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Vier Ebenen für alles, was man braucht

Unsere Tastatur hat vier Ebenen: Die Hauptebene mit dazugehörigen Shift-Funktionen ist die, auf der (fast) alle Buchstaben sowie die Cursortasten, Shift, Enter, Esc und andere untergebracht sind. Aus Platzgründen sind die Pfeiltasten komplett in der unteren Reihe angeordnet und nicht in T-Form, wie sonst üblich. Die zweite Ebene ist durch Drücken der Lower-Taste links neben der kleinen Leerzeile erreichbar. Wir haben unsere Tastatur diesbezüglich so eingestellt gelassen, wie es OLKB von Hause aus vorgibt: Ein Druck auf die Lower-Taste schaltet nicht zwischen den einzelnen Ebenen um, sondern fungiert wie die Shift-Taste. Wenn wir also eines der dort einprogrammierten Zeichen erreichen wollen, müssen wir die Lower-Taste gedrückt halten.

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In der Lower-Ebene befinden sich in der obersten Zeile alle Sonderzeichen, die normalerweise per Shift und Zahlentasten erreichbar sind. In der zweiten Zeile unserer Tastatur haben wir die Zahlen abgelegt, die dritte enthält Zeichen wie die eckigen Klammern. Die Raise-Ebene - mit der Taste rechts neben der Leertaste erreichbar - beinhaltet unter anderem das ß und Entfernen (auf der Backspace-Taste einprogrammiert). Die vierte Ebene wird durch das Drücken und Festhalten der Leerzeile aktiviert und beinhaltet unter anderem die F-Tasten.

  • Die Planck wird als Kit geliefert, das wir selbst zusammenbauen müssen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Grundkenntnisse im Löten sind also Voraussetzung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die 40-Prozent-Tastatur Planck von OLKB (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Planck besteht aus einem Metallgehäuse und einer stabilen Metall-Grundplatte. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Tastaturkappen haben wir beigesteuert, sie stammen von einer Cherry G80-1800. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die unserem Kit beiliegenden Blank Keycaps waren für uns aufgrund des etwas ungewöhnlichen Layouts und der orthogonalen Struktur nicht vernünftig nutzbar. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Tasten der Planck sind vertikal direkt untereinander angeordnet und nicht leicht versetzt zueinander, wie sonst üblich. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Zudem nehmen die Tasten bis auf die Leertaste alle nur eine Platzeinheit ein, was bei Sondertasten wie Enter zunächst ungewöhnlich sein kann. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Bei den Switches haben wir uns für goldene KS-Schalter von Kailh entschieden. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Hier gut zu erkennen: Die Tasten liegen in einem Gitterkreuz nebeneinander. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Angeschlossen wird die Planck über ein Mini-USB-Kabel. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Beim Layout müssen sich Nutzer mitunter auf Kompromisse einlassen - wie hier bei den Pfeiltasten zu sehen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Unser Keycap-Raub hat zudem dazu geführt, dass wir mitunter Tastaturkappen zweckentfremdet haben - hier dient die Plus-Taste als Esc. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Der Hauptblock entspricht aber weitestgehend dem einer herkömmlichen, großen Tastatur. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Planck läuft mit einer Firmware namens QMK, die eine weitreichende Programmierung erlaubt. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Planck wirkt auf dem Schreibtisch aufgrund der geringen Größe fast schon etwas verloren. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Beim Layout müssen sich Nutzer mitunter auf Kompromisse einlassen - wie hier bei den Pfeiltasten zu sehen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Insgesamt haben wir also fast 150 Plätze für unsere Tastaturfunktionen - mehr als genug also, um alle Tasten einer herkömmlichen Tastatur unterzubringen. Als Nutzer der Planck muss man schlicht ein Gefühl dafür entwickeln, wo man selbst am besten mit der Position der einzelnen Tasten klarkommt. Die volle Programmierbarkeit der Tastatur hilft dabei natürlich.

Wir haben die Programmierfunktionen der Planck bei weitem nicht ausgereizt. Dank der QMK-Firmware lassen sich auch weitaus komplexere Befehle auf die Tasten legen, dank des eingebauten Lautsprechers kann die Tastatur sogar Melodien abspielen.

