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Sound und Grafik wie 1999

Denn für die Musik zeigt sich wieder Komponist Paul Romero verantwortlich. Der erstellte bereits den Soundtrack für den ersten Teil der Serie und führte seine Arbeit in Heroes 3 fort. Das merken wir unter anderem, wenn die düstere Fanfare der Nekropole oder die mystisch beruhigenden Klänge des Hains ertönen.

Die von klassischer Musik inspirierten Stücke verleihen Olden Era einen Charme, der uns in die Welt abtauchen lässt, als wären wir sprichwörtlich ein Teil davon. Dabei verbindet Romero Elemente der vergangenen Heroes-Spiele mit anderen Fantasy-Franchises. Wir hören an einigen Stellen etwa Akkordfolgen des Warcraft-3-Soundtracks heraus – ebenfalls genredefinierende Musik.

Aber auch optisch fühlen wir uns in Olden Era direkt zu Hause. Elemente auf der Spielkarte, die Häuser in unseren Städten oder unsere Kreaturen auf dem Schlachtfeld könnten allesamt auch aus Heroes 3 stammen, das hier klar als visuelle Vorlage herangezogen wurde. Dabei verwendet Unfrozen allerdings 3D-Assets und keine 2D-Sprites.

3D-Grafik richtig umgesetzt

Das ist in der Serie nicht neu. Im Gegensatz zu Heroes 5, das 3D-Grafik einführte, wirkt der Stil in Olden Era aber stimmig und nostalgisch – ein echtes Fest für Fans der alten Teile. Zusätzlich schafft es Unfrozen, übersichtliche Menüs zu gestalten, in denen wichtige Informationen wie etwa Statistiken von Monstern oder Heldenattribute intuitiv und übersichtlich dargestellt werden. Da wir einen großen Teil des Spiels in Menüs verbringen, ist das besonders wichtig.

Schon im Early Access macht auch die Story-Kampagne in Olden Era eine gute Figur. Im ersten Akt gehen wir als Befehlshaber der Dungeonfraktion einer mysteriösen Insektenplage auf den Grund. Dabei können wir uns mit unterschiedlichen Fraktionen verbünden oder ihnen entgegentreten. Auf den Karten sind zudem stets spaßige Schnitzeljagden platziert. Mal jagen wir einer Bande Kultisten hinterher, mal sammeln wir Kristalle für Katzenhörnchen ein. Hier wird es nie langweilig.

Die Story wird, teilweise englisch vertont, in kurzen Dialogen erzählt. Meist lesen wir allerdings Textboxen ohne Vertonung. Sie sind im Vergleich zu den Romanen in Heroes 3 leicht und schnell lesbar. Eine deutsche Vertonung gibt es bis jetzt noch nicht.

Fazit

Heroes of Might and Magic: Olden Era befindet sich gerade erst im Steam Early Access für 40 Euro und ist für uns jetzt schon der beste Teil der Serie. Das Spiel schafft es, die Nostalgie des großartigen dritten Teils aufzugreifen und die bereits sehr gut funktionierende Formel mit sinnvollen Neuerungen und Ergänzungen zu erweitern.

Dabei gelingt es dem Spiel, den Grafikstil und den famosen Soundtrack der Klassiker einzufangen und für eine neue Generation möglicher Fans aufzubereiten. Und dabei hatten wir gedacht, dass Heroes of Might and Magic nach all den durchschnittlichen und teils miesen Nachfolgern nicht mehr zu alter Stärke finden kann.

Wir hoffen nur, dass Unfrozen etwas an der Balance der Computergegner schraubt und sie auf niedrigen Stufen weniger unfair erscheinen lässt. Wir würden uns auch einige Spielmechaniken wünschen, die eine Rückkehr ins Spiel nach einer verlorenen Schlacht vereinfachen.

Dafür ist das Spiel noch im Early Access. Wir sind uns sicher, dass der Titel noch weit besser wird als jetzt schon. Denn Olden Era ist für uns das neue Heroes 3 – ein sofortiger Klassiker, den wir auch in 20 Jahren noch auspacken und spielen werden.


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