Abo
  • IT-Karriere:

Olimex Teres-I: Modularer, offener Laptop erschienen

Nach der Ankündigung im Frühjahr 2017 ist der Teres-I nun erschienen. Der Bastel-Laptop kann modular erweitert werden, alle Teile sollen auch einzeln verfügbar sein. Allerdings ist er vergleichsweise teuer.

Artikel veröffentlicht am ,
Olimex Teres-I
Olimex Teres-I (Bild: Olimex)

Der Teres-I ist ein Laptopbausatz des bulgarischen Herstellers Olimex. Als Prozessor wird ein Allwinner A64 mit 4 Cortex-A53-Kernen eingesetzt, die Kerne können mit bis zu 1,2 GHertz getaktet werden. Der Ram ist 2 GByte groß, als Massenspeicher dient ein 16 GByte-Flashspeicher. Das Display ist 11,6 Zoll groß. Als Anschlüsse stehen eine HDMI-, zwei USB 2.0 und ein Kopfhöreranschluss zur Verfügung. Der Laptop bietet einen SD-Karten-Einschub, eine Webcam und ein Mikrofon. WLAN und Bluetooth sorgen für drahtlose Verbindungen. Der Bausatz enthält alle erforderlichen Gehäuseteile, ebenso Tastatur, Trackpad, Netzteil und einen 9500mAh-Akku. Ubuntu 16.4 ist auf dem Flashspeicher vorinstalliert.

Stellenmarkt
  1. S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG, Furtwangen im Schwarzwald
  2. INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg

Obwohl Olimex langjähriger Produzent von Bastelrechnern ist, kommt für den Teres-I eine neu entwickelte Platine zum Einsatz, die auch eigenständig betrieben werden kann. Einige Komponenten sind auf zusätzliche Platinen ausgelagert.

  • Olimex Teres-I (Bild: Olimex)
  • Hauptplatine des Teres-I
Olimex Teres-I (Bild: Olimex)

Olimex kündigte bereits Zusatzplatinen für den Teres-I an, darunter ein FPGA-Modul, um den Laptop als Oszilloskop einzusetzen. Außerdem sollen sämtliche Gehäuse- und Elektronikkomponenten auch einzeln verkauft werden. Für alle Platinen stehen CAD-Dateien auf Github zur Verfügung.

Nicht nur durch die Auslieferung als Bausatz wird deutlich, dass sich der Teres-I eher an Bastler und Elektronikinteressierte richtet, weniger an klassische Endanwender: Die Kopfhörerbuchse kann auch als UART-Schnittstelle für das Mainboard verwendet werden. Die Firmware im Atmel-Mikrocontroller für die Tastatur- und Touchpadansteuerung kann, zum Beispiel per Arduino-IDE, durch ein eigenes Programm ersetzt werden.

Preislich ist der Olimex Teres-I mit 240 Euro direkt beim Hersteller teurer als das Pinebook. Dessen 11,6-Zoll-Modell kostet 89 Euro, das 14-Zoll-Modell 99 Euro. Allerdings bietet der Hersteller Pine Ersatzteile nur teilweise einzeln an und hat auch keine Erweiterungen im Angebot. Außerdem erfolgt die Auslieferung nach dem Kauf erst, wenn jeweils genug Bestellungen vorhanden sind. Das 11,6-Zoll-Modell wird derzeit überhaupt nicht angeboten. Olimex gibt für den Teres-I hingegen aktuell konkret zwei bis drei Wochen Lieferzeit an. Preislich dem Teres-I ähnlich liegt der Pitop-Laptop, ein Laptopgehäuse für den Raspberry Pi. Es kostet ohne Raspberry Pi rund 300 Euro.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 344,00€

mrhat2010 14. Okt 2017

Ich kann mir verschiedene Gründe vorstellen waum ein solcher SoC gewählt wurde und keine...

Silberfan 14. Okt 2017

Was ich immer und immer wieder schade finde ist das Sie bei den vielen Projekten...

mrhat2010 14. Okt 2017

Problem ist wohl leider das es sehr wenige ARM SoCs gibt die das Wort offen verdienen...

yoyoyo 13. Okt 2017

Mit Bastlern sind Leute gemeint, die Löten können.

gaym0r 13. Okt 2017

Das hat hoffentlich niemand anders erwartet.


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia 1 - Test

Das Xperia 1 eignet sich dank seines breiten OLED-Displays hervorragend zum Filmeschauen. Im Test zeigt Sonys neues Smartphone aber noch weitere Stärken.

Sony Xperia 1 - Test Video aufrufen
Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
OKR statt Mitarbeitergespräch
Wir müssen reden

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
Von Markus Kammermeier

  1. Arbeit Hilfe für frustrierte ITler
  2. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  3. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /