Onedrive: Microsoft zieht doppelte Speicherbelegung zurück

Microsoft macht einen Rückzieher: Eigentlich sollten ab dem 16. Oktober 2023 schrittweise alle Fotos in Alben bei Microsofts Cloudspeicher Onedrive doppelt gezählt werden . Das hatte das Unternehmen Ende August 2023 bekannt gegeben.
Dieser Plan wird aufgegeben, berichtet Dr. Windows(öffnet im neuen Fenster) und bezieht sich dabei auf einen Supportartikel von Microsoft(öffnet im neuen Fenster) .
"Aufgrund der Rückmeldungen, die wir erhalten haben, haben wir unseren Ansatz angepasst und werden dieses Update nicht mehr verteilen" , heißt es von Microsoft. Offenbar zeigten sich Kunden – wenig überraschend – wenig erfreut von dem Plan. Denn damit wäre der Onedrive-Speicherplatz früher ausgeschöpft. Kunden müssten dann teure Abos buchen, um den nutzbaren Speicherplatz aufzustocken.
In dem aktualisierten Artikel werden die Pläne nicht mehr klar benannt, es heißt nur noch, dass es "eine bevorstehende Aktualisierung unserer Cloudspeicher-Infrastruktur" gebe. Diese werde "zu einer Änderung der Anrechnung von Onedrive-Fotos und Fotoalben auf Ihr gesamtes Cloudspeicher-Kontingent führen" . Weitere Angaben machte das Unternehmen nicht.
Microsoft hält sich bedeckt
Im Zuge der nun nicht mehr geplanten Anpassung für Onedrive sollten Kunden zusätzlichen Speicherplatz bekommen, für den sie für ein Jahr nichts hätten bezahlen müssen. Wie hoch das zusätzliche Speichervolumen sein sollte, gab das Unternehmen nicht bekannt. Nach dem Jahr hätten Kunden die entsprechenden Abokosten hingegen tragen müssen. Auch diese Änderung wird es wohl nicht mehr geben.
Microsoft gab keine Erklärung ab, warum es zu der doppelten Speicherberechnung für Fotos kommen sollte. Alles deutet darauf hin, dass das Unternehmen damit langfristig höhere Einnahmen durch Onedrive-Abonnements erzielen wollte. Denn wenn Kunden den Cloudspeicher schneller füllen, haben sie eher ein Interesse, weiteren Speicherplatz dazuzubuchen.



