OM-D E-M1X: Olympus stellt neue Profi-Systemkamera vor

Schnelle Bildfolge, Stabilisator mit rekordverdächtigem Umfang und demnächst noch Brennweite bis zum Horizont: Olympus' neue Systemkamera OM-D E-M1X richtet sich vor allem an Profis, die im Stadion oder im Urwald fotografieren. Mit neuem Teleobjektiv und Telekonverter kommen sie noch näher an ihre Motive heran.

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Olympus OM-D E-M1X: Autofokus mit KI
Olympus OM-D E-M1X: Autofokus mit KI (Bild: Olympus)

Zum 100. ein neues Spitzenmodell von Olympus: Der japanische Hersteller hat mit der OM-D E-M1X eine spiegellose Systemkamera für Profis vorgestellt. Olympus feiert 2019 sein hundertjähriges Bestehen.

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Mit ihrem Stabilisator eignet sich die Kamera besonders für die Natur- und Sportfotografie: Es handelt sich um einen 5-Achsen-Sync-Stabilisator, für den Olympus mit einen neuen Gyrosensor entwickelt hat. Er ermöglicht es laut Hersteller, bis zu 7,5 Blendenstufen zu kompensieren.

Die Kamera hat einen neuartigen Autofokus (AF): Er verfügt wie die 2016 vorgestellte OM-D E-M1 Mark II über 121 Kreuzsensoren. Allerdings hat Olympus nach eigenen Angaben den Algorithmus verbessert: Eine intelligente Motiverkennungsfunktion erkennt bestimmte Motive, wie etwa Rennwagen, Flugzeuge oder Züge, und fokussiert automatisch auf den besten Bereich. Das soll es dem Fotografen ermöglichen, sich auf die Bildkomposition zu konzentrieren.

Ganz neu ist ein solcher AF auf der Basis von künstlicher Intelligenz nicht: Die Lumix S1, die Panasonic auf der Photokina im vergangenen Jahr vorstellte, hat einen vergleichbaren AF, ebenso das Smartphone Huawei P20 Pro.

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Auffällig ist die Form der Kamera: Sie hat einen Akkuhandgriff, wie er auch an vielen digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) im Profisegment verbaut ist. Wie bei diesen sind auch im Griff der OM-D E-M1X Bedienungselemente für die Aufnahme von Hochformatbildern integriert: Auslöser, Einstellrad und ein Joystick, um die AF-Messfelder zu steuern. Über einen Sperrhebel können diese Bedienungselemente arretiert werden.

Der Griff trägt zum Gewicht bei: Die Kamera wiegt knapp ein Kilogramm, was für eine Systemkamera relativ schwer ist. Allerdings ist das deutlich leichter als eine Profi-DSLR wie die Canon EOS-1D X Mark II, die 1,5 Kilogramm wiegt. Das ist erst einmal noch nicht so viel. Der große Gewichtsvorteil liegt aber in den Objektiven, die deutlich leichter sind als jene für DSLRs.

Die Kamera hat wie die OM-D E-M1 Mark II einen Micro-Four-Third-Sensor mit einer Auflösung von 20,4 Megapixeln. Videos werden mit 4K (4.096 x 2.160 Pixel) aufgezeichnet. Zwei TruPic-VIII-Prozessoren verarbeiten die Bilder. Gespeichert wird auf SD-Karten, die Kamera hat zwei Slots für Speicherkarten. Die Kamera kann bis zu 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

Wie die OM-D E-M1 Mark II verfügt die OM-D E-M1X über den Pro-Capture-Modus, bei dem die Kamera vor der eigentlichen Auslösung schon Bilder aufzeichnet, was praktisch ist bei der Actionfotografie. Auch hat die OM-D E-M1X die High-Res-Shot-Funktion, bei der die Kamera auf ein Stativ gestellt wird und mehrere Bilder zu einem mit einer Auflösung von 80 Megapixeln kombiniert. Neu ist die Funktion des Handheld-High-Res-Shot, bei dem aus der Hand Bilder mit einer Auflösung von 50 Megapixeln ohne Verwacklungen aufgenommen werden können.

Die OM-D E-M1X ist ab Ende Februar 2019 erhältlich. Das Gehäuse kostet 3.000 Euro. Zusammen mit der Kamera hat Olympus noch ein Superzoom und einen Telekonverter angekündigt. Das Objektiv hat einen Brennweitenbereich von 150 bis 400 Millimetern und eine Anfangsblende von f/4,5. Über einen integrierten 1,25fach-Konverter erreicht das Objektiv eine Brennweite von 1.000 Millimetern (Kleinbildäquivalent). Der externe Konverter verdoppelte die Brennweite. In Kombination damit kommt das Telezoom also auf ein Brennweite von 2.000 Millimetern.

Das Objektiv M.Zuiko Digital ED 150-400 mm F4.5 TC1.25x IS PRO soll 2020 auf den Markt kommen, der Telekonverter M.Zuiko Digital 2x MC-20 in Sommer dieses Jahres. Preise hat Olympus noch nicht genannt.

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