OLED: Toshiba zeigt transparente Lampen

Toshiba zeigt auf der diesjährigen Messe Light + Building eine transparente OLED-Beleuchtung in Form eines Prototyps. Sie kann einfach in ein Glas integriert werden und gibt nur in eine Richtung Licht ab. Das ist allerdings nicht perfekt. Der Prototyp, so Toshiba, gibt auf der dunklen Seite immer noch zwei Prozent des Lichtstroms ab. 98 Prozent strahlen in die vorgesehene Richtung.

Im ausgeschalteten Zustand ist das Leuchtmittel in beide Richtungen lichtdurchlässig, auch wenn eine Verfärbung sichtbar ist. Wird die Lampe aktiviert, sieht der Anwender von der dunklen Seite ohne Probleme durch das Leuchtmittel. Von der hellen Seite hingegen ist nur schwer erkennbar, was sich hinter dem Licht befindet. Das Licht erscheint im angeschalteten Zustand zudem gerastert, als würde der Nutzer durch eine Maske schauen.
Die Lampen arbeiten mit einer OLED-Schicht im Glas. Außerdem wird Polarisation verwendet, wie Toshiba angab. Zu den weiteren technischen Details hält sich der Hersteller jedoch bedeckt. OLED-Beleuchtung befindet sich in vielen Bereichen noch in der Forschungsphase. Es handelt sich also noch nicht um eine marktreife Lösung. Mit der Technik könnten prinzipiell beispielsweise Fensterscheiben zu Leuchtmitteln werden, die nur nach innen strahlen. Licht ist zudem leichter zu verbergen. Indirektes Licht wäre für das Verstecken der Technik nicht mehr notwendig.
Wann es so weit ist, konnte Toshiba noch nicht sagen. Die Lebensdauer von OLED-Leuchtmitteln ist weiterhin ein Problem. Zudem müssen OLEDs besser vor Feuchtigkeit geschützt werden. Auch hieran wird noch geforscht.