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Eine stürmische Entwicklung, und dann kommt das Spaceshuttle

Nachdem die Rakete anfangs nur aus zwei Stufen bestand, wurden immer mehr Feststoffbooster montiert, um die Leistung zu erhöhen. Erst drei, dann sechs und im Jahr 1972 erstmals neun Booster, von denen nur sechs beim Start gezündet wurden und drei weitere erst im Flug. Das Vorgehen reduziert die Belastung der Rakete beim Start und erlaubt es, die drei Booster für den Flug in der dünneren Luft zu optimieren. Außerdem wirkt das Absprengen der ersten sechs Booster auch wie eine zusätzliche Raketenstufe.

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Die Feststoffbooster wurden bald zum integralen Bestandteil der Rakete. Die Tanks der erste Stufe, die ursprüngliche Thor-Interkontinentalrakete, wurde immer weiter verlängert und mit Treibstoff so viel schwerer, dass sie ohne die Booster nicht mehr hätte abheben können. Alle Teile der Rakete wurden laufend verbessert, verändert oder angepasst. Um überhaupt noch die Übersicht wahren zu können, wurde Anfang der 1970er Jahre schließlich ein vierstelliger Zifferncode eingeführt. Er gab den Typ der ersten Stufe, die Zahl der Booster, das Triebwerk der zweiten Stufe und einer möglichen dritten Stufe an.

Das Ende der Apollo-Flüge zum Mond führte in den 1970er Jahre zu einem Umbruch in der Nasa. Die Zukunft sollte das Spaceshuttle sein. Eine einfache Rakete wie die Delta würde völlig überflüssig sein. Niemand war mehr bereit, in die Verbesserung der alten Raketentechnik zu investieren. Aber bis das Shuttle flog, wurde die Delta noch gebraucht, möglichst mit mehr Leistung. Und so wurde die Rakete mit der alten Technik aus dem Apollo-Programm noch einmal runderneuert.

Alte Technik bekommt neue Namen

Zum Test der Apollo-Raumkapsel hatte die Nasa in den 1960er Jahren die Saturn I entwickelt, deren Konzept etwas an die Falcon 9 erinnert. Sie startete mit acht kerosinbetriebenen H-1-Triebwerken in der ersten Stufe, die damals schon als veraltet galten. Aber sie waren leistungsfähiger als das alte MB3 der Delta und verwendeten den gleichen Treibstoff. Also wurde das H-1 an die Delta angepasst und in RS-27 umbenannt.

Die zweite Stufe der Delta flog nie zum Mond. Aber da das TR-201-Triebwerk der Mondlandefähren den gleichen Treibstoff wie das alte AJ-10-Triebwerk benutzte, flog die Delta fortan immerhin mit der gleichen Technik, die schon auf dem Mond landete. Es sollte das letzte Hurra der alten Rakete sein, bevor sie durch das Spaceshuttle ersetzt werden würde. Aber es kam anders.

Erst verzögerte sich der erste Start des Shuttles von 1978 bis ins Jahr 1981. Fünf Jahre später platzte der Traum. Die Explosion der Challenger beim Start führte nicht nur zu einer Pause im Flugbetrieb. In der Nasa wurde endgültig klar, dass nicht alle Raketen durch Shuttle-Flüge ersetzt werden konnten. Eine zu hohe Flugfrequenz würde unweigerlich zu weiteren Unglücken führen. Also suchte die Nasa wieder Ersatz in Form von unbemannten Raketen, und zwar möglichst schnell.

 Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist SchlussDie 90er Jahre bringen letzte Verbesserungen 
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Kay_Ahnung 19. Sep 2018

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Kay_Ahnung 18. Sep 2018

Danke genau das meinte ich. Das Problem war ja die Produktion, ob sich ein Auto ein paar...

plutoniumsulfat 17. Sep 2018

Geht alles unterirdisch, Satellit nä.

Frank... 14. Sep 2018

Für die Familie, die mit der Thor-Delta Rakete begann, ist es auch das Ende. Die Delta IV...


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