Norwegen und die wirtschaftlichen Fehlentscheidungen

Knuth wollte Simula unter anderem im Informatikstudium einsetzen. Dahl und Nygaard seien darüber "außer sich vor Freude" gewesen, erinnern sich Weggefährten. Die beiden Männer kämpften sehr für die Kooperation, aber vergeblich: Simula gehörte NR, und NR wollte den Einsatz der Programmiersprache bezahlt bekommen.

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Die Universität von Stanford argumentierte, durch den Einsatz in den Vorlesungen werde das Programm derart bekannt, dass Lizenzen in ganz Amerika verkauft werden könnten - aber ohne Erfolg.

Natürlich sei diese Entscheidung aus heutiger Sicht "verrückt", sagte Informatikprofessor Owe im Jahr 2017. Norwegen hätte viel mehr von Simula profitieren können. Allerdings müsse man den Beschluss auch "mit den Augen von damals sehen".

Als Bestandteil des norwegischen technisch-naturwissenschaftlichen Wissenschaftsrats war NR an bürokratische Prozesse gebunden. In einer nicht näher definierten Zukunft in Aussicht gestellte Zahlungen konnten dementsprechend nicht akzeptiert werden.

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Außerdem war Ende der sechziger Jahre das Konzept von Softwaregebühren nicht als besonders lukrativ bekannt. Und Norwegen war ein armes Land, das noch nicht über eine Milliarden einbringende Ölindustrie verfügte.

Beim Ausbau eben dieser Ölindustrie zeigte sich, wie wenig verbreitet der Sinn für neue Technologien war. 1978 wurde Schweden ein Abkommen angeboten: Das Land sollte im Tausch gegen 40 Prozent der Anteile am Automobilkonzern Volvo Öl-Konzessionen erhalten.

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Norwegen hoffte, als Autoproduzent zur Industrienation aufzusteigen, bis auf das nie in Serie produzierte Modell Troll verfügte das Land über keinerlei Erfahrung im Fahrzeugbau. Aus den Träumen wurde nichts: Im Januar 1979 lehnten die Volvo-Aktionäre das Vorhaben ab. 2007 bezifferte der frühere Volvo-Chef Pehr Gyllenhammer den dadurch entstandenen Verlust für Volvo auf 68 Milliarden Euro.

Norwegen gehört heute zu den zehn reichsten Ländern der Welt. Die Autosparte von Volvo wurde 1999 an Ford verkauft, heute ist sie Teil des chinesischen Konzerns Geely. Die weiterhin schwedische Volvo Group baut dagegen nur noch Nutzfahrzeuge und Bootsmotoren.

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 ''Die Physiker an der Uni fanden unsere Sprache albern''Beruflich gingen Dahl und Nygaard bald getrennte Wege 
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PrinzessinArabella 31. Mai 2021

Harald Schmidt und Feuerstein denken :)

lestard 28. Mai 2021

Und was passiert dann mit dem Objekt, wenn darauf eine Methode aufgerufen wird, die den...

Astorek 26. Mai 2021

So pauschal würde ich das nicht beschreiben, letztlich kommt es immer auf das...

M.P. 25. Mai 2021

Jedenfalls für die Navigatoren früherer Zeiten, als man noch Sextanten bedienen...

pythoneer 25. Mai 2021

Why Isn't Functional Programming the Norm? Richard Feldman https://www.youtube...



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