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Die 90er Jahre bringen letzte Verbesserungen

Nachdem die Grenzen des Spaceshuttle offensichtlich wurden, floss wieder Geld in die Technik, die seit den 1970er Jahren als unnötig und veraltet galt. In der Zwischenzeit wurde sie aber kaum weiterentwickelt, und das Geld konnte die fehlende Entwicklung der letzten Jahre nicht wettmachen. Also kehrte die Nasa zurück zu den alten Raketen wie der Delta.

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Zwei Delta-4925-Raketen wurden aus noch übriggebliebenen Ersatzteilen zusammengebaut und anschließend neue bestellt. Als gesichtswahrende Maßnahme erhielten diese Raketen nun den Namen Delta II und die Nummerierung im Produktionscode sprang von der 4000er Serie direkt zur 6000er. Verbesserungen gab es kaum.

Die Produktion der TR-201-Triebwerke der zweiten Stufe aus der Mondlandefähre war inzwischen eingestellt worden, und so kehrte die Delta zurück zu einer Variante des AJ-10, die noch in Produktion war. Im Spaceshuttle kamen sie unter der Bezeichung OMS (Orbital Maneuvering System) zum Einsatz. Erst 1995 kam mit der 7000er Serie wieder verbesserte Technik in die Delta. Das alte RS-27-Triebwerk aus den 1960er Jahren wurde leicht verbessert und RS-27A genannt. Die Feststoffbooster wurden durch GEM-40-Modelle aus Kohlefaser ersetzt. Die bis dahin benutzten Castor-4-Feststoffbooster hatten noch Stahlgehäuse.

Auch der Nachfolger wird bald eingestellt

Die nächste große Verbesserung sollte die Delta III sein, die 8000er Serie der Delta-Raketen. Noch größere Feststoffbooster und eine wasserstoffbetriebene Oberstufe sollten die Nutzlast verdoppeln. Aber ein Softwarefehler zerstörte die Rakete beim ersten Flug, und der zweite litt unter einer seltenen Fehlfunktion des bewährten RL-10-Triebwerks in der neuen Oberstufe. Der dritte Flug funktionierte, aber das verlorene Vertrauen in die Delta III führte zum Ende dieser Entwicklung. Allerdings fanden die vergrößerten GEM-46-Feststoffbooster ihren Weg zurück zur Delta II, die mit ihnen als Delta II Heavy bezeichnet wurde.

Die Oberstufe der Delta III fand schließlich Verwendung in der Delta IV. Diese Rakete ist eine völlig neue Entwicklung mit dem wasserstoffbetriebenen RS-68-Triebwerk in der ersten Stufe, die nichts mehr mit der ursprünglichen Delta gemeinsam hat. Ihre Startkosten sind durch die aufwendige Wasserstofftechnik aber so hoch, dass auch diese Reihe in den nächsten Jahren endgültig eingestellt wird.

Was bleibt, ist eine Rakete, die entgegen aller Erwartungen von 1960 bis 2018 immer weiter geflogen ist, insgesamt 747mal. Was als 50 Tonnen schwere Rakete mit einer Nutzlast von 250 kg begann, endete mit bis zu 247 Tonnen Startgewicht und einer Nutzlast bis zu 6.000 kg. Sie startete GPS-Satelliten und Weltraumteleskope wie Kepler und Spitzer; die Marsmisionen Odyssey, Pathfinder, Spirit und Opportunity, Phoenix, Mars Polar Lander, Mars Global Surveyor und Mars Climate Orbiter; die Sonde Dawn zu den Kleinplaneten Vesta und Ceres, die Mission Deep Impact und viele mehr.

Jetzt kommt noch Icesat-2 und dann ist Schluss.

 Eine stürmische Entwicklung, und dann kommt das Spaceshuttle
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Kay_Ahnung 19. Sep 2018

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Kay_Ahnung 18. Sep 2018

Danke genau das meinte ich. Das Problem war ja die Produktion, ob sich ein Auto ein paar...

plutoniumsulfat 17. Sep 2018

Geht alles unterirdisch, Satellit nä.

Frank... 14. Sep 2018

Für die Familie, die mit der Thor-Delta Rakete begann, ist es auch das Ende. Die Delta IV...


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