Oneplus: Oxygen OS für One-Smartphone macht noch Probleme
Oneplus hat nach einigen Verzögerungen Oxygen OS veröffentlicht. Mit Oxygen OS will der Hersteller ein eigenes Android-ROM entwickeln und sich damit langfristig von Cyanogen lösen. Das One-Smartphone von Oneplus erschien als eines der ersten Geräte serienmäßig mit Cyanogenmod. Im deutschen Markt gibt es derzeit keinen anderen Hersteller, der auf die Android-Variante Cyanogenmod setzt.
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Oxygen OS wird von Oneplus zusammen mit den Machern von Paranoid Android entwickelt. Dazu hat Oneplus einige Entwickler von Paranoid Android übernommen. Die jetzige Version basiert auf Android 5.0.2 alias Lollipop. Das aktuelle Android 5.1 ist noch nicht Bestandteil von Oxygen OS.
Oxygen OS bietet nicht mehr als Cyanogenmod
Oxygen OS bietet drei Besonderheiten, die im Basis-Android fehlen, aber aus Cyanogenmod bereits bekannt sind. Mittels Gesten kann das Gerät aus dem Standby geweckt werden und es gibt anpassbare Schnelleinstellungen. Das One-Smartphone lässt sich mit Gesten aus dem Standby wecken, dabei kann direkt die Kamera oder das Kameralicht aktiviert werden. Zudem lässt sich mit den passenden Gesten der Musikplayer bei abgeschaltetem Display steuern.
Die Schnelleinstellungen von Android 5.0.x lassen sich normalerweise nicht ohne weiteres vom Nutzer verändern. In Oxygen OS kann der Anwender bestimmen, welche Schnelleinstellungen erscheinen und in welcher Reihenfolge sie angezeigt werden. Zudem kann festgelegt werden, ob die Soft-Tasten am Gerät oder Bildschirmtasten verwendet werden.
Oxygen OS macht Probleme
Auf dem Gerät befindet sich gleich ein Dateimanager, der allerdings noch sehr fehleranfällig ist, wie Oneplus selbst betont. Zudem funktioniert das Drucken von Bildern nicht immer reibungslos und wenn mit einem Headset ein Telefonat beendet wird, geht auch das nicht. An einem OTG-Adapter wurden nur Datenträger mit FAT-32-Dateisystem korrekt erkannt. Oneplus machte keine Angaben dazu, wann diese Fehler behoben werden.
Anwender berichten von weiteren Problemen. So soll sich die Akkulaufzeit nach der Installation von Oxygen OS erheblich verkürzt haben und WLAN-Verbindungen waren unverhältnismäßig langsam. Aber auch Probleme bei Nutzung des mobilen Datennetzes kamen vor und auf der Bildschirmtastatur kam es zu unerwünschten Eingaben. All das deutet darauf hin, dass Oneplus Oxygen OS übereilt veröffentlicht hat.
Noch kein bequemer Installationsweg
Der Hersteller selbst betont, dass Oxygen OS nur von Anwendern installiert werden sollten, die mit dem Flashen einer neuen Android-Version vertraut sind. Der Hersteller bietet bislang noch keine deutschsprachige Webseite für Oxygen OS(öffnet im neuen Fenster) an, auch die Installationsanleitung(öffnet im neuen Fenster) liegt nicht in deutscher Sprache vor. Beim Aufspielen von Oxygen OS gehen alle Daten verloren, so dass ein vorheriges Backup empfohlen wird. Oneplus will irgendwann später einmal eine bequemere Installationsmöglichkeit anbieten, nennt aber bislang keine weiteren Details dazu.
Mitte März 2015 versprach Oneplus noch, dass Oxygen OS spätestens am 27. März 2015 erscheinen wird. Auch diesen Termin konnte der Hersteller nicht einhalten, eigentlich sollte das Betriebssystem im Februar 2015 veröffentlicht werden. Nun ist es am Osterwochenende erschienen. Ebenfalls noch im März 2015 sollte ein Update für Cyanogenmod erscheinen, das dann auf Android 5.0 basieren wird. Aber auch diesen Termin konnte Oneplus nicht halten. Es ist damit zu rechnen, dass das Cyanogenmod-Update noch in diesem Monat erscheint.
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