Die Frage ist nun: Wie tippt sie sich, die Planck? Aufgrund des ortholinearen Aufbaus hatten wir zunächst einige Vertipper bei unseren Texteingaben. Schließlich ist unser Gehirn beispielsweise daran gewöhnt, dass sich das C etwas rechts unter dem D befindet - und eben nicht genau darunter. Ziemlich schnell haben wir weniger solcher Fehler gemacht, da wir uns an die etwas ungewohnte Anordnung gewöhnen konnten. Ob die Planck wirklich ein weniger ermüdendes Tippen ermöglicht, können wir aufgrund der Kürze unseres Testzeitraumes nicht mit Bestimmtheit sagen.

Wege sind für die Finger gefühlt kürzer

Die Wege für unsere Finger sind aber aufgrund der nur vier vorhandenen Reihen tatsächlich kürzer. Besonders merken wir das bei der Nutzung unserer kleinen Finger: Auf regulären, ineinander verschobenen Tastaturen verwenden wir diese kaum. Mit der Planck kommen unsere kleinen Finger hingegen häufiger zum Einsatz, da sie nicht so weite Wege zurücklegen müssen.

Mit dem von uns gewählten Tastaturlayout hatten wir erstaunlicherweise weniger Probleme beim Tippen als erwartet. Unsere Aufteilung ist bis auf wenige Ausnahmen, wie etwa das Ü, das ß oder die Tab-Taste, recht nah am Aufbau des Hauptblocks einer normalen deutschen Tastatur. Nicht so schnell wie auf einem herkömmlichen Keyboard erfolgt bei uns noch die Zahleneingabe, da die Ziffern auf der zweiten Reihe "unter" den Buchstaben liegen und nicht auf unserer Tastatur markiert sind. Das liegt an den von uns verwendeten Standard-Keycaps einer Cherry-Tastatur, die zwar nicht alle Informationen beinhalten, dafür aber zusammen mit den hervorragenden KS-Switches von Kailh ein tolles Tippgefühl vermitteln.

Überhaupt nicht als störend empfinden wir den Umstand, dass die Funktionstasten wie Enter, Shift oder die Leerzeile deutlich kleiner sind als gewohnt. Auch die Anordnung der Strg-, Tab-, Alt- und Alt-Gr-Taste links neben der Leerzeile sowie die Pfeiltasten rechts davon finden wir unproblematisch. Auf die Windows-Taste haben wir verzichtet, da wir eh immer die Tastenkombination Strg + Esc dafür verwenden.

Wir treffen auch die kleinen Tasten zuverlässig, da wir aufgrund der geringen Größe der Tastatur den Eindruck haben, unsere Hände weniger bewegen zu müssen als auf einer normalen Tastatur. Hier scheint das orthogonale Konzept tatsächlich aufzugehen.

Für Außenstehende dürfte unsere Tastatur dennoch wie das Werk eines Wahnsinnigen aussehen (was sie möglicherweise auch ist): Auf unserer Esc-Taste steht nicht Esc, ebenso wie auf der Enter-Taste nicht Enter und auf der Shift-Taste nicht Shift steht. Die von der Cherry-Tastatur geraubten Tasten waren schlicht zu groß, um sie mit der Planck zu verwenden. Daher dient die Plus-Taste als Esc, die 1-Taste des Nummernblocks als Enter und die 0-Taste des Nummernblocks als Shift. Als Leertaste kommt übrigens die rechte große Shift-Taste der entblätterten Cherry-Tastatur zum Einsatz.

Der Schreibtisch wirkt gleich viel aufgeräumter

Belohnt werden wir für die Programmiermühen und die Kompromisse zusätzlich zum angenehmen Tippgefühl mit viel mehr freiem Platz auf dem Schreibtisch. Die Planck ist verglichen mit herkömmlichen Tastaturen geradezu winzig, wozu auch der ortholineare Aufbau beiträgt. Das Tippen macht nach der Eingewöhnungsphase richtig Spaß, zudem amüsieren den Autor dieses Textes immer wieder die verstörten Blicke der Kollegen.

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igor37 22. Aug 2018

Eine mechanische Mini-Tastatur um unter 50¤? Klar, warum nicht auch gleich mit RGB...

recluce 21. Aug 2018

Also eine Fehlerseite habe ich durchaus schon mal gesehen, wo war der Gag? ;-)

renegade334 20. Aug 2018

Ich denke, dass gerade, rasterförmige Tasten längst überfällig sind. Ihc habe einmal...

widdermann 12. Aug 2018

Spar dir das Geld für eine CMD-Taste. Du kannst jede Windows-Tastatur gemappt betreiben...

daydreamer42 09. Aug 2018

Eine Kugeltastatur mit Joystick im Fuß war immer mein Traum. Aber bisher hat die noch...


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