Onimusha – Way of the Sword: Verfügbarkeit und Fazit
Neue Gegnertypen und Fähigkeiten verändern unsere Vorgehensweise, und auch nach vielen Stunden entdecken wir noch effektivere Kombinationen. Vor allem verhindert das Spiel, dass sich sein zunächst spektakuläres Kampfsystem schon nach wenigen Stunden abnutzt.
Onimusha ist kein Souls-like. Auf den beiden von uns ausprobierten Schwierigkeitsstufen stellen normale Genma meist kaum ein Hindernis dar. Selbst größere Gruppen zerlegen wir mit etwas Erfahrung ziemlich mühelos. Viele der ausgefeilten Techniken können wir einsetzen, müssen es aber nicht.
Bei den Bossen sieht das anders aus. Sie werden im Verlauf deutlich komplexer und fordernder. Attacken sind schwieriger zu lesen, Zeitfenster zum Kontern werden kleiner und Fehler stärker bestraft. Spätestens hier müssen wir zeigen, dass wir Paraden, Issen und die übrigen Mechaniken tatsächlich beherrschen.
Technisch zeigt sich Capcoms(öffnet im neuen Fenster) RE Engine von ihrer besten Seite. Besonders die Umgebungen sehen fantastisch aus. Wir laufen durch Tempelanlagen, verwinkelte Straßen und Wälder, später auch durch zunehmend fantastische Dämonenwelten.
Auch Figuren und Animationen sind aufwendig. Gerade Musashis Gesichtsausdrücke tragen viel zum Humor bei. Die Genma wiederum dürfen bewusst grotesk sein und gehören mit ihren teilweise völlig absurden Körperformen zu den optischen Höhepunkten.
Way of the Sword ist sehr linear und führt uns in 15 bis 20 Stunden von Schauplatz zu Schauplatz. Kleinere Abzweigungen, versteckte Gegenstände und gelegentliche Rätsel sorgen für etwas Abwechslung, umfangreiche Erkundung gibt es nicht.
Die Rätsel bleiben überwiegend simpel. Sie unterbrechen vor allem die Kämpfe und sorgen für kurze Ruhephasen, ohne den Spielfluss ernsthaft aufzuhalten. Auch optionale Inhalte spielen gegenüber der eigentlichen Kampagne eine eher kleine Rolle.
Onimusha – Way of the Sword erscheint am 4. September 2026 für Windows-PC (Steam, Epic Games Store und Microsoft Store), Xbox Series X/S und Playstation 5 für 70 Euro. Es gibt keinen Multiplayer und keine Mikrotransaktionen. Die deutsche Sprachausgabe ist sehr gut, von der USK hat der Titel eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.
Fazit
Uns überzeugt Onimusha – Way of the Sword vor allem dort, wo es darauf ankommt: Das Katana kracht mit herrlicher Wucht in die Genma, während hinter dem Spektakel ein komplexes Kampfsystem aus Paraden, Issen, verschiedenen Waffen und Spezialfähigkeiten steckt.
Normale Gegner könnten mehr Gegenwehr leisten, dafür werden die Bosse zunehmend anspruchsvoll. Vor allem macht die Action auch nach vielen Stunden noch Spaß.
Fast noch mehr überrascht uns der Humor. Miyamoto Musashi ist ein sympathischer Held, seine Handschuh-Dame eine passende Gegenfigur und einige Genma könnten aus einer ziemlich blutigen Muppet Show stammen. Dass ausgerechnet die Monster regelmäßig für unsere liebsten Dialoge sorgen, hatten wir vor dem Test nicht erwartet.
- Anzeige Hier geht es zu Onimusha - Way of the Sword bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.