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Oliver Blume: VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu

VWs Ingenieure müssen den Trinity neu planen, weil das Design bei der Konzernspitze durchgefallen ist. Zudem gibt es eine neue Softwarestrategie.
/ Andreas Donath
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Spitzen-Elektroauto von Volkswagen wird umgeplant (Symbolbild). (Bild: Volkswagen)
Spitzen-Elektroauto von Volkswagen wird umgeplant (Symbolbild). Bild: Volkswagen

Der VW Trinity soll noch einmal neu geplant werden. Damit wird sich das Auto laut einem Bericht der Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) nicht nur um zwei Jahre verzögern, sondern auch anders aussehen als zuvor angedeutet. Der bisherige Entwurf des Elektroautos, das eigentlich 2028 auf den Markt kommen sollte, fiel bei der Konzernspitze durch.

Konzernchef Oliver Blume und Markenchef Thomas Schäfer seien sich einig gewesen, dass das Fahrzeug so zu wenig markant sei, hieß es.

Die Designer sollen knapp zwei Jahre am aktuellen Entwurf gearbeitet und eine flache Limousine konstruiert haben, die den besten cW-Wert der Klasse erzielt. Das sollte vor allem Reichweite bringen. Laut Automobilwoche könnte das Auto nun wieder ein SUV-artiges Modell werden, das stehe aber noch nicht endgültig fest.

Nicht nur der Trinity, sondern auch der Entwurf des ID Life, der 2021 auf der IAA gezeigt wurde, fiel dem Bericht nach bei Markenchef Schäfer durch. Dieser sei nun neu entworfen worden und solle 2025 als ID.2 in Serie gehen.

Zudem bereitet Vorstandschef Blume eine Neuordnung der Firmenarchitektur mit Konzentration auf eine neue Softwarestrategie vor. Die Eckpunkte sollten am 15. Dezember in einer Aufsichtsratssitzung vorgestellt werden, berichtete das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) .

Die vorhandene Software solle bis Ende des Jahrzehnts wettbewerbsfähig gehalten werden, hieß es. Das werde deutlich mehr als eine Milliarde Euro kosten.

VWs Softwarestrategie wird komplett neu geordnet

Blume will das Thema Software in der Strategie neu verankern. Der Konzern soll erst die Software festlegen und dann die Modelle ableiten – nicht mehr andersherum. Nach Gesprächen mit den Führungsteams der Konzernmarken Audi, Porsche, VW, Seat und Skoda habe Blume seine Strategie durchgesetzt, schrieb das Handelsblatt.

Der neue Kurs kostet nicht nur Geld, sondern verschiebt Prioritäten. So braucht VW ein weiteres Modell, um das vorläufige Aus des Zukunftsmodells Trinity zu kompensieren. Geplant ist dafür ein neuer E-SUV in der Golfklasse.

Verlierer der Neujustierung ist die Tochter Audi. Die Premiummarke verliert die Leitung über die Entwicklung autonom fahrender Autos an die Schwester VW Nutzfahrzeuge.


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