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Oneget: Paketmanager von Microsoft für Windows 10

Microsoft hat einen Linux-ähnlichen Paketmanager in Windows 10 integriert. Mit Oneget soll sich künftig Software wie VLC oder Chrome per Kommandozeile installieren und aktualisieren lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Paketmanager Oneget wurde in Windows 10 integriert.
Der Paketmanager Oneget wurde in Windows 10 integriert. (Bild: Microsoft)

Mit Oneget hat Microsoft einen Paketmanager für die Kommandozeile in Windows 10 eingefügt. Darüber soll sich künftig Software wie der Mediaplayer VLC oder der Browser Chrome über die Powershell installieren lassen. Oneget funktioniert ähnlich wie die unter Linux gebräuchlichen Paketmanager Apt, Yum oder Zypper. Sie ermöglichen das schnelle Einspielen von Aktualisierungen.

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Bislang ist Oneget ein Kommandozeilenwerkzeug, das in Powershell unter Windows 10 integriert wurde. Für Windows 8 lässt sich Oneget samt Powershell mit dem Windows Management Framework 5.0 Preview installieren und nutzen. Bereits Anfang April 2014 hatte Microsoft-Entwickler Garrett Serack Oneget auf der Entwicklerkonferenz Build vorgestellt. Seitdem wird der Quellcode auf Github gepflegt.

Einfache Updates freier Software

Die Installation erfolgt aktuell über die Kommandozeile. Mit dem Befehl Install-Package -Name VLC lässt sich beispielsweise der Mediaplayer VLC installieren. Oneget lässt sich auch nutzen, um Software wieder zu deinstallieren. Außerdem können Softwarequellen - sogenannte Repositories - mit Oneget verwaltet werden. Besonders Updates lassen sich über Oneget schnell installieren.

Wegen der Softwarequellen dürfte Microsoft die größten Bedenken haben. Denn Nutzer können diese Quellen selbst einrichten, darunter wohl auch solche, die nicht vertrauenswürdig sind. Serack hat eine enge Zusammenarbeit mit der Community versprochen, auch um die Auswahl der Software zu verwalten. Entwickler Rob Reynolds hatte per Twitter eine Kooperation Microsofts mit seinem Projekt Chocolately bekanntgegeben. Chocolately bietet ebenfalls einen Kommandozeilen-Paketmanager für Windows und stellt zudem ein Repository zur Verfügung, über das freie Software zur Installation über den Paketmanager bereitsteht. Eine weitere Hürde dürfte die zusätzliche Verwaltung von Software-Bibliotheken sein, die oftmals in verschiedenen Versionen für Anwendungen benötigt werden. Bei Chocolately erhält jedes Softwarepaket bislang eine einfache XML-Beschreibungsdatei, in der lediglich der Paketname und die Softwarequelle angegeben werden.

Chocolately als Softwarequelle

In einer ersten Version von Oneget war das Repository von Chocolately integriert. Allerdings wurde es in späteren Versionen wieder entfernt. Aktuell lasse sich zwar die Chocolately-Softwarequelle über Oneget wieder einrichten, Software lasse sich jedoch von dort nicht installieren, schreibt Entwickler Chris Hoffman auf der Webseite Howtogeek.

Chocolatelys Installationsclient muss auch mit der Rechteverwaltung unter Windows klarkommen. Die Software installiert sich beispielsweise im Ordner C:\ProgamData\Chocolately, damit sämtliche Nutzer auch mit normalen Rechten die Software nutzen können und gleichzeitig die Angriffsfläche auf die Software selbst reduziert wird. Außerdem nutzt Chocolately die Registry nicht, deshalb fällt auch der Ordner Programme als Installationsziel weg.

Bislang nur portable Software

Über Chocolately lassen sich bislang nur Portable Applikationen installieren, da der Paketmanager keinen Zugriff auf die Registry hat. Deshalb taucht dort installierte Software auch nicht in der Softwareverwaltung der Systemsteuerung von Windows auf. Anwendungen lassen sich daher nur über Chocolately wieder deinstallieren. In dessen Softwarequellen befinden sich aktuell etwa 2.300 Pakete. Derzeit versucht das Projekt über Kickstarter Geld zu sammeln, auch um die Entwicklung einer grafischen Benutzeroberfläche zu finanzieren.

Ob Microsofts Oneget sich auch auf die Installation von portablen Anwendungen beschränken oder sogar einen Zugriff auf den Windows Store erlauben wird, ist noch nicht bekannt. Zumindest sollen die APIs Paketmanagern wie Chocolately Zugriff auf diverse Windows-Funktionen ermöglichen. Möglicherweise wird das API auch die Nutzung grafischer Installationswerkzeuge erlauben.



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double1981 25. Nov 2014

Außerdem, nur mal was zum Nachdenken. Auf meinem Laptop läuft Windows 7 ganz schlecht...

finzl 15. Nov 2014

Machen Apple und Googlelastige Hersteller wie Samsung ja überhaupt nicht. Schwachsinn...

mgh 29. Okt 2014

Ja ne, das ist mir klar :P Ich rede von dem onget oder wie das heisst. ? läuft über gar...

Johnny Cache 28. Okt 2014

Wenn ich etwas aus vorherigen Previews gelernt habe dann daß es bisher noch nie besser...

FoxCore 28. Okt 2014

Du wirst es nicht glauben, aber das gibt's bei Windows, zumindest in der Powershell...


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