffer. Über den Oni-Handschuh sammeln wir außerdem die Seelen besiegter Feinde ein.

Onimusha führt diese Mechaniken schrittweise ein. Dadurch bleibt das Kampfsystem trotz seiner zahlreichen Möglichkeiten verständlich und wächst gemeinsam mit unseren Fähigkeiten. Nach einigen Stunden kämpfen wir erheblich vielseitiger als zu Beginn, ohne Kombolisten auswendig lernen zu müssen.

Musashi bleibt außerdem nicht bei seinem Katana. Im Laufe der Kampagne bekommen wir weitere Waffen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Spezialangriffen. Reichweite, Geschwindigkeit und Wirkung unterscheiden sich deutlich genug, dass ein Wechsel mehr bedeutet als nur andere Schadenswerte.

Dazu kommen neue Techniken und Verbesserungen für Musashi. Die Progression bleibt dabei angenehm überschaubar. Onimusha ist kein Rollenspiel, in dem wir nach jedem Kampf fünf neue Schwerter miteinander vergleichen oder Prozentwerte optimieren.


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