• IT-Karriere:
  • Services:

Onboarding in Coronazeiten: Neu im Job und dann gleich Homeoffice

In der Coronakrise starten neue Mitarbeiter aus der Ferne in ihren Job. Technisch ist das kein Problem, die Kultur kommt virtuell jedoch schwerer an.

Ein Bericht von Manuel Heckel veröffentlicht am
Alle an Bord? Nein? - Onboarding kann in diesen Zeiten eine sehr einsame Sache sein.
Alle an Bord? Nein? - Onboarding kann in diesen Zeiten eine sehr einsame Sache sein. (Bild: Pexels)

Martin Jara wurde zum Einstand mit einer Pizza Vegetariana begrüßt. Er startete Anfang Mai als Vorstandschef bei der Schweizer Versicherung Helvetia - natürlich aus dem Homeoffice. Nach dem ersten Online-Kennenlernen klingelte um 12 Uhr ein Pizzabote an seiner Haustür, berichtet Jara bei Linkedin: "Das nenne ich eine schöne Überraschung."

Inhalt:
  1. Onboarding in Coronazeiten: Neu im Job und dann gleich Homeoffice
  2. Wissen aus dem Wiki

Ungewöhnliche erste Stunden im neuen Job erleben in diesen Tagen Einsteiger und Stellenwechsler auf allen Hierarchieebenen. Ob Chef, ob Teamleiterin, ob Entwickler oder Marketing-Spezialistin: Anstelle der ersten Fahrt ins Büro, etwas aufgeregt, häufig overdressed, klappen viele angehende Angestellte in Homeoffice-Zeiten einfach ihr Laptop am Wohnzimmertisch auf - und sind plötzlich an ihrer neuen Arbeitsstelle.

Das ist eine Herausforderung, für Mitarbeiter wie auch für Unternehmen. Denn in vielen Organisationen hat das sogenannte Onboarding mittlerweile einen hohen Stellenwert. Dort hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Eine gut strukturierte Einführungsphase ist zentral für eine erfolgreiche gemeinsame Arbeit.

91 Prozent der Personalverantwortlichen sind überzeugt, dass durch eine solche Starthilfe die fachliche Integration verbessert und beschleunigt werden kann. Das besagt eine Umfrage des HR-Spezialisten Haufe, der im vergangenen Jahr 616 Experten befragte (hier zugänglich nach kostenloser Registrierung). Sogar 94 Prozent glauben, dass ihre Onboarding-Maßnahmen elementar für die soziale Integration ins neue Unternehmen sind.

Stellenmarkt
  1. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg
  2. Kreis Paderborn, Paderborn

In Coronazeiten müssen Personalverantwortliche und neue Angestellte plötzlich umdenken. Nicht nur das Recruiting wird aktuell zu immer größeren Teilen remote absolviert. Auch das Onboarding muss über die Distanz funktionieren, das gegenseitige Kennenlernen geschieht am Bildschirm. Wer in diesen Tagen bei Unternehmen und Experten nachfragt, der erfährt: Prinzipiell funktioniert das digitale Einarbeiten besser als gedacht - doch der Teufel steckt häufig im Detail.

Die Startphase wird virtuell

Vorteile haben jene Unternehmen, die sich bereits vorher Gedanken über die gemeinsame Startphase gemacht haben. "Grundsätzlich ist das Remote Onboarding gar nicht so anders", sagt Matthias Schleuthner, Gründer der Stellenvermittlungsplattform 4Scotty, "man muss die gleichen Dinge beachten wie zuvor."

Die IT-Beratung Tata Consultancy Services (TCS), die Mitte März weltweit mit fast allen der 400.000 Mitarbeiter ins Homeoffice gegangen ist, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Im April und Mai starteten im deutschen Team jeweils etwa zehn neue Angestellte - von daheim. "Weil wir das Onboarding seit vielen Jahren sehr strukturiert durchführen, war es relativ einfach, es zu digitalisieren", sagt Frank Karcher, Personalchef von TCS in Deutschland und Österreich.

In normalen Zeiten lernen neue Angestellte den Konzern und die Arbeitsweisen an zwei vollgepackten Tagen intensiv kennen. Das findet weiterhin statt, jetzt aber via Microsoft Teams. Laptop und Smartphone erreichen die Einsteiger kurz vor ihrem Start, dann geht es in Slots von 30 bis 45 Minuten durch die TCS-Welt: Wie arbeiten bestimmte Funktionen im Konzern? Wer berichtet an wen? Wie rechnet man Reisekosten ab - wenn denn irgendwann wieder gereist wird?

Das virtuelle Format hat hier sogar Vorteile: Führungskräfte müssen für Seminare nicht zu anderen Standorten reisen, sondern können sich flexibler dazuschalten. "Wir wollen die Mitarbeiter kulturell abholen und die Informationen so vermitteln, dass vom dritten Tag an die Einarbeitung in den Projekten erfolgen kann", gibt Karcher als Ziel aus.

Ähnlich ist Omikron Data Quality vorgegangen. Das Software-Unternehmen mit etwa 160 Mitarbeitern zögerte erst, als der erste Arbeitstag einer neuen Account-Managerin anstand. Und zog den Einstieg dann virtuell durch: Der Schulungsplan kam per Mail, die Teams-Termine via Outlook - und beim ersten unternehmensweiten Meeting nach dem Start der Angestellten wurde sie in großer Runde vorgestellt. "Da haben alle gleichzeitig 'Willkommen' gechattet", erinnert sich Personalchefin Ina Franzke.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Wissen aus dem Wiki 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 14,99€
  3. 9,49€
  4. 7,99€

superdachs 27. Mai 2020

Beschweren würde ich mich da keinesfalls. :D


Folgen Sie uns
       


Canon EOS R5 - Test

Canons spiegellose Vollformatkamera EOS R5 kann Fotos mit 45 Mpx aufnehmen und Videos in 8K - aber Letzteres nur mit Einschränkungen.

Canon EOS R5 - Test Video aufrufen
Bill Gates: Mit Technik gegen die Klimakatastrophe
Bill Gates
Mit Technik gegen die Klimakatastrophe

Bill Gates' Buch über die Bekämpfung des Klimawandels hat Schwächen, es lohnt sich aber trotzdem, dem Microsoft-Gründer zuzuhören.
Eine Rezension von Hanno Böck

  1. Microsoft-Gründer Bill Gates startet Podcast

Surface Duo im Test: Microsoft, bitte bring ein Surface Duo 2!
Surface Duo im Test
Microsoft, bitte bring ein Surface Duo 2!

Microsofts neuer Ausflug in die Smartphone-Welt ist gewagt - das Konzept stimmt aber. Nicht stimmig hingegen sind Software, Hardware und Preis.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Error 1016 Windows-Händler Lizengo ist online nicht mehr erreichbar
  2. Kubernetes Microsofts einfache Cloud-Laufzeitumgebung Dapr wird stabil
  3. Microsoft Surface Duo kostet in Deutschland ab 1.550 Euro

Wissen für ITler: 11 tolle Tech-Podcasts
Wissen für ITler
11 tolle Tech-Podcasts

Die Menge an Tech-Podcasts ist schier unüberschaubar. Wir haben ein paar Empfehlungen, die die Zeit wert sind.
Von Dennis Kogel


      •  /