Omnicloud: Fraunhofer-Institut verschlüsselt Daten für die Cloud

Omnicloud ist eine Verschlüsselungssoftware für das Cloud Computing, die vom Fraunhofer SIT entwickelt wurde: Das System verschlüsselt und verschleiert Daten vor dem Übertragen auf den Internet-Speicher. Außerdem soll sie helfen, Speicherplatz zu sparen.

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Omnicloud: keine Doubletten auf dem Cloud-Speicher
Omnicloud: keine Doubletten auf dem Cloud-Speicher (Bild: Fraunhofer SIT)

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat eine Software entwickelt, mit der Daten verschlüsselt werden, die auf Cloudservern gespeichert werden. Das soll Daten auch dann schützen, wenn der Cloud-Anbieter gehackt wird.

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Omnicloud wird im lokalen Netz auf einem eigenen Server, dem Omnicloud-Gateway, installiert und verschlüsselt die Dateien, bevor diese auf den Cloud-Speicher übertragen werden. Das System nutzt symmetrische Schlüssel, wobei für jede Datei ein eigener verwendet wird. Das Verfahren ist der Advanced Encryption Standard (AES) mit 256 Bit.

Verschlüsseln und verschleiern

Beim Verschlüsseln benennt Omnicloud eine Datei um und entfernt die Dateiendung. Schließlich verschleiert das System bei einem Backup in die Cloud auch noch die Verzeichnisstruktur. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass ein potenzieller Einbrecher, der sich Zugang zu einem Cloud-Speicher verschafft, mit den dort abgelegten Daten nichts anfangen und auch keinen Rückschluss auf ihre Bedeutung oder ihren Inhalt ziehen kann.

Neben der Sicherheit habe Omnicloud auch noch einige praktische Funktionen, erklärt das Fraunhofer SIT. Die Software sorge für einen verringerten Speicherbedarf und helfe damit, Kosten zu reduzieren: Zum einen werden Daten komprimiert, zum anderen verhindert das System, dass Dokumente mehrfach auf dem Cloud-Speicher abgelegt werden.

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Omnicloud arbeitet laut Fraunhofer SIT mit den gängigen Betriebssystemen zusammen. Es kann bei den Speicherdiensten Dropbox, Microsoft Onedrive, Sugarsync, Google Cloudstorage und Amazon S3 eingesetzt werden. Wechselt das Unternehmen den Cloud-Dienst, soll Omnicloud dafür sorgen, dass alle Daten zu dem neuen Anbieter umgezogen werden.

Das Fraunhofer SIT stellt die Version 1.0 von Omnicloud in der kommenden Woche auf der It-sa vor. Die IT-Sicherheitskonferenz findet vom 7. bis 9. Oktober 2014 in Nürnberg statt. Die Software kann direkt über das Darmstädter Institut oder über einen Vertriebspartner lizenziert werden.

Promibilder aus der Cloud geklaut

Verschlüsselung kann Daten im Fall eines Angriffs oder einer Sicherheitslücke schützen: Erst kürzlich waren kompromittierende Bilder verschiedener Prominenter im Netz aufgetaucht, die diese mit dem Smartphone aufgenommen und in Apples iCloud abgelegt hatten.

Einige Cloud-Anbieter stellen ihren Nutzern auch selbst Verschlüsselungssoftware zur Verfügung. Bei dieser ist allerdings Vorsicht geboten: Viele der Anbieter sind US-Unternehmen und die US-Regierung kann sie zwingen, die Software mit einer Hintertür zu versehen. Eine Software eines externen Anbieters dürfte also mehr Schutz bieten.

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zero-knowledge 29. Okt 2014

Das klingt reichlich kompliziert ... Ich hoste seit einiger Zeit mein Cloud-Storage...

Randomguy1991 20. Okt 2014

Da man ja einen eigenen Server braucht, ist das ja nun nicht wirklich was für...

Walfleischesser 02. Okt 2014

ein genau so nutzloser Begriff wie XäälViieeeHH

elgooG 02. Okt 2014

Also im Falle von dem iCloud-Vorfall hätten schon sichere Kennwörter gereicht. Die größte...



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