Abo
  • IT-Karriere:

Oneweb: Airbus will Kleinsatelliten vermarkten

Eine große Konstellation aus kleinen Satelliten: Airbus arbeitet mit dem US-Unternehmen Oneweb am Satelliteninternet. Der Chef der Airbus-Raumfahrtsparte sieht zudem weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Kleinsatelliten. Für die interessiert sich unter anderem die Darpa.

Artikel veröffentlicht am ,
Kommunikationssatellit von Oneweb
Kommunikationssatellit von Oneweb (Bild: Oneweb)

Vor zwei Monaten wurden die ersten sechs Satelliten des US-Unternehmens Oneweb ins All geschossen. Airbus baut die Satelliten, die schnelle Internetzugänge überall auf der Erde ermöglichen sollen. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern sieht aber noch sehr viel mehr Einsatzmöglichkeiten.

Stellenmarkt
  1. Schaltbau GmbH, München
  2. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim

"Es gibt mögliche Anwendungen, über die wir noch gar nicht richtig nachgedacht haben", sagte Nicolas Chamussy, Chef der Raumfahrtsparte Airbus Space Systems, der Wirtschaftszeitung Handelsblatt. "Heute sehen wir wohl erst ein Zehntel dessen, was möglich sein wird." Eine Möglichkeit sei die Erfassung von Wetterdaten: "Für Meteorologen beispielsweise wäre es ein Traum, über eine Konstellation von Satelliten zu verfügen, die permanent rund um den Globus klimarelevante Daten erfasst."

Die Satelliten sind deutlich kleiner und leichter als bisherige Kommunikationssatelliten. Ein Oneweb-Satellit wiegt nur etwa 150 Kilogramm - das ist etwa halb so schwer wie der kleinste aktuelle Kommunikationssatellit. Entsprechend sind sie auch günstiger: Einer der Kleinsatelliten kostet eine Million Euro, herkömmliche Satelliten sind deutlich teurer.

Chamussy sieht darin aber keine Konkurrenz zu Airbus' übrigem Satellitengeschäft: "Es geht hier eher um eine Ergänzung sehr leistungsfähiger, teurer Satelliten, nicht um deren Verdrängung", sagt er. Es gebe auch schon einen Interessenten für Kleinsatelliten, die aus dem Oneweb-Programm abgeleitet seien: die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums.

Da ist es von Vorteil, dass die Satelliten in den USA gefertigt werden. Die Fabrik im US-Bundesstaat Florida nahe dem Startplatz Cape Canaveral ist erst kürzlich fertig geworden. Airbus habe damit "einen Fuß in den USA", sagt Chamussy. "Wir können zwei Produktfamilien anbieten, in den Vereinigten Staaten und in Europa, die jeweils den nationalen Bedingungen entsprechen." Angesichts der aktuellen handelspolitischen Spannungen zwischen der Europäischen Union und der US-Regierung unter Präsident Donald Trump ist das sicher kein Nachteil.

Das US-Unternehmen Oneweb will eine Konstellation für globalen Internetempfang aufbauen. Sie soll aus zunächst 600 Satelliten bestehen, später aber bis auf 900 ausgebaut werden. Um das zu erreichen, wollen Oneweb und Airbus alle drei Wochen eine Ladung Satelliten in den Orbit schießen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  2. ab 369€ + Versand
  3. 349,00€

Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B vorgestellt

Nicht jedem dürften die Änderungen gefallen: Denn zwangsläufig wird auch neues Zubehör fällig.

Raspberry Pi 4B vorgestellt Video aufrufen
Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
    Erasure Coding
    Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

    In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
    Eine Analyse von Oliver Nickel

    1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
    2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

    1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
    2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
    3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

      •  /