Abo
  • Services:
Anzeige
Olo-3D-Drucker
Olo-3D-Drucker (Bild: Olo)

Olo: 3D-Drucker für 99 US Dollar

Olo-3D-Drucker
Olo-3D-Drucker (Bild: Olo)

Olo will einen smartphonebetriebenen 3D-Drucker für 99 Dollar verkaufen. Aber alle Versprechen wird das Kickstarter-Projekt nicht erfüllen können.

In einer Kickstarter-Kampagne hat die Firma Olo einen 3D-Drucker für knapp 100 Dollar angekündigt. Der Drucker soll mit einem lichtempfindlichen Kunstharz, einem Photopolymer, arbeiten. Das Photopolymer wird dabei Schicht für Schicht ausgehärtet. Um das Gerät möglichst billig zu machen, dient als Lichtquelle das Display eines Smartphones oder Tablets, auf dem eine spezielle App läuft.

Anzeige

Die Höhe der gedruckten Objekte ist auf 2 Zoll (etwa 5 cm) beschränkt, sie können bis zu 5 Zoll lang und 3 Zoll breit sein, also etwa 12,5 beziehungsweise 7,5 cm. Während des Druckens kann das Handy natürlich nicht benutzt werden. Da der Druckvorgang mehrere Stunden dauern kann, sollte es besser ein Zweitgerät sein.

Im Druck wird die oberste Schicht des Objekts zuerst ausgehärtet, die dann an einer Platte klebt. Die Platte, an der die fertig ausgehärteten Schichten hängen, wird während des Druckvorgangs nach oben weggezogen und neues Photopolymer nachgegeben. Je nach ausgewähltem Polymer können die Objekte unterschiedlich fest oder flexibel sein und unterschiedliche Farben haben.

Fragwürdige Angaben zur Auflösung

Die bestmögliche Auflösung gibt Olo mit 36 Mikrometern in der Höhe an. Im "Fast Modus" sollen es in vertikaler Richtung nur noch 120 Mikrometer sein. In horizontaler Richtung sollen es, je nach Displayauflösung, bis zu 42 Mikrometer sein. Diese Angabe ist nicht glaubhaft. Diese Auflösung entspricht etwa 600 dpi. Es gibt zwar tatsächlich Displays, die solche Auflösungen erreichen, aber sie sind für das Betrachten von Bildern optimiert, nicht für die hoch aufgelöste Beleuchtung eines Objekts.

Ein Pixel beleuchtet nicht nur einen Punkt direkt über dem Display, sondern einen Bereich in einem bestimmten Winkel darum herum. Je größer der Abstand zwischen dem Pixel und dem Polymer ist, desto größer ist der entstehende Lichtfleck und umso schlechter wird die Auflösung. Zusammen mit der Glasplatte des Displays und der Wanne mit dem Photopolymer beträgt der Abstand mehrere Millimeter.

Zu den wichtigsten Fortschritten in der Displaytechnik gehörte die Verbreiterung des Winkels, in dem die Displaypixel ihr Licht abgeben, um den Sichtwinkel zu verbessern. Je besser ein Display auch noch von der Seite betrachtet werden kann, desto schlechter ist es für diese Aufgabe geeignet. Jedes Pixel wird also zumindest einige Zehntel Millimeter des Polymers beleuchten und aushärten.

Erfolgreiche Kickstarter-Kampagne

Insofern sich die Kickstarter-Teilnehmer von Olo dieser Zusammenhänge nicht bewusst sind, dürfte es eine Reihe enttäuschter Kunden geben. Bei Fertigstellung des Artikels wurden von über 4.800 Teilnehmern bereits etwa 650.000 US Dollar zur Verfügung gestellt. Das Ziel war es, 80.000 US-Dollar bis zum 20. April zu erreichen.

Für die im Video dargestellten Objekte stellt die geringere Auflösung freilich kein Problem dar. Aber für eine so gute Auflösung wie behauptet bräuchte ein 3D-Drucker eine fokussierende Optik, wie zum Beispiel der 3D-Drucker von 3D-Fracture, der einen HD-Beamer für diesen Zweck benutzt.

Nachtrag vom 24. März 2016, 17:50 Uhr

Es könnte sein, dass die zum Patent angemeldete Technik eine Lichtleiterplatte benutzt, die selektiv nur Licht von bestimmten Pixeln aus einem bestimmten Winkel in die Leichtleiter der Platte einkoppelt. Bisher existiert aber noch kein Video von Olo, auf dem ein hochaufgelöstes Objekt gedruckt oder die Bodenplatte gezeigt wird. Die Firma hat sich zu der verwendeten Technik auch noch nicht geäußert.


eye home zur Startseite
razer 28. Mär 2016

du hast ein fluessigkeitsbad vor dir und noch keinerlei form, durch beleuchten bestimmter...

Ach 27. Mär 2016

Eigentlich ne wirklich gute Idee, Licht für die Aufnahme ist ja in jedem Fall...

Seismoid 27. Mär 2016

also wenn du ein so aktiver mensch bist wie die im video (naja, eher "werbeclip"), dann...

Eheran 25. Mär 2016

Eben, danach kann man wohl unmöglich ernsthaft gehen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Frankfurt
  2. IKOR Management- und Systemberatung GmbH, deutschlandweit
  3. Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart
  4. Daimler AG, Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Resident Evil: Vendetta 14,99€, John Wick: Kapitel 2 9,99€, Fight Club 8,29€ und...
  2. 49,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Folgen Sie uns
       


  1. Elektrorennwagen

    VW will elektrisch auf den Pikes Peak

  2. Messung

    Über 23.000 Funklöcher in Brandenburg

  3. Star Wars Battlefront 2 Angespielt

    Sternenkrieger-Kampagne rund um den Todesstern

  4. Nach Wahlniederlage

    Netzpolitiker Klingbeil soll SPD-Generalsekrektär werden

  5. Adasky

    Autonome Autos sollen im Infrarot-Bereich sehen

  6. Münsterland

    Deutsche Glasfaser baut weiter in Nordrhein-Westfalen aus

  7. Infineon

    BSI zertifiziert unsichere Verschlüsselung

  8. R-PHY- und R-MACPHY

    Kabelnetzbetreiber müssen sich nicht mehr festlegen

  9. ePrivacy-Verordnung

    Ausschuss votiert für Tracking-Schutz und Verschlüsselung

  10. Lifetab X10605 und X10607

    LTE-Tablets direkt bei Medion bestellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

  1. Rock64 oder Odroid HC-1 oder Banana M2 Berry

    Peter123 | 22:02

  2. Naja, Hauptsache BSI zertifiziert ... [kwT]

    mmarcel | 22:00

  3. Re: Sollten lieber den Desktop komplett an MacOS...

    der_wahre_hannes | 21:51

  4. Re: Wenn man dem System Linux schaden wöllte,

    der_wahre_hannes | 21:49

  5. Re: Grundrecht auf 50/10 Mbit "Garantieren"

    bombinho | 21:36


  1. 18:37

  2. 18:18

  3. 18:03

  4. 17:50

  5. 17:35

  6. 17:20

  7. 17:05

  8. 15:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel