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Onedrive: Microsoft zieht doppelte Speicherbelegung zurück

Weiterhin ist offen, was Microsoft damit erreichen wollte. Es gibt Indizien, dass Kunden mit der Onedrive-Änderung in teure Abos gedrängt werden sollten.
/ Ingo Pakalski
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Microsoft setzt die Änderung bei Onedrive doch nicht um. (Bild: Nikolas Kokovlis/Reuters)
Microsoft setzt die Änderung bei Onedrive doch nicht um. Bild: Nikolas Kokovlis/Reuters

"Aufgrund der Rückmeldungen, die wir erhalten haben, haben wir unseren Ansatz angepasst und werden dieses Update nicht mehr verteilen" , heißt es von Microsoft. Offenbar zeigten sich Kunden – wenig überraschend – wenig erfreut von dem Plan. Denn damit wäre der Onedrive-Speicherplatz früher ausgeschöpft. Kunden müssten dann teure Abos buchen, um den nutzbaren Speicherplatz aufzustocken.

In dem aktualisierten Artikel werden die Pläne nicht mehr klar benannt, es heißt nur noch, dass es "eine bevorstehende Aktualisierung unserer Cloudspeicher-Infrastruktur" gebe. Diese werde "zu einer Änderung der Anrechnung von Onedrive-Fotos und Fotoalben auf Ihr gesamtes Cloudspeicher-Kontingent führen" . Weitere Angaben machte das Unternehmen nicht.

Microsoft hält sich bedeckt

Im Zuge der nun nicht mehr geplanten Anpassung für Onedrive sollten Kunden zusätzlichen Speicherplatz bekommen, für den sie für ein Jahr nichts hätten bezahlen müssen. Wie hoch das zusätzliche Speichervolumen sein sollte, gab das Unternehmen nicht bekannt. Nach dem Jahr hätten Kunden die entsprechenden Abokosten hingegen tragen müssen. Auch diese Änderung wird es wohl nicht mehr geben.

Microsoft gab keine Erklärung ab, warum es zu der doppelten Speicherberechnung für Fotos kommen sollte. Alles deutet darauf hin, dass das Unternehmen damit langfristig höhere Einnahmen durch Onedrive-Abonnements erzielen wollte. Denn wenn Kunden den Cloudspeicher schneller füllen, haben sie eher ein Interesse, weiteren Speicherplatz dazuzubuchen.


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