Abo
  • Services:

OLG Hamburg: Verlage verlieren weiteren Prozess gegen Adblock Plus

Die Liste der verlorenen Prozesse wird immer länger. Wenige Wochen vor der BGH-Verhandlung zu Adblockern sind Zeit und Handelsblatt mit ihrer Klage gegen Eyeo gescheitert.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg
Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg (Bild: Wolfgang Meinhart, Hamburg/CC-BY-SA 3.0 Unported)

Die Verlage Zeit und Handelsblatt sind mit ihrer Klage gegen den Kölner Adblock-Plus-Anbieter Eyeo endgültig gescheitert. Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) in Hamburg bestätigte in einem Urteil vom 22. März 2018, das Golem.de vorliegt, die Entscheidung der Vorinstanz. Demnach sieht das OLG in der Verbreitung des Werbeblockers Adblock Plus keinen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und weist die Klage der Verlage als unbegründet zurück (Az. 5 U 152/15).

Stellenmarkt
  1. CCV Deutschland GmbH, Au in der Hallertau
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Anders als das OLG Köln, das in einem Urteil dem klagenden Axel-Springer-Verlag teilweise recht gegeben hatte, ließen die Hamburger Richter keine Revision zu. "Der Rechtsstreit hat keine grundsätzliche Bedeutung, sondern beschränkt sich auf die Anwendung feststehender Rechtsgrundsätze auf den Einzelfall", heißt es in dem Urteil.

Verhandlung am 19. April 2018

Dennoch wird sich der Bundesgerichtshof (BGH) am 19. April 2018 erstmals in einer mündlichen Verhandlung mit der Zulässigkeit von Werbeblockern im Internet befassen (Az: I ZR 154/16). Zwar hat bislang noch kein einziges deutsches Gericht Adblock Plus für unzulässig erklärt. Jedoch hatte das OLG Köln im Juni 2016 zumindest das bezahlte Whitelisting durch Eyeo als wettbewerbswidrig eingestuft.

Das OLG Hamburg erklärte hingegen das Angebot von Adblockern sowie das bezahlte Whitelisting in jeder Hinsicht für legal. So liege keine gezielte Behinderung von Mitbewerbern vor, da Eyeo mit seinem Geschäftsmodell nicht versuche, speziell das Angebot der beiden klagenden Verlage zu beeinträchtigen. Ähnlich hatte zuletzt das OLG München geurteilt, das im August 2017 in zweiter Instanz eine Klage der Süddeutschen Zeitung abgewiesen hatte. Das Online-Portal Spiegel.de hatte im November 2016 ebenfalls vor dem Landgericht Hamburg gegen Eyeo verloren.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-64%) 17,99€
  2. 59,99€
  3. 8,49€
  4. 3,99€

Schrödinger's... 10. Apr 2018 / Themenstart

Hinterher hat Facebook aber noch mehr Daten von dir als zuvor. 1. braucht Facebook Daten...

Garius 24. Mär 2018 / Themenstart

https://youtu.be/iiYGN05vfgM Na die paar tausend Männer, die dank genau diesem...

Cok3.Zer0 24. Mär 2018 / Themenstart

Ist vermutlich besser als Adblocker, die "Vergleichs"seiten und Fakerezensionen beflügelt...

deadjoe 24. Mär 2018 / Themenstart

jo seit dem sind die mich auch los, ein paar werbeinbelndungen haben die ja eh immer...

FreiGeistler 24. Mär 2018 / Themenstart

snip Bitte? Wieso moderat? ioam.de, chartbeat.com, yieldlab.net, kaltura.com,... Da ist...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018)

Strihl präsentiert auf der Light + Building sein Wartungssystem für Straßenleuchten per Drohne.

Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

    •  /