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One Phone: Siemens schafft das Festnetz im Büro ab

Alle Siemens-Beschäftigten mit Firmenhandy werden von dem Konzern gefragt, ob sie auf den Festnetzzugang verzichten wollen. Sie können über eine Maske im Intranet von Siemens auswählen, ob sie noch einen Festnetzanschluss benötigen.
/ Achim Sawall
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Siemens (Bild: Guenter Schiffmann/Bloomberg via Getty Images)
Siemens Bild: Guenter Schiffmann/Bloomberg via Getty Images

Siemens will die Anzahl der Festnetztelefone im Unternehmen drastisch senken. Das berichtet die Zeitung Die Welt(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Recherchen. Beschäftigte werden gefragt, ob sie auf das stationäre Telefon verzichten können. Das Projekt nennt der Industriekonzern One Phone.

Siemens-Sprecher Michael Friedrich hat Golem.de den Bericht betätigt. "Das Programm ist Anfang des Jahres 2016 gestartet und beginnt jetzt auch in den USA und in anderen Ländern. Zielgruppe sind die Mitarbeiter, die zwei Anschlüsse, einen Festnetzzugang und ein Firmenhandy, haben. Sie können über eine Maske im Intranet auswählen, ob sie noch Festnetz brauchen. Das ist jedoch freiwillig und keiner wird gedrängt."

Da dies 50.000 Beschäftigte in Deutschland und weltweit 150.000 betreffe, ergebe sich ein "gewisses Kosteneinsparpotenzial", sagte Friedrich Golem.de auf Anfrage.

Laut dem Bericht der Welt haben sich bislang etwa 20 Prozent der Beschäftigten in Deutschland für einen Verzicht auf die Festnetztelefonie entschieden. Allein daraus ließen sich jährlich mehrere Millionen sparen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Branchenkenner.

Siemens scheitert bei Festnetz und Mobilfunk

Siemens hatte im Jahr 2008 den SHC-Bereich (Siemens Home and Office Communication Devices) verkauft, wo die Schnurlostelefone der Marke Gigaset gebaut wurden. Gigaset kündigte im Jahr 2015 an, auch Smartphones auf den Markt zu bringen. Auf der Ifa 2015 wurden drei Modelle vorgestellt, die alle in China gefertigt werden.

Der taiwanische Benq-Konzern hatte Mitte 2005 das defizitäre Handygeschäft von Siemens übernommen. Mehr als 3.000 Beschäftigte verloren mit der Insolvenz in Deutschland ihren Job.


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