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Omnicam360: Fraunhofer-Panoramakamera zeigt das ganze Spielfeld

Omnicam ist ein Kamerasystem, das aus zehn Einzelkameras und zehn Spiegeln besteht. Die Kamera liefert einen Rundumblick, etwa von einem Fußballfeld.

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Omnicam360: tragbarer Rundumblick ohne Kalibrierung
Omnicam360: tragbarer Rundumblick ohne Kalibrierung (Bild: Fraunhofer HHI)

Zuschauer sind bei der Übertragung eines Fußballspiels immer auf die Bilder angewiesen, die die Kameras der Fernsehstationen einfangen und die dann von der Regie ausgewählt werden. Künftig soll sich der Zuschauer die Bilder vom Spiel selbst zusammenstellen können. Die Kamera dafür haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, dem Heinrich-Hertz-Institut (HHI) in Berlin, entwickelt.

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Omnicam360 ist eine Panoramakamera, die das ganze Spielfeld im Blick behält. Der Zuschauer kann dadurch an seinem Rechner oder Tablet die Perspektive selbst wählen. Die Omnicam besteht aus zehn Einzelkameras. Sie sind rund um eine zentrale Achse angeordnet und alle nach oben gerichtet.

360-Grad-Blickfeld

Über jeder Kamera befindet sich ein Spiegel. Diese sind so angeordnet, dass sie ein Blickfeld von 360 Grad abdecken. Der vertikale Blickwinkel beträgt etwa 60 Grad. Das System liefert Bilder, die ab einer Entfernung von einem Meter keine Parallaxenfehler aufweisen.

Die Bilder der Kameras überlagern sich jeweils um einige Pixel. Diese Überlappung ist nötig, damit eine Software die verschiedenen Kamerabilder zu einem einzigen montieren kann. Für die Montage reicht nach Angaben des HHI ein leistungsfähiger Standardcomputer. Die Bilder der Kamera können entweder als komplettes Panorama mit einer Auflösung von 10.000 x 2.000 Pixeln ausgegeben werden oder der Zuschauer wählt Ausschnitte aus.

Die Omnicam ist eine Weiterentwicklung, die sich gegenüber dem Vorgänger vor allem durch ihr Gewicht und ihre Größe unterscheidet: Die vorherige Panoramakamera wog 80 Kilogramm und brauchte einen Platz von etwa eineinhalb Quadratmetern. Die neue Omnicam ist etwa so groß wie eine herkömmliche Fernsehkamera und wiegt nur noch rund 15 Kilogramm, kann also auf ein Stativ gesetzt werden.

Weniger Gewicht, keine Kalibrierung

Da die Kameras zudem fest montiert sind, ist die Omnicam praktisch sofort einsatzbereit. Die aufwendige Ausrichtung, die bei einer Panoramaaufzeichnung mit mehreren Kameras nötig ist, entfällt. "Durch den optimierten Aufbau ist es uns gelungen, sowohl auf eine aufwendige Kalibrierung verzichten zu können, als auch die Baugröße drastisch zu verringern", erklärt Projektleiter Christian Weißig. Dadurch hätten sie zudem viel Gewicht einsparen können.

Außer für Sportveranstaltungen eignet sich die Kamera nach Angaben der HHI-Entwickler auch gut für Konzertaufzeichnungen. Die Berliner haben bereits ein Konzert mit drei Kameras gefilmt. Zuschauer können solche Konzerte künftig über eine App verfolgen. Die HHI-Wissenschaftler werden die Omnicam auf der IBC vorstellen. Die Messe findet vom 13. bis 17. September 2013 in Amsterdam statt.



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theonlyone 13. Aug 2013

Meinst du diese pseudo Fischaugen Kameras ? Da ist die optik aber arg verdreht und...

wp (Golem.de) 13. Aug 2013

Das Thema hat uns eben so gut gefallen, dass wir es gleich zwei Mal behandelt haben...


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