Gutes Display und zwei Frontkameras
Der Bildschirm des Nord misst 6,44 Zoll in der Diagonale und hat eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Wie beim Oneplus 8 unterstützt das Display eine Bildrate von 90 Hz, was zu einer flüssigeren Darstellung von Inhalten führt. 120 Hz gibt es bei Oneplus weiterhin nur beim 8 Pro, angesichts des deutlich niedrigeren Preises sind wir aber mit den 90 Hz beim Nord zufrieden. Ebenfalls positiv stimmen uns die nicht nach unten gebogenen Display-Ränder, die beim Oneplus 8 Pro für unnötige Farbverzerrungen sorgen. Unter dem Display-Glas ist ein Fingerabdrucksensor eingebaut, der in unserem Test schnell und zuverlässig funktioniert.
Wie bei den teureren Oneplus-Modellen können wir auch beim Nord die Farbwiedergabe des Displays einstellen. Verglichen mit dem Oneplus 8 Pro fehlt aber beispielsweise die automatische Anpassung an die Farbtemperatur des Umgebungslichtes. Auch können wir Bewegungen in Videos nicht glätten lassen. Von der Blickwinkelstabilität steht der Bildschirm des Nord dem des 8 Pro in nichts nach, die Farbwiedergabe geht etwas mehr ins Grünliche. Insgesamt ist Oneplus bei seinem neuen Smartphone aber ein gutes Display gelungen.
In der linken oberen Ecke des Bildschirms befinden sich gleich zwei Öffnungen für die duale Frontkamera. Oneplus verbaut im Nord eine 32-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, die durch eine 8-Megapixel-Superweitwinkelkamera unterstützt wird. Mit der bekommen wir mehr vom Hintergrund oder auch mehrere Personen aufs Bild. Die Bildqualität ist bei beiden Kameras gut, die Hauptkamera macht schärfere Aufnahmen.
Vierfachkamera auf der Rückseite
Auf der Rückseite ist eine Vierfachkamera verbaut. Das Kameramodul ist wie bei Smartphones von Huawei und Xiaomi in der linken oberen Ecke der Rückseite eingepasst. Beim Oneplus 8 und 8 Pro ist das Modul in der Mitte der Rückseite verbaut - auch hier geht es wieder um einen sichtbaren Unterschied zwischen den Baureihen. Die Hauptkamera verwendet wie die im Oneplus 8 Sonys IMX586-Bildsensor, der 48 Megapixel hat. Zusätzlich gibt es eine Superweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln, eine Makrokamera mit 2 Megapixeln und einen Tiefensensor mit 5 Megapixeln.
Damit ähnelt die Kamera der des Oneplus 8, dort kommt allerdings kein extra Tiefensensor zum Einsatz und die Superweitwinkelkamera hat eine doppelt so hohe Auflösung. Ein Teleobjektiv wie das Oneplus 8 Pro hat das Nord nicht. Die Hauptkamera macht bei Tageslicht gut belichtete Aufnahmen, die Farben und die Sättigung sind natürlich.
Im direkten Vergleich zum Nord macht Oneplus' aktuelles Top-Modell etwas schärfere Bilder, die in den Schatten ein wenig besser belichtet sind und weniger Artefakte aufweisen. Die Bildqualität ist beim Nord aber immer noch hoch, die Schärfe geht absolut in Ordnung. Uns gefällt die Farbwiedergabe beim Nord sogar besser als beim 8 Pro. Die Schärfe lässt sich verbessern, wenn wir Bilder mit den vollen 48 Megapixeln machen - im Standardmodus macht das Nord wie die Oneplus-8-Geräte Bilder mit 12 Megapixeln.
Bei Aufnahmen mit der Superweitwinkelkamera nimmt die Schärfe der Bilder ab, was angesichts der geringeren Auflösung zu erwarten war. Die Verzerrungen halten sich in Grenzen, die Belichtung und die Farbwiedergabe bleiben gut. Da das Nord kein optisches Tele hat, können wir nur einen digitalen Zoom verwenden. Bereits bei zweifacher Vergrößerung ist die Bildqualität schlechter als die der Teleaufnahmen, die wir mit dem Oneplus 8 Pro gemacht haben - auch dies ist nicht verwunderlich. Brauchbar sind die Aufnahmen aber durchaus. Für eine Niete halten wir das Makro-Objektiv: Die Auflösung des Sensors ist mit 2 Megapixeln viel zu gering, mehr als Schnappschüsse sind nicht drin.
Oneplus hat im Gespräch mit Golem.de darauf verwiesen, dass die Kamera eine derjenigen Funktionen beim Nord sei, die die Kundschaft überzeugen muss. Unser Eindruck der Kamera ist gut: Die Bilder sind ausreichend scharf, haben einen guten Weißabgleich und eine natürliche Sättigung. Im direkten Vergleich merkt man Unterschiede etwa zur Kamera des Onelplus 8 Pro, die nicht nur etwas schärfere Bilder macht, sondern dank eines Teleobjektivs auch vielseitiger ist. Angesichts der Preisklasse des Nord halten wir die Ausstattung aber für gut, trotz der weniger guten Makrokamera und vor allem auch in Betrachtung des Gesamtpakets an Hardware.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Oneplus Nord im Test: Oneplus' starker Vorstoß in mittlere Preisregionen | Snapdragon 765G mit eingebautem 5G-Modem |










Also ich gebe dann doch lieber den Amis meine Daten, als den Chinesen. Nicht dass einer...
Klar ist OnePlus Software noch besser. Nur wurde es hier so dargestellt als sei Xiaomi...
Das Google Pixel 4 non-XL gibt es recht oft für um die 450¤, hat QI, hat eine schnellere...
Keineswegs, wer heute das Nord kauft, wird damit mindestens 2 Jahre keine Probleme...