Abo
  • IT-Karriere:

Roboter sollen retten

Golem.de: Nicht alle robotischen Systeme, mit denen sich das Militär beschäftigt, sind für den Kampf gedacht. Was gibt es noch?

Stellenmarkt
  1. Stadt Regensburg, Regensburg
  2. SAACKE GmbH, Bremen

Bendel: Da gibt es ein breites Spektrum. Es wird viel an autonomen Systemen für den Transport geforscht. Sie dienen dem Abtransport von Verwundeten, der Versorgung von Soldaten, logistischen Zwecken. Was Arkin noch erforscht, sind Systeme, die betrügen und in die Irre führen können. Das sind ja auch keine Kombatsysteme, die töten.

Golem.de: Wo würden Sie die Grenzen ziehen? Würden Sie autonome Systeme komplett vom Schlachtfeld verbannen?

Bendel: Dass man seine Verletzten versorgen und retten oder verdächtige Gegenstände sprengen will, - dafür werden Roboter ja auch oft eingesetzt -, halte ich für unproblematisch. Ein Roboter, der einen Verletzten aus dem Feuer zieht, ist wunderbar. Ich beschäftige mich viel mit Operations-, Pflege- und Therapierobotern. Operationsroboter als Teleroboter wurden unter anderem mit Blick auf den militärischen Einsatz entwickelt. Die Idee war, dass der Arzt sicher Soldaten im Feld operieren kann. Das ist nichts Schlechtes. Warum soll der Arzt in die Luft gejagt werden, wenn er Soldaten zusammenflickt?

Wogegen ich mich ausspreche, sind autonome Waffensysteme, die darauf abzielen, Menschen zu eliminieren: Drohnenschwärme, Atlas, der weiter aufgerüstet wird und Menschen tötet, autonome Panzer, die in Scharen durch die Gegend rollen. Da sehe ich die Grenze.

Ich würde eine Ausnahme machen: Wir haben nur über den Kriegsfall gesprochen. Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen Krieg und Terrorabwehr. Ganz konkret: Tötet man Osama bin Laden manuell oder durch autonome Waffensysteme? Da wäre ich zumindest nicht mehr so sicher in meiner Ablehnung.

Golem.de: Wie realistisch ist es, dass ein Verbot dieser Waffensysteme tatsächlich kommt?

Bendel: Meine Ablehnung ist vorhanden. Am Ende wird sie nichts nutzen. Wie in Syrien Giftgas eingesetzt wird, so werden geächtete und verbotene Waffen eingesetzt werden, auch wenn wir sie verbieten. Trotzdem: Was bleibt denn am Ende? Mir fallen außer einem Verbot nicht viele Möglichkeiten ein.

 Die Hemmschwelle sinkt
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 1,24€
  3. 4,99€

gfa-g 12. Mai 2018

Fühle mich ähnlich wenn ich bewaffnete Polizisten oder Soldaten sehe. Kampfroboter wäre...

gfa-g 12. Mai 2018

Man merkt dass du allgemein zu den Privilegierten in Deutschland zählst und daher nur...

gfa-g 12. Mai 2018

Wie die Verteidigung in der Praxis aussieht kann man ja sehen. Viel tut der Staat da...

ahoihoi 07. Mai 2018

https://www.youtube.com/watch?v=BUf_8jyxbiM Ich glaube MGS4 behält Recht und Fallout...

Bouncy 07. Mai 2018

Wir heißt wir, du und ich. Ja, du. Wir beuten aus und deswegen geht es uns super, und...


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen
Nuki Smart Lock 2.0 im Test
Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen

Mit dem Smart Lock 2.0 macht Nuki Türschlösser schlauer und Türen bequemer. Kritisierte Sicherheitsprobleme sind beseitigt worden, aber die Software zeigt noch immer Schwächen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Vernetztes Fahren: Wer hat uns verraten? Autodaten
    Vernetztes Fahren
    Wer hat uns verraten? Autodaten

    An den Daten vernetzter Autos sind viele Branchen und Firmen interessiert. Die Vorschläge zu Speicherung und Zugriff auf die Daten sind jedoch noch nebulös. Und könnten den Fahrzeughaltern große Probleme bereiten.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Neues Geschäftsfeld Huawei soll an autonomen Autos arbeiten
    2. Taxifahrzeug Volvo baut für Uber Basis eines autonomen Autos
    3. Autonomes Fahren Halter sollen bei Hackerangriffen auf Autos haften

    Bandlaufwerke als Backupmedium: Wie ein bisschen Tetris spielen
    Bandlaufwerke als Backupmedium
    "Wie ein bisschen Tetris spielen"

    Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
    Von Oliver Nickel


        •  /