Olympische Winterspiele: Südkoreaner wollen Drohnen mit Drohnen jagen

Zuschauer und Sportler bei ein Olympischen Winterspielen 2018 sollen sicher sein vor Drohnenangriffen und -abstürzen: Die südkoreanischen Behörden haben Maßnahmen vorbereitet, um Drohnen, die sich den Sportstätten nähern, zu erfassen und abzuwehren.

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Drohne fängt Drohne: Flugverbotszonen rund um die Sportstätten
Drohne fängt Drohne: Flugverbotszonen rund um die Sportstätten (Bild: MTU)

Keine Gefahr von oben: Die südkoreanischen Behörden befürchten, dass Terroristen Drohnen für Anschläge einsetzen könnten. Zu den Gegenmaßnahmen gehörten unter anderem Drohnen, die gegen verdächtige Drohnen eingesetzt werden.

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Für die Zeit der Spiele sind die Bereiche um die Sportstätten Pyeongchang, Gangneung und Jeongseon zu Flugverbortszonen erklärt worden. Wissenschaftler des Korea Advanced Institute of Science and Technology (Kaist) hätten eigens ein Radar entwickelt, das diese Lufträume überwache, berichtet die südkoreanische Tageszeitung Hankyoreh.

Wissenschaftler entwickeln Anti-Drohnen-Radar

Erfasst das Radar eine Drohne, die unberechtigt in diese Zone eindringt, haben die Sicherheitsbehörden verschiedene Gegenmaßnahmen zur Auswahl: So können sie die Kommunikation zwischen Pilot und Drohne mit Hilfe von Störsendern, die Funkimpulse aussenden, unterbrechen. Das soll die Drohne zum Absturz bringen.

Nachteil ist, dass die abstürzende Drohne Menschen auf dem Boden verletzen kann. Eleganter ist es, die Drohne in der Luft abzufangen. Die zuständige Sicherheitsbehörde, das Pyeongchang Olympics Anti-Terrorism and Safety Headquarters, will dazu ihrerseits Drohnen einsetzen, die die Eindringlinge mit einem Netz abfangen.

Drohnen gehen ins Netz

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Die Tokioter Polizei hat vor einigen Jahren eine solche Drohnenfang-Drohne vorgestellt. Unter deren Rumpf hängt ein 2 x 3 m großes Netz, mit dem eine Drohne eingefangen wird. Effizienter dürfte die Jagddrohne sein, die US-Wissenschaftler entwickelt haben: Sie fängt eine Drohne, indem sie aus etwa 12 m ein Netz per Katapult auf sie abschießt. Es gibt auch Netzwerfer, die vom Boden aus eingesetzt werden.

Für besonders hartnäckige oder dringende Fälle planen die Sicherheitsbehörden schließlich, die Drohne abzuschießen: Sondereinsatzkräfte sollen im Hubschrauber aufsteigen und sie unter Beschuss nehmen.

Kameradrohne verfehlt Skiläufer

Gefahr droht den Sportlern mutmaßlich weniger von Drohnen, die von Terroristen gesteuert werden könnten. Realer dürfte die Gefahr sein, dass ein offiziell eingesetzter Copter sie trifft: Ende 2015 stürzte bei einem Skirennen in Madonna di Campiglio eine Kameradrohne auf die Piste und verfehlte den Österreicher Marcel Hirscher nur um etwa einen Meter.

Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang werden am 10. Februar 2018 eröffnet. Rund eine Million Sportler, Zuschauer und Gäste werden zu dem Ereignis erwartet. Die Eröffnungszeremonie sollen die Staatschefs von 21 Ländern besuchen, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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