One World Lab: Sicherheitsfirma von Flugzeug-Hacker meldet Insolvenz an
Die IT-Sicherheitsfirma von Chris Roberts, One World Lab, hat in der vergangenen Woche Gläubigerschutz beantragt. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen soll mehr als 720.000 US-Dollar an Schulden angehäuft haben. Ob die wirtschaftlichen Probleme in Verbindung mit Roberts' rechtlichen Problemen stehen, ist nicht bekannt.
Der Laptop und andere Geräte von Roberts waren im April 2015 zwischenzeitlich konfisziert worden , nachdem er während eines Fluges twitterte, dass er mit seinem Rechner Zugriff auf die Bordelektronik nehmen könnte. Scherzhaft fragte er, ob er etwa die Sauerstoffmasken aktivieren solle.
FBI-Durchsuchungsbefehl gegen Roberts
Später war bekanntgeworden, dass das FBI bereits im April 2015 einen Durchsuchungsbefehl(öffnet im neuen Fenster) gegen Roberts beantragt hatte. Darin wird Roberts mit der Aussage zitiert, dass er 15- bis 20-mal Flugzeuge während des Fluges gehackt habe. Zugang zum System will er über ein selbstmanipuliertes Lan-Kabel erlangt haben, das er unter dem Vordersitz angeschlossen hatte. Er gab an, dass er die Triebwerkssteuerung manipuliert habe. Nach Veröffentlichung der Dokumente meinte Roberts, er sei falsch zitiert worden. Außerdem sei er frustriert, weil Firmen wie Boeing seit Jahren nicht auf seine Warnungen reagierten.
Vermutlich als Reaktion auf die Diskussion um die IT-Sicherheit von Flugzeugen hatte die betroffene Fluggesellschaft United Airlines im Mai ein Bug-Bounty-Programm angekündigt . Sicherheitsforscher dürfen jedoch nur nach Lücken im Buchungssystem oder der Webseite suchen – die Flugzeuge selbst sind tabu.
- Anzeige Hier geht es zu Fliegen: Die Geschichte der Luftfahrt bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.