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Kinder mit einem OLPC-Laptop in Soweto, Südafrika
Kinder mit einem OLPC-Laptop in Soweto, Südafrika (Bild: STR New/Reuters)

OLPC: Äthiopische Kinder hacken Android ohne Hilfe

Kinder mit einem OLPC-Laptop in Soweto, Südafrika
Kinder mit einem OLPC-Laptop in Soweto, Südafrika (Bild: STR New/Reuters)

Ohne fremde Hilfe ist es mehreren Kindern in entlegenen Dörfern in Äthiopien gelungen, Tablets der OLPC-Initiative zu benutzen. Außerdem fanden sie aber noch heraus, wie sie die zuvor gesperrte Kamera aktivieren können.

Die Stiftung One Laptop per Child (OLPC) hat mehrere Tablets in entlegene Dörfer in Äthiopien gebracht. Sie wollte herausfinden, ob die Kinder auch ohne fremde Hilfe mit den Tablets etwas anfangen können. Innerhalb von fünf Monaten sei es einigen Kindern aber nicht nur gelungen, die Tablets, sondern auch die deaktivierte Kamera zu nutzen, sagte OLPC-Gründer Nicholas Negroponte auf der Emtech-Konferenz 2012.

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Seine Organisation habe die verpackten Tablets in zwei Dörfer gebracht, eines für jedes Kind im Dorf. Beide Dörfer liegen in abgelegenen Gebieten in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba. In beiden leben jeweils etwa 20 Kinder. Es habe keinerlei Anweisungen dazu gegeben und auch niemanden, der den Kindern die Benutzung erklärte.

Xoom-Tablets in entlegenen Dörfern

Es handelte sich um Xoom-Tablets von Motorola mit einem angepassten englischsprachigen Android-Betriebssystem. Zu den beigelegten Anwendungen gehörten unter anderem E-Books, Filme, Cartoons und Bilder sowie ein Alphabet-Tainingsprogramm.

Außerdem lag den Geräten ein solarbetriebenes Aufladegerät bei, für dessen Nutzung die Erwachsenen in den Dörfern geschult wurden. Auf einer SD-Karte war eine Trackingsoftware installiert. Damit wollte die Stiftung überwachen, ob und wie die Tablets genutzt werden. Einmal wöchentlich seien OLPC-Techniker in die Dörfer zurückgekehrt und hätten die dort gesammelten Daten ausgewertet.

Innerhalb von vier Minuten habe das erste Kind das Tablet ausgepackt und eingeschaltet, sagte Negroponte. Er habe gedacht, die Kinder würden mit der Verpackung spielen und nicht mit dem Inhalt. Innerhalb weiterer fünf Tage nutzten Kinder bis zu 47 der installierten Applikationen. Weitere zwei Wochen später hätten einige Kinder begonnen, einfache englische ABC-Lieder zu singen.

Kamera aktiviert

"Irgendein Idiot hatte vergessen, die integrierte Kamera in der Software zu aktivieren", wird Negroponte weiter zitiert. Fünf Monate nach der Auslieferung war es einigen Kindern gelungen, sie zu aktivieren. "Sie haben Android gehackt!", sagte Negroponte. Ein OLPC-Techniker erklärte, die Kinder hätten herausgefunden, wie sie die gesperrten Einstellungen freigeben und damit nicht nur die Kamera aktivieren, sondern auch die Benutzeroberfläche anpassen konnten.

Die OLPC wollte herausfinden, ob die Kinder auch ohne Hilfe von Lehrern Englisch lesen und schreiben lernen können. Deshalb seien die Tablets nicht an Schulen und Lehrer ausgeliefert worden. Frühere Studien der OLPC hätten ergeben, dass Kinder später auch ihren Eltern ihr erworbenes Wissen weitergeben.


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LoopBack 06. Nov 2012

es ist nicht wichtig, was das xoom so normalerweise an software hat, da auf den Geraeten...

Architekt 05. Nov 2012

Ich muss zugeben, ebenfalls darauf reingefallen zu sein. Gut, irgendwie weiß ich von...

Rogolix 05. Nov 2012

Erwachsene haben sich ja auch schon spezialisiert. Wer mit 20 nicht lesen kann, hat...

Vanger 05. Nov 2012

Wie stellst du dir das vor, in Äthiopien gibt es keine entsprechende Infrastruktur. Laut...

dantist 04. Nov 2012

Ich finde auch, dass aus diesem Satz eine gewisse Überheblichkeit spricht. Wenn er den...



